US-Soldaten marschieren durch ein Mohnfeld in Afghanistan. Bild: Youtube

Die Gerüchte, wonach die CIA entweder direkt beim Opium-Export aus Afghanistan beteiligt ist, bzw. diesen einfach managed, halten sich nach wie vor. Eine Bekämpfung des Mohnanbaus findet nämlich nicht statt, obwohl US-Truppen und Academi-Söldner die ganze Region kontrollieren.

Von Marco Maier

Obwohl Unsummen dafür aufgewendet werden, die Opiumproduktion in Afghanistan drastisch zu reduzieren, scheint die Ernte des Betäubungsmittels beliebter zu sein als je zuvor. Fragen, warum die US-Truppen vor Ort nicht dagegen vorgehen, wie zuvor die Taliban – unter deren Herrschaft die Opiumproduktion dramatisch sank – ist unklar. Erst im Juli wurde ein Bericht publiziert, in dem festgehalten worden ist, dass Afghanistan nun 90 Prozent der weltweiten Nachfrage des Heroin-Rohstoffs abdeckt. Ein solcher Anstieg wäre vor der US-Invasion zur Bekämpfung der Taliban gar nicht möglich gewesen.

Interessanterweise führten die 8,4 Milliarden Dollar, die die USA in ihre Bemühungen gegen die Narkotika aufwendeten, nicht zum Erfolg. Ganz im Gegenteil: Hatten die Opiumbauern zuvor noch recht veraltete Anbaumethoden verwendet, sieht man heute moderne landwirtschaftliche Technologien auf den afghanischen Mohnfeldern.

In einer Untersuchung für "Media Roots" kam Abby Martin zu einem aufschlussreichen Ergebnis. So rotteten die Taliban das Opium während ihrer Herrschaft aus religiösen Gründen weitestgehend aus. Doch während der US-Besatzung wuchs dieser wieder enorm an. Grund dafür könnte auch das Interesse der CIA sein, sich die schwarzen Kassen mit dem Drogengeschäft wieder aufzubessern.

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"Neben den sachlichen Hinweisen gibt es keinen schlüssigen Beweis, dass die CIA Opium physisch aus Afghanistan ausführte", so Martin in ihrem Bericht. "Allerdings ist es kaum zu glauben, dass ein Bereich der völlig unter militärischer US-Besatzung steht – mit Wachposten und Überwachungsdrohnen, die die Berge von Tora Bora kontrollieren – nicht in der Lage sind, die Versorgungsrouten des Opium-Exports von den Mohnfarmen weg zu verfolgen (Sie wissen schon, jene welche die US-Armee bewacht)."

https://www.youtube.com/watch?v=HNqIrDKnNE8

In einem Bericht vom Januar berichtet ein DEA-Agent, der früher für die Beziehungen der Behörde in Afghanistan verantwortlich war, dass es immer wieder Konflikte zwischen der DEA und der CIA gab, weil sich die Interessen beider Behörden nicht miteinander vereinbaren ließen. Die DEA ist dazu da, den Drogenhandel zu bekämpfen – die CIA hingegen verfolgt ihre eigenen Ziele.

So soll auch die Söldnertruppe Academi – besser bekannt unter dem früheren Namen "Blackwater" – in die Angelegenheit involviert sein. Einerseits verdient das Unternehmen hunderte Millionen an Dollar mit den Verträgen zur Bekämpfung des Opiumanbaus, andererseits sollen einige der Mitarbeiter in den Opiumhandel involviert sein. Immerhin genießen die US-Söldner quasi Narrenfreiheit, wie diverse Skandale und Vorfälle in der Vergangenheit bereits zeigten. Gut möglich also, dass diese Teil des Netzwerks sind, welches Unmengen des Betäubungsmittels auf den amerikanischen Kontinent verschifft.

Indessen vermeldete das Center for Disease Control, dass neue Rekordzahlen bei den Drogentoten in den USA zu verzeichnen sind. Bei den jungen Erwachsenen von 18-25 Jahren wurde eine Verdoppelung des Heroinkonsums während der letzten 10 Jahre festgestellt. Die wachsende Produktion drückt die Preise, so dass die Droge vielerorts vergleichsweise günstig zu haben ist.

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19 KOMMENTARE

  1. Dieses Buch :
    Dope, Inc.: Britain’s Opium War Against the World
    The Book That Drove Henry Kissinger Crazy

    belegt was viele schon Ahnen. Drogengeld für geheime Operationen.

    Freddie

  2. Gerücht, Gerücht … wo lebt ihr nur. Was immer über die USA an Schlechtigkeiten berichtet wird, ist heutzutage fast immer auch wahr. Wer soviel Dreck am Stecken hat wie die US-Spielemacher, braucht nicht mehr zu meckern, wenn man „vorurteilbehaftet“ ist und erst drauf haut, bevor man fragt.

