Kaum ein Lebensmittel oder Lebensmittelzusatzstoff ist so diskutiert wie Soja. Ist es nun gesund oder nicht? Zweifelsfrei lässt sich das nicht genau sagen, es gibt Studien und es gibt Gegenstudien. Wie immer spielt die Wirtschaftlichkeit und das Geld dabei eine große Rolle. Fakt ist jedenfalls eines: es gibt kaum noch Lebensmittel, die ohne die Hilfe von Soja oder Sojaprodukten auskommen.

Von Marcel Grasnick

Die Sojabohne ist eine Pflanze aus der Familie der Hülsenfrüchte – genau wie bei uns bekannt sind die Linsen, Bohnen und Erbsen. Der Weg der Sojapflanze als Nutzpflanze für die Menschen ist sehr lang, vor über 9000 Jahren wurde die Pflanze im fernöstlichen Raum bereits genutzt. Doch mittlerweile ist sie nicht nur mehr im asiatischen Raum verbreitet, denn im letzten Jahrhundert hat Amerika die Pflanze als Nutzpflanze entdeckt und ist mittlerweile weltweit der größte Exporteur dieser Pflanzenerzeugnisse. Gerade weil ein Amerikaner die technisierte Verarbeitung der Sojabohne entwickelt hatten, die die langwierige Fermentierung ablöste, das sogenannte Toasting. Dabei werden die Giftstoffe, die die Sojabohne enthält, aus dem Schrot entfernt. Während nach asiatischer Tradition die Fermentation Monate benötigte, um die Bohne genießbar zu machen – war es nun ein großer Schritt für die kurzfristige Massenverarbeitung: der Mythos Soja war geboren.

Soja ist in dieser Zeit des gelebten Veganismus ein beliebter Fleischersatz. Man kann sich daraus Würste basteln, Schnitzel, Frikadellen – sogar als „Hack-Ersatz“ für die Bolognese ist es geeignet. Die enthaltenen Bestandteile für die menschliche Ernährung sind ein gesunder Mix aus 40 Prozent pflanzlichem Eiweiß, 25 Prozent Kohlenhydraten, 20 Prozent pflanzlichem Fett (mehrfach ungesättigte Fettsäuren) und 5 Prozent an Mineralstoffen. An sich gar nicht so schlecht – Aber:

Soja ist nicht umsonst von der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit in die Liste potentiell allergener Stoffe aufgenommen worden und stellt heute eines der 14 deklarationspflichtigen Hauptallergene dar. Es ist wie immer die Menge, die es macht. Wie auch bereits allgemein bekannt ist, ist die Sojabohne bereits eine überzüchtete Pflanze, vor der auch die Gentechnologie keinen Halt gemacht hat. Und genveränderte Pflanzen sind unter anderem auch Auslöser für Allergien, mit denen wir uns immer mehr auseinandersetzen dürfen. Da wie bereits angesprochen Soja immer mehr als Zutat in fast jedem Lebensmittel zu finden ist, dürfte es nur noch eine Frage der Zeit sein, dass der Trend der Allergien auch immer mehr in Richtung Soja geht.

Doch warum ist Soja so beliebt? Die Erklärung zu dieser Frage ist sehr einfach: die Wirtschaftlichkeit. Die Sojabohne lässt sich kostengünstig anbauen, ernten und verarbeiten. Zudem kann die gesamte Produktpalette der Sojabohne verwendet werden, als Schmiermittel für Maschinen, bei der Produktion von Kosmetika bis hin zur Ernährung von Menschen und Tieren. Es ist für die Konzerne und deren Gewinne die wohl wirtschaftlichste Pflanze auf diesem Planeten – kein Wunder also, dass fast alle Studien in Richtung der „gesunden Ernährung auf Sojabasis“ fußen – und die Spätfolgen eines übermäßigen Konsums noch gar nicht erfasst werden konnten, da der Boom der Sojabohne erst seit den 1970er Jahren in dem Ausmass anfing.

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Der gesunde Menschenverstand sollte jedem Menschen eigentlich sagen, dass übermäßiger Genuss von einem einzigen Lebensmittel in allen möglichen Formen und Varianten auf Dauer nicht gesund sein kann. Da spielt es keinen Unterschied, ob Soja oder Weizenproteine im Spiel sind. Egal, wie kostengünstig oder wie gesund ein Lebensmittel, eine Pflanze auch sein mag. Doch dieser Gedanke kommt mittlerweile bei auch immer mehr Ärzten an. So sollte sich jeder, der seine Ernährung umstellt im Grunde auch vorher seinen Arzt konsultieren. Auch und gerade weil die gängige Schulmedizin dem meist eher kritisch gegenüber steht. Sich eine alternative Meinung einzuholen statt immer nur auf die Predigten der Ernährungsapostel zu hören kann so falsch nicht sein.

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17 thoughts on “Mythos Soja – Gesund oder ungesund?”

  1. Ich glaube diesen Behauptungen kein Wort. Meine Intuition sagt mir das Soja okay ist. Sondergiftmüll klingt so schön reißerisch.
    Fast schon wie Soilent Gün ist Menschenfleisch. Komischer Weise, kommen diese Vorwürfe nur von Leuten, denen ihre Ernährung eh scheißegal ist, aber Soja grundsätzlich misstrauen, und H Milch Litertweise saufen um ihr Gluten zu verdauen.
    Sojaverzicht ist auch die bequemste Art „klug“ zu sein, na komm, eine kleine Dose Embryonen mit Pepsin darf es dann aber doch sein! Kann doch keine Sünde sein.

    1. Soso, Gluten im Milch. Und ich dachte Gluten wäre hauptsächlcih in Weizen und anderen Körnern. Ich in Milch wäre Lactose, und das ist kein Einweiß sondern Zucker, die würde Allergie auslösen. Ich mag kein Tofu, ein Steak ist mir lieber. Da ist zwar auch kein Gluten drinn aber Glutamat.

      1. Seit wann ist Glutamat im Steak drin? Soweit ich weiß, ist da Eiweiß drin, Fett, Kohlenhydrat (tatsächlich!), Wasser und Mineralstoffe. Da müsste man jetzt eruieren, was Glutamat tatsächlich ist und siehe da, Wikipedia kennt die Lösung: es ist Glutamat drin, weil es eine der 21 Aminosäuren ist, die im Stoffwechsel von allen Lebewesen vorkommen. Verdammt. Und selbst die Sojasauce hat einen natürlich vorkommenden, keinen chemisch zugesetzten anteil an Glutamat. Das macht die ganze Sache ja noch verrückter.

  2. Beim MDR gab es eine Sendung,“ tote Tiere, kranke Menschen“ leider wurde diese Sendung entfernt.
    Grausig was da mit TITIP auf die Menschheit zu kommt.

  3. Dann friss man fleißig dein Soja, nur eines vorweg: Es ist heute unmöglich, noch gentechnik-freies Soja zu erhalten (selbst wenn Bio oder gentechnik-frei draufsteht). Die Soja-Pflanzen werden mit unvorstellbaren Mengen an Glyphosat behandelt, eine hochgiftige Verbindung, welche mittlerweile ganz in die Fußstapfen von DDT getreten ist. Ähnlich wie damals mit DDT gibt es mittlerweile keinen Menschen mehr, bei dem man nicht Glyphosat im Körper nachweisen kann. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis die Fakten derart erschütternd sind, dass nach und nach weltweit auch Glyphosat verboten wird.
    Zum eigentlichen Soja ist zu sagen: die weiblichen Hormone darin sind vor allem für Männer pures Gift.
    Grundsätzlich sollte man als Deutscher auch nur das essen, was auf diesem Kontinent wächst und lebt! Alleine schon die mitteldeutsche Landschaft bietet eine reiche Fülle an Naturkräutern, Früchten, und ermöglicht den Anbau von zahlreichen Nutzpflanzen. Wir sollten uns also eher daran anlehnen, und nicht irgendwelche exotische Früchte verspeisen, welche vom anderen Ende der Welt stammen und deren Namen man noch nichtmal kennt oder aussprechen kann.

    1. „Alleine schon die mitteldeutsche Landschaft bietet eine reiche Fülle an Naturkräutern, Früchten, und ermöglicht den Anbau von zahlreichen Nutzpflanzen“
      Da stimme ich dir voll und ganz zu. Den Quatsch mit den Hormonen halte ich für Kuhmist. Ein Bisschen Skepsis, und Vorsicht gegenüber Soja Produkten ist natürlich ratsam. Aber die Anti Soja Kampagne wird von der Fleisch Lobby betrieben. Sagt mir nicht, dass es die nicht gebe. Mit Studien lässt sich auch nachweisen, dass Rauchen gesund und Klimawandel die Schuld von Osama seiner Mutter ist. Deshalb traue ich meiner Erfahrung, Intuition, und Informationen anhand des Kontext, wer mir was wieso sagen möchte. Meine Ernährung ist total genial, aber jeder soll sich selbst mal so ernähren wie er kann… oh …wartet mal…oh nein.. krieg grad Krebs….und …ach du heilige… mir wächst grad ne Vagina…nehme alles zurück… ihr hattet die ganze Zeit recht, und ich wollte nicht hören. Jetz hilft mir nur noch eine 12 Monatige Rotfleisch Pur Kur. Wie konnte ich armer Irrer der Welt und ihren Erben nur so schreckliches antun. Wenigstens kann mich mir jetzt B12 Hyperdosiert, direkt intravaginal einflößen, und jede Menge Wiederkäuerhormone, das dürfte meine letzte Rettung sein.

    2. mal ganz pragmatisch folgende gedankenkette:

      wir heutigen menschen haben uns über millionen von jahren (lucie) zu den diesen globus dominierenden wesen entwickelt, also hat unsere ernährung funktioniert

      feuernutzung erst seit ca. 100.000 jahren (unbekannt ist, ob auch schon zum kochen)

      erst seit ca. 10.000 jahren (1 minute in unserem gesamten dasein) bauen wir getreide an und halten vieh (neolitische revolution)

      erst seit ca. 100 jahren gibt es ’nahrungsmittel‘ produzierende industrie

      wenn ich mich artgerecht (und somit gesund) ernähren will, dann gucke ich, wie es meine frühen vorfahren gemacht haben, denn das kennt mein körper

      sie sind umhergezogen und haben immer das gegessen, was sie grad fanden, mal ein paar wurzeln, stunden später vogeleier, etwas später grünkraut, mal einen fisch usw.

      also: immer nur eine sache zur zeit, wenig, alles roh, dabei viel bewegung … und nur wasser trinken – FERTIG

      heutige mahlzeit: aperitiv, suppe, 3 gänge von allem, nachtisch, dazu wein-bier-cola, hinterher ein stück käse, dann ’nen kaffee … und noch einen cognak, ‚zum verdauen‘ – alles gekocht und gebraten, fett, zucker, gewürze, alkohol … alles zusammengenmatscht im magen

      unsere bauchspeicheldrüse produziert für alles, was wir essen das dazu passende enzym (ohne enzyme würde die verdauung wochen dauern!) – was die wohl macht bei einer unserer hauptmahlzeiten?

      viel zu gesunder ernährung gibt es da zu lesen: http://www.zentrum-der-gesundheit.de/

      es gibt genug informationen und jeder hat einen kopf, den er nicht nur zum kappi tragen benutzen kann, also braucht sich keiner zu beschweren dass er krank ISST

      alles liebe von shumil

  4. Die Schlinge zieht sich immer mehr zu: ich bin vor Kurzem erst auf weizenfreie Nahrung umgestiegen – weil der heutige Weizen überhaupt nichts mehr mit dem Urweizen zu tun hat und manigfaltige Erkrankungen bei Menschen auslöst – Nicht KANN – sondern tatsächlich auslöst –

    Auf der Suche nach Alternativen fällt mir erst einmal auf, was für einen „Dreck“ wir eigentlich