F-16 der türkischen Luftwaffe.
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Erneut fliegt die türkische Luftwaffe massive Angriffe gegen die Kämpfer der verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK im Nordirak – diesmal sterben auch Zivilisten. Laut Angaben seien seit Beginn der Luftangriffe bereits 260 PKK-Kämpfer gestorben.

Von Thomas Schmied

Am heutigen Samstag, kurz vor Sonnenaufgang, setzte die Türkei ihre Angriffe gegen PKK-Ziele im Nordirak massiv fort. Wie die Nachrichtenagentur Firat News Agency berichtet, sei bei den jüngsten Bombardierungen das irakische Dorf Zergele getroffen worden. Mindestens acht Zivilisten starben, weitere wurden verletzt. Genaue Zahlen sind bisher nicht bestätigt worden. 28 türkische Kampfflugzeuge vom Typ F-16 hatten schon am vergangenen Freitag über 65 Stellungen der PKK im Nordirak bombardiert. Diese wiederum verübte weitere Anschläge auf türkische Polizisten und Soldaten. Der Terror ist zurückgekehrt, eine Einigung wie der Waffenstillstand von 2012 scheint in weiter Ferne.

Die türkische Nachrichtenagentur meldet unterdessen rund 260 tote PKK-Rebellen seit Beginn der Luftangriffe. Die PKK selbst wollte bisher keine Angaben zu ihren Verlusten machen. Unter der Bevölkerung der Türkei wächst die Angst vor größeren Anschlägen. Einige Nato-Partner haben zudem an Ankara appelliert, den Friedensprozess wieder aufzunehmen. Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier sagte, die türkische Regierung sollte nicht die Brücken zu den Kurden niederreißen, die in den vergangenen Jahren so mühsam aufgebaut worden seien. Doch weder Ankara noch die PKK machen den Anschein, als wollten sie sich erneut an den Verhandlungstisch begeben. Mehr als 40.000 Tote innerhalb drei vergangener Jahrzehnte Konflikt genügen offenbar beiden Seiten nicht.

Regionalregierung "Kurdistans" fordert Rebellen zum Verlassen auf

Die verwaltende Regierung des autonomen irakischen "Kurdistans" forderte die PKK angesichts der jüngsten türkischen Luftschläge auf, den Nordirak zu verlassen. "Die PKK muss das Schlachtfeld von der irakischen Region Kurdistan fernhalten, damit keine Zivilisten Opfer dieses Krieges werden", forderte Präsident Massud Barsani laut seines Büros. Zudem kritisierte er die Türkei ob der zivilen Opfer. Er rief zudem beide Seiten (die Türkei und die PKK) auf, an den Verhandlungstisch zurückzukehren.

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