    Gerade eben habe ich noch gelesen, dass das US-Militär die Asche gefallener Soldaten jahrelang einfach auf Müllkippen entsorgen ließ. Das sagt schon alles aus, nicht wahr, was mit denen los ist. Essen bei McDo & Co macht micht nur „theoretisch“ doof und thumb.

    ~~~

    Darüber hinaus braucht es keine CIA (mehr), der „normale“ Staatsapparat mittlerweile verkommen und thumb genug (wie auch i.d.EU), dass es kaum noch skrupelloser geht.

    „Gerüchte, die CIA hätte….“
    … da muss ich ja lachen, dass sogar die Hühner wegfliegen 🙂 🙂 🙂

    Im Jahr 2013 wurde die amerikanische Luftwaffe dabei erwischt, als sie 24 Tonnen Kokain nach Miami einfliegen wollte.

    Die US-Luftwaffe hatte dem Transport des Kokains zugestimmt, Behörden waren aber nicht informiert.

    „Die Beteiligung der amerikanischen Luftwaffe am Transport von Rauschgift weckt vor dem Hintergrund der mutmaßlichen Beteiligung der CIA am Kokaintransport in früheren Zeiten düstere Erinnerungen. Auch die Zwischenlandung der Maschine in Nicaragua erhält angesichts der Tatsache, dass die CIA in der Zeit der Präsidentschaft Reagans Kokain in die USA schmuggelte, um die Contras in Nicaragua zu finanzieren, besondere Bedeutung.“

    Der Artikel von damals ist … gelöscht
    Hier ein Archiv-Abzug
    http://web.archive.org/web/20150104145502/http://news.co.cr/costa-rica-will-stop-sending-cocaine-to-miami/24277/

    • Es ist wahr. Ich habe mit Afghanen, die in meiner Stadt wohnen, gesprochen. Die haben mir versichert, selbst Zeuge gewesen zu sein, wie der Mist in amerikanische Transportflugzeuge geladen wurde und Richtung Westen abtransportiert wurde. Alles Schlechte und Verwerliche, das in  der Welt existiert und möglich ist, die USA haben es zu ihrem Bettgenossen gemacht. Sie verhelfen diesem dämonischen Qualitäten mit militärischer Präzession zum Erfolg! Mit all den Drogenverkäufen werden verdeckte Operationen bezahlt. Die Welt wurde durch die USA so verdunkelt, daß sie nicht mehr weiß, was Licht ist. Es ist die Dunkelheit in Staatsform!!!!! Auch wenn ich mich mit diesen Vergleichen wiederhole, erst die Erkenntnis dieser Dimension wird die Menschen aufwachen lassen, denn ohne diese Dimension dahinter würde der Plan nie aufgehen und so viele Milliarden Menschen in Schach gehalten werden können. Das muß man sich immer vor Augen halten! Wir haben es hier mit Kräften zu tun, die nicht in unserer Dimension angesiedelt sind.

      • Wir haben es hier mit Kräften zu tun, die nicht in unserer Dimension angesiedelt sind.

        Es ist mir immer wieder ein Rätsel, warum Sie über Ihre rote Linie nicht hinaus gehen. Ob es daran liegt, dass sich für Diskussionen dieser Thematik nur 0,0% Menschen finden lassen?

        Traurig, traurig. Die einen wissen nichts. Das sind die meisten.

        Und die (wenigen), die was wissen, trauen sich nicht.

        Weil die vielen, die nichts wissen, sonst lachen und spotten.

        Und daher bleibt die Steinzeit allzeit erhalten.

      • "Es ist wahr. Ich habe mit Afghanen, die in meiner Stadt wohnen, gesprochen. Die haben mir versichert, selbst Zeuge gewesen zu sein, wie der Mist in amerikanische Transportflugzeuge geladen wurde und Richtung Westen abtransportiert wurde."

        Richtig, Richtung Westen, vorzugsweise in Zinksärgen in Militärflugzeugen zur grössten US Auslandsbasis, Camp Bondsteel,  im Kosovo. Dort wird erstmal abgezweigt an die kosovarische Mafia für den europäischen Markt und die schwarzen Kassen der Transporteure z.T. für eben solche- black ops- werden aufgefüllt.

  3. Nahezu der komplette CIA-Background wird über Drogengeschäfte finanziert. Eins der 9/11 Ziele war damals, den afghanischen Drogenhandel komplett in den Griff der USA/CIA zu bekommen. Vielleicht nicht so sehr Ziel der USA, sondern einer handvoll Ausgelesener (z.B. Bush, Cheney, Powell, Rumsfeld), welche die CIA für die eigenen Zwecke verwenden; heute übrigens immer noch.

    Herr Jeh oh nee, solche böööhsen Gerüchte aber auch.
    Da fühlt man sich selbst schon als Verschwörungstheoretiker

  4. „CIA hilft beim Opium-Export aus Afghanistan“
    LOL – das war schon immer deren Hauptgeschäft – der Drogenhandel.
    Irgendwie müssen die schwarzen Kassen ja gefüllt werden, damit die Rockys (die CIA ist deren Privatarmee) dieser Welt dieses in irgendwelchen Unfug stecken können.

    Die Afghanistan-Kriege gingen immer nur um den Drogenhandel.

    Die von den Zionisten aufgebauten Taliban wollten irgendwann den Opiumhandel verhindern, also würden die nützlichen Idioten zum nützlichen Feind umdeklariert.

    De facto hat auch die Bundeswehr mitgeholfen, den Opiumhandeln zum Nutzen der Rothschilds, der Rockefellers und weniger bekannten Familien wieder in Schwung zu bringen.

    Und das Empire (die Krone) hat sich NIE von diesem einträglichen Geschäft verabschiedet.

    „Wenn du den Preis von Gold wissen willst, finde heraus, was der Preis für ein Kilo Opium in Hongkong ist“ (John Coleman, Das Komitee der 300).

    • (Entweder dauert die Freischaltung des Kommentars so lange oder verloren gegangen)

      John Coleman schreibt weiter: Essigsäreanhydrid wird benötigt, um Heroin aus Rohopium herzustellen. Man müßte dann nur die Fabriken überwachen, die diese chemische Komponente herstellen.

      Irgendwie drängt sich mir da eine Parallele zu IG Farben auf.

  5. Also die beiden Kommentare waren nicht gegen die Redaktion oder den Artikel gerichtet, nur falls man das denken könnte. Aber ich kann dieses zarte Getätschel mit hyperkriminellen Vereinigungen nicht mehr leiden! Kaum steht irgendwo USA dran, muss jeder eindeutige Menschenrechtsverbrecher plötzlich unter den Schutz der demokratischen Rechte gestellt werden, die er mit den Füßen in den Schmutz tritt. Vorauseilender Gehorsam – überall!

    „Der großen Hochmut wird sich geben, wenn unsere Kriecherei sich gibt“
    Gottfried August Bürger

  6. John Coleman schreibt weiter: Essigsäreanhydrid wird benötigt, um Heroin aus Rohopium herzustellen. Man müßte dann nur die Fabriken überwachen, die diese chemische Komponente herstellen.

    Irgendwie drängt sich mir da eine Parallele zu IG Farben auf.

  7. (…)

    Bis Anfang 1990 galt der Irak unter “Diktator” Saddam Hussein als dem “Westen” (=FED/USA) nahestehendes Land. Dies änderte sich erst, als er sich nicht mehr bereit zeigte, irakisches Öl gegen Zahlung von FED-Dollars zu liefern.

    Ebenso waren “die Taliban” zunächst “Freunde” der USA, solange die Hoffnung bestand, dass diese zu US-Konditionen zwei Transafghanistan-Pipelines aus dem Baikal-Raum akzeptieren würden, zumal die USA jährlich 600 Mrd. USD an Schwarzgelderlösen durch den Heroinhandel ex Afghanistan erlösten. Als die USA versuchten, die Taliban bei den Pipelineverhandlungen in Texas 2001 “über den Tisch zu ziehen” reisten diese verärgert ab, zerstörten die gesamte Ernte und verboten den weiteren Anbau. Seit der Invasion in Afghanistan “floriert” der von NATO-Truppen gutbewachte Mohnanbau wieder und via CIA erlösen die FED-USA durch Ausweitung des Abaus heute 1000 Mrd. USD aus diesem Geschäft.

    Am 10.September 2001 musste der damalige Verteidigungsminister Donald Rumsfeld eingestehen, dass aus den Rüstungsetats des Pentagon für unglaubliche 2100 Milliarden USD keinerlei Spur auffindbar sei, dass dieses Geld “verschwunden” sei

    (…)

  8. Der Opiumvorrat würde doch heute bestimmt für eine ganze Armee reichen oder ?

    Na ja. Wir haben hier ja eine ganze Armee von Flüchtlingen.Worauf die hier wohl warten.

  9. Das sind keine Gerüchte, das ist Realität schon seit ca. 50 Jahren, seit es diesen Verein gibt. Alle ihre versteckten Kontraaffären wurden damit finanziert. Aber man muss anerkennen, das Rauschgift ist effektiv, das macht krank, abhängig sorgt für Kriminalität und Chaos und hilft der Bevölkerungsreduzierung.
    Wenn es das nicht schon gäbe, würde sicher eine Rockefeller-Stiftung so etwas erfinden.

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