Wenn die Presse Monsanto verteidigt

Der Weg wird bereitet für Monsanto und Co. Die Vertreter der Presse schießen sich ein, die Verharmlosung der Herbizide zu bestreiten. Damit wird auch die öffentliche Meinung beeinflusst – zumindest derjenigen, die sich beeinflussen lassen – ganz im Sinne von TTIP und Co. Dabei ist die Kernaussage der Zeitungsfritzen: "Ein harmloses Herbizid soll geopfert werden". Harmlos, ach wirklich? Seit wann sind Herbizide harmlos?

Von Marcel Grasnick

Herbizide bestehen aus einer chemischen Verbindung, die das Unkraut angreift und ihre Spuren im Boden hinterlässt. Monsanto hat nicht nur Glyphosat entwickelt, sondern auch gentechnisch veränderte Nutzpflanzen, die von dem Herbizid nicht beeinträchtigt werden. Eine gewinnträchtige Kombination, die zudem auch funktioniert. Doch während nicht nur Greenpeace, Naturschutzbund und andere Organisationen sich dagegen einsetzen, haben unsere Pressevertreter nichts besseres zu tun, als die krebsfördernde Wirkung auf den Menschen zu beschönigen:

 

Jetzt macht die Öko-Szene ausgerechnet aus dem harmlosen Pflanzenschutzmittel Glyphosat ein Teufelszeug. Womöglich aus einem ganz bestimmten Grund.

Ein Teufelszeug ist es nicht erst seit heute, das war es schon in den 50er Jahren des letzten Jahrhunderts, als es auf den Markt gebracht wurde und den Konzern zu wirklicher Macht verhalf. Nur heute gehen die Menschen bewusster damit um, seit Risiken und Nebenwirkungen nicht erst seit der offiziellen Ächtung durch das Krebsforschungsinstitut IARC, einer Nebenorganisation der WHO (WeltGesundheitsOrganisation). Gleichzeitig werden natürliche Mittel verpönt und gesetzlich verboten wie in Frankreich die Brennsesseljauche.  Während Monsanto versucht, die Gegner mundtot zu machen mithilfe der Diskreditierung kritischer Forscher, kämpfen die Pressefritzen nun auf deren Seite.

Grundsätzlich gilt ja bei den eingesetzten chemischen Mitteln: Die Konzentration und Vielzahl der eingesetzten Mittel sind ausschlaggebend. Die Verwendung von Herbiziden allein mag nicht so gesundheitsschädlich sein, doch dass ist nicht das einzige Zeug, was verwendet wird. Da gibt es noch die Pestizide und diverse Dünger, die eingesetzt werden, um ein einträgliches Ergebnis in der wirtschaftlichen Landwirtschaft zu erzielen. Und ob die ganzen Kombinatioonen so gesund sind, mag bezweifelt werden. Dabei geht es nicht nur um den Menschen, sondern die Umwelt, die immer mehr vergiftet wird und ebenfalls um die Tierwelt, die darunter leidet.

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Stellt sich die Frage: Wer kauft wen?

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7 Kommentare

  1. Nun, der „Vierten Gewalt“ wird ja immer öfter Versagen unterstellt. Welch eine Verharmlosung – nein sie ist längst gekauft und hat sich problemlos und „vorbildlich“ in den Symbiosesumpf von Politik und Großkapital integriert.

  2. Monsanto hat auch Agent Orange entwickelt, das die US-Terrorarmee über Vietnam versprühte um den Urwald zu entlauben. Da kommen heute noch verkrüppelte Kinder zur Welt, weil sich das Zeug im Boden nur schlecht abbaut.

    „The best way to control the people is to control the food supply“ – D. Rockefeller

    Studien an Ratten haben MEHRFACH bewiesen, dass durch Genentisch manipulierte Nahrung ab der 5 Generation Mutationen einsetzen; die Ratten kommen mit Geschwüren und Tumoren zur Welt und verrecken dann bald dran…
    Die Schlußfolgerungen aus diesen Tatsachen kann jeder selber ziehen.

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