Wirtschaftskrieg: USA erarbeiten Sanktionsplan gegen chinesische Unternehmen

Der US-Wirtschaftskrieg gegen China wird nun ausgeweitet. Diverse chinesische Unternehmen, die für Hackerangriffe verantwortlich sein sollen, werden mit Sanktionen belegt.

Von Marco Maier

Wieder einmal folgt die US-Administration dem Wildwest-Grundsatz, Ankläger, Richter und Henker zugleich zu sein. Der Rechtsgrundsatz "in dubio pro reo" – im Zweifel für den Angeklagten – gilt für die Führung in Washington ohnehin nicht. Zuerst wird geschossen, dann werden die Fragen gestellt.

Wie die US-Zeitung "Washington Post" mitteilt, werden derzeit "beispiellose" wirtschaftliche Sanktionen gegen chinesische Unternehmen erarbeitet, die für Hackerangriffe auf Datenbanken US-amerikanischer Organisationen verantwortlich sein sollen. Beweise gibt es zwar keine, dennoch werden sie durchgeführt.

"Die Einführung derartiger Sanktionen wird eine ernsthafte Verstärkung der öffentlichen Reaktion seitens der US-Administration auf die wachsende Welle der wirtschaftlichen Cyber-Spionage darstellen, die von chinesischen Hackern initiiert wurde, die, wie Amtspersonen sagen, alles stehlen – von Kernkraftwerkprojekten bis zu vertraulichen Daten von Energieunternehmen", schreibt die US-Zeitung.

Damit geht der US-Wirtschaftskrieg gegen unliebsame Staaten nun in eine weitere Runde. China geriet vor allem wegen der jüngsten Abwertung des Yuan und dem Versuch auf internationaler Ebene durch einen Fuß in den IWF, sowie der gleichzeitig erfolgenden Gründung von Investitionsbanken, zunehmend in den Fokus der US-Führung. Vor allem deshalb, weil Peking der größte Auslandsgläubiger der US-Regierung ist und so auch ein finanzielles Druckmittel gegen das Dollar-Imperium in Händen hält.

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Der Versuch der Amerikaner, China systematisch wirtschaftlich zu schwächen und somit wieder die ökonomische Oberhand zu gewinnen, dürfte jedoch angesichts der ungleichen Mittelverteilung scheitern. Washington kann Peking nicht einfach so "abschießen", ohne dabei selbst vor die Hunde zu gehen. Umso mehr wird versucht, die wirtschaftliche Einkreisungstaktik (TPP) zu intensivieren und eben durch gezielte Sanktionen eine "Politik der Nadelstiche" durchzuführen.

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7 Kommentare

  1. ähhhh… und wer soll dann sanktionieren? Die Europäer und die Amis nicht? Ähnlich wie es bei der Russlandsanktion ist? Da sanktionieren die Amis ja auch nicht!

  2. Na klar, jetzt fang die Staaten noch so richtig Zoff mit dem Chinesen an, damit selbst China eines Tages leergeräumt wird und wir eine weitere, eine chinesische Flüchtlingsinvasion haben.
    Wette, die bornierten EU- und BRD-Spitzen machen ehrfurchtsvoll und untertänigst mit und fügen dem Deutschen Volk noch mehr Schaden zu.

    1.  ….es gibt nur Eines das man bekæmpfen muss mit allen Mitteln'…und dass ist die, seit ueber 250 Jahre pervertierte Finanzmafia!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! Alle anderen,kleinen Problebmchen løsen sich danach wie in Staub auf!

  3. …was bilde sich diese zionistischen Wucherer-Kasten (die, die bei allen solcchen Actionen dahinter stecken) sich ein? Die werden NIEMALS der Nabel der Welt sein! Es wird høchste Zeit, dass die Weltbevølkerung aufsteht und dieses Krebsgescgwuer abtøtet! Wenn ich schon høre das Schwerverbrecher an der Menschheit wie dieser wurzellose Zellhaufen “Soros” mit hinterhæltischen aggresieven , schleimigen Aktionen ganze Staatswirtschaften in England und den asiatischen Lændern ruiniert hat und es noch weiter tut…..diese Verbrecher sind doch seit langem bekannt!!!!!!!!!!! Warum tut unsere Regierung nichts?

  4. Das ist doch schon Ausdruck von Hilfslosigkeit. Obama ist auf die Lieferungen aus China angewiesen um seine Bevölkerung bei “Brot und Spiele” zu halten. Vielleicht träumt er demnächst auch noch von nicht mehr vorhandenen Produktionskapazitäten, wie weiland unser GRÖFAZ im Bunker? Ich hoffe die Amis machen bald Schluss mit ihm, die rechtlichen Grundlagen sind allemale vorhanden.

  5. Hat man American- Merkel schon eingeweiht, damit sie sich den Sanktionen anschließen kann? Die verkauft doch ihr eigenes Land, wenn der Ami befiehlt.

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