Schuldenstreit: US-Richter attackiert argentinische Souveränität

Die Staatspleite Argentiniens 2002 hat immer noch ein Nachspiel. Auf Druck von US-Hedgefonds die sich bereichern wollen, ordnete ein US-Richter nun die Privatisierung von argentinischem Staatseigentum an.

Von Marco Maier

Der New Yorker Bezirksrichter Thomas Griesa bestrafte das südamerikanische Land wegen Urteilsmissachtung. Argentinien habe, so der Richter, trotz einer Aufforderung im Jahr 2013 bisher bestimmte Dokumente noch nicht dem Gericht übergeben. Deshalb werde argentinisches Staatseigentum in den USA nun als privatwirtschaftlicher Besitz betrachtet. Ausgenommen seien lediglich diplomatische und militärische Einrichtungen Argentiniens.

Doch dies ist ein massiver Angriff auf die staatliche Souveränität Argentiniens. US-Hedgefonds, die den Schuldenschnitt 2002 nach der Staatspleite des südamerikanischen Landes nicht mittragen wollten, obwohl ein Großteil der Gläubiger dem zustimmte, zogen vor ein US-Gericht. Das Pikante dabei: Die US-Hedgefonds kauften die Staatsanleihen zu einem Bruchteil ihres Wertes auf und verklagten dann den argentinischen Staat auf die Erstattung der vollen 1,3 Milliarden Dollar.

Würde Argentinien die Hedgefonds auszahlen, müsste es jedoch auch den anderen Gläubigern die volle Summe erstatten, was sich das Land jedoch nicht leisten kann. Zwar verpflichtete der Bezirksrichter Argentinien lediglich dazu, den Inhabern der damals getauschten Anleihen die fälligen Zinszahlungen zu überweisen, die noch angefallen wären, wenn Buenos Aires die US-Hedgefonds auszahlen würde, doch die argentinische Regierung erklärte das Land Mitte 2014 für zahlungsunfähig. Daraufhin wurde ein Gesetz verabschiedet, das den Umtausch der einst nach US-Recht begebenen Staatsanleihen in Papiere nach argentinischem Recht vorsieht. Dadurch wäre das New Yorker Gericht aus argentinischer Sicht nicht mehr befugt, die Auszahlung an die damals kompromissbereiten Altgläubiger zu verhindern.

Spread the love
Lesen Sie auch:  USA verbannen TikTok, WeChat & Co

Wir brauchen ihre Unterstützung!

Loading...

Liebe Leser, wenn Sie keine Premiumartikel lesen möchten, aber uns dennoch unterstützen wollen, dann können sie das auch mit einer Spende auf unser Bankkonto tun. Fragen Sie per eMail: [email protected] nach den Bankdaten oder übersenden Sie einen Unterstützungsbeitrag einfach per Paypal. Danke für Ihre Hilfe!

Loading...

3 Kommentare

  1. Man muss sich das mal auf der Zunge zergehen lassen! Wie krank sind den diese Nachfahren ehemaliger europæischer Wirtschaftsfluechlinge und Massenmørder am wahren Nordamerikanischem Volk? Da fordert ein Gericht der sogenannten uSa im Auftrag von privaten Heuschrecken Liegenschaften die dem Argentinischem Staat gehoeren??? Man muss endlich beginnen diese zivilisationszerstørerische, wuchernde Heuschreckenbande mit XXX zu bekæmpft, so wie anderes XXX denn sie sind der Abschaum der zivilisierten Gesellschaft auf Erden aller Nationen und ein bøsartiges Krebsgeschwuer im Organismus der Menschheit! Man hætte diese Bastarde niemals ausreisen lassen duerfen!!!!!!!!!!!!

    /Anm. der Red.: Bitte in Zukunft den Ton etwas mäßigen. Das Internet ist kein rechtsfreier Raum und die österreichischen Gesetze finden hier Anwendung. Danke!

  2. Die CDS-Betrugswetten und höllischen
    Zinseszinsen sind Raubzüge der Teufelsbrut. Über „Privatisierungen“ reißen die sich „Auserwählten“ dann ein Land nach dem anderen unter den Nagel.
    Vorschlag: China zahlt mit der GRÜNEN KRÄTZE für Argentinien die „Ablöse“. Mordamerika hat jede Symphatie weltweit verspielt, hat keine Freunde mehr, sondern nur noch brutal erzwungene Bündnisse!

  3. Die NATO muss aus Europa Liquidiert werden. Der aufgeblasene Papiertiger NATO ist für Russland und China wie ein Troll. Wann endlich schicken die EU-Politiker die Kriegstreiber NATO wieder zurück in die Höhle von wo sie gekommen sind. Kein Mensch in Europa braucht diese Satansbrut. AMI go Home und komm nie wieder.

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.