Saudi-arabische Armee.

Nach dem angeblichen Beschuss saudischem Territoriums durch Scud-Raketen aus dem Jemen, entsandte Riad umgehend Bodentruppen in das Nachbarland. Eine weitere Eskalation der Lage wird immer wahrscheinlicher.

Von Marco Maier

Seit März 2015 tobt nun der Bürgerkrieg im Jemen, wo sich die von den Saudis gestützte sunnitische Regierung gegen die vom Iran unterstützten schiitischen Houthi-Rebellen heftige Gefechte liefern. Bombardierte bislang lediglich die saudi-arabische Luftwaffe Stellungen der Rebellen, so ändert sich nun die Vorgehensweise der Saudi-Führung.

Augenzeugenberichten zufolge sollen die Houthi-Rebellen drei ballistische Raketen vom Typ "Scud" auf das Territorium Saudi Arabiens abgefeuert haben, wovon mindestens eine von den Patriot-Raketen des Nachbarlands abgefangen wurde. Das derzeit von den Houthi geführte Verteidigungsministerium bestätigte den Angriff.

Als Reaktion darauf entsandte Riad von der Grenzstadt Jizan aus nicht näher definierte Militäreinheiten in die jemenitische Nordprovinz Saada. Diese sollen die Houthi offiziell davon abhalten, weitere Raketen auf Saudi-Territorium abzufeuern, wie der arabische Sender Al-Arabiya berichtete.

Sollten die Auseinandersetzungen zwischen den Houthi und den Saudis eskalieren, wird ein umfangreicher Einmarsch der saudischen Armee in den Jemen immer wahrscheinlicher. Entsprechende Truppenteile wurden bereits an der Grenze zusammengezogen, um im Falle des Einmarschbefehls sofort loszuschlagen.

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5 KOMMENTARE

  1. Wir müssen uns verteidigen und sind angegriffen worden.

    Gäh, fällt denen nicht mal was neues ein, immer die gleichen lauen Geschichte um einen Angriffskrieg zu rechtfertigen.

    • Kein Angriffskrieg. Ein Stellvertreterkrieg. Die USA wollen durch den Angriff der Saudis den Iran und damit Russland schwächen.

      Das ist nur ein weiterer Paukenschlag aus dem Orchester des Dritten Weltkriegs.

      • stellvertreterkrieg, ein armsekiger letzter versuch einer im niedergang befindlichen weltmacht, die immer noch nicht begreift, dass die würfel ausgespielt sind und ihr schicksal besiegelt ist.

        in asien und südamerika spielt in zukunft die musik

  2. Bereits in der Vergangenheit – das letzte Mal in 2009 – sind saudische „reguläre Truppen“ (Söldnersoldateska) in die jemenitischen Grenzprovinzen „einmarschiert“ – das Ergebnis war desaströs.

    Für diie Saudis.

    Die vom „Westen“ hochgerüstete, schillernde Wehr Riads versagte schon beim ersten Zusammentreffen mit jemenitischen Stammesmilizen, obschon diese den Saudis, in der Vergangenheit noch weit mehr als heute, mit Blick auf die Bewaffnung in jeder Hinsicht katastrophal unterlegen waren.

    Riads Södlner rannten, nur wenige KM in den Jemen eingedrungen, beim ersten nachhaltigen Widerstand der jemenitischen Milizen davon und ließen teilweise ihr Material zurück (diese Episode war einige Zeit auch im Netz zu sehen, die Milizen hatten die Ereignisse gefilmt).

    Und damit nicht genug: Die Stammesmilizen überschritten die Grenze zu SA und besetzten vorübergehend saudische Grenzorte.

    Damals jammerte das Regime in Riad hilflos herum.

    Man darf gespannt sein, wie die militärischen Abenteuer der Saudis heute enden, denn die jeminitischen Milizen sind militärisch, wie der „Scud“-Beschuß zeigt, sehr erstarkt; auch weil sie große Waffenbestände der „regulären“, jemenitischen Armee erbeuteten, einschließlich taktischer Boden-Boden Raketen („Scud“), Luftabwehrraketenkomplexen aus ex-sowjetischer Fertigung und sogar Seezielraketen ebenfalls aus ex-SU-Produktion.

    Es gelang mittlerweile sogar der Abschuß mehrerer, saudischer F-15 Jagdbomber und Aufklärer (entsprechende Berichte wurden von angloamerikanischen Medien bestätigt).

    Übrigens wollten die U.S.A.-Troupiers im 2.Golfkrieg 1990/1991 auf gar keinem Fall eine saudische Beteiligung am Krieg der Koalitionstruppen.

    Politischer Druck führte dann dazu, daß die Saudis teilnehmen durften; jedoch nur dort, wo sie keinen Schaden anrichten konnten.

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