Der Sprecher des Weißen Hauses, Josh Earnest, warnte die syrische Führung in einer Pressekonferenz davor, die von den USA unterstützten Milizen anzugreifen. Kritik daran kam umgehend von Russlands Außenminister Sergej Lawrow.

Von Marco Maier

In gewohnt überheblicher Manier versucht Washington wieder einmal darüber zu bestimmen, was eine legitime Regierung auf ihrem eigenen Territorium tun und lassen soll. Dem Willen der US-Administration nach soll die Regierung von Präsident Baschar al-Assad die Operationen der von Washington unterstützten Milizen "nicht stören".

Die Rebellengruppen, die sowohl gegen die Kämpfer des "Islamischen Staates", als auch gegen die syrischen Regierungstruppen kämpfen, wären Teil einer "Strategie zur Schwächung und letztlich zur Zerstörung des 'Islamischen Staates'", wie US-Präsident Barack Obama versprochen hatte. Die Zerschlagung Syriens und den Putsch gegen die Regierung Assad, die eigentlich das Hauptziel der US-Interventionen waren, nicht zu vergessen.

Für Damaskus kommt dies jedoch nicht in Frage. Immerhin waren es diese von ausländischen Mächten – wie Saudi Arabien, Katar und den USA – unterstützten Milizen, die Syrien erst dermaßen destabilisierten, dass das Land von den IS-Milizen überhaupt erst überrannt werden konnte.

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Zudem nutzen die USA und die "Anti-IS-Koalition" das von ihnen mitverursachte Desaster dafür aus, Luftangriffe auf die syrische Infrastruktur zu fliegen. Washington hat schon seit Jahren das Ziel ausgegeben, die Regierung Assad stürzen zu wollen. Damaskus galt stets als Widersacher der US-amerikanischen Geopolitik, die im Nahen Osten nur für Unheil und Leid sorgt.

Während der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan noch verlautbaren ließ, dass Putin seinen syrischen Verbündeten Assad "fallen lassen" wolle, bekräftigte Russlands Außenminister Sergej Lawrow die Unterstützung Moskaus gegenüber Damaskus. Zudem kritisierte der Außenminister die Erklärungen Washingtons. „Öffentlich zu erklären, dass gewisse von den Amerikanern ausgebildete Truppen, die auf syrischem Gebiet ohne  Abstimmung mit der syrischen Regierung aktiv sein sollen und von der Luftwaffe der USA und der Koalition geschützt werden, finden wir kontraproduktiv.“ Das sagte Lawrow am Montag in Doha (Katar) auf einer Pressekonferenz.

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8 KOMMENTARE

  1. …..ich erinerere mich noch als in den 50er jahren bei uns an den wänden -ami go home- überall stand..

    heute sage ich –> amis , schleichts eich….dieser neger-messias hat erst so richtig in dieses wespennest hineingestochen..amis ..( nicht die bewohner von ami-land) eure zeit ist abgelaufen..

    ..was bilden die sich ein?stehlen alles zusammen auf dieser welt..und führen sich auf wie weiland das göttergesindel…

  2. Washington bedeutet nur noch ausschließlich – wachsende Kriegsgefahr für die Welt. Terror nach außen und zunehmend auch nach innen ( z.B. siehe Übung „Jade 15“). Es wird allerhöchste Zeit, dass die Kraft der Weltbevölkerung den USA mit gezielten Aktionen klarmacht, dass sie sich aus Europa und aus der Welt verpissen mögen. Washingtons Beliebtheit gibt es nicht mehr. Und: es sollte sich öffentlich mehr in die inneren Angelegenheiten Amerikas eingemischt werden, mit ununterbrochenen Statements und Sanktionen. Das würde Washington zumindest psychologisch überhaupt nicht mehr checken.

  3. Amerikaner sind die "Meister" der Manipulation.

    Das Shema ist immer wieder gleich:

    Der nette Retter, ist gleichzeitig der Verursacher des Problems. 

    (Rethorik halt)

  4. Wenn hinter Obamas Worten nicht die Drohung der aggressivsten militärischen Macht dieses Planeten stünde, die sich unerschütterlich und unverbesserlich seit Jahrzehnten in jeden erdenklichen Konflikt einmischte bzw. Konflikte überhaupt erst verursachte … Wenn diese traurigen Tatsachen nicht bestünden, könnte man über die Worte des US-Präsidenten nur laut lachen —

  5. Um die US Verbrecher zu zügeln fehlt ein Mann wie Stalin. Der hätte blitzartig sowjetische Truppen nach Syrien geschickt und die ganzen US hörigen Banditen platt gemacht, sich an den Atomknopf gestellt und gesagt ami go hom und diese feigen verbrecherischen Kreaturen wären verschwunden. Lieber Wissarion Wissarionowitch Stalin, kehre auf die Erde nieder und regiere wieder!

    • @ Wutbürger , Die Amis sind schon wirklich kaum zu ertragen, aber Stalin ….. willst du uns Scheiße in einer neuen Geschmacksrichtung anbieten?

  6. es gibt sowohl genügend fälle, in denen sanktionen durchaus angebracht wären, als auch gerichts- oder „un-tribunal-feste“ argumentationen, aus denen man sich nicht einfach so rausreden können wird, diese einzuführen gibt. ansonsten könnt‘ ich grad‘ auch schon wieder – nur müssten dann die zartbeseideten damen unter uns mal eben kurz den raum verlassen oder sich wenigstens die ohren zuhalten.

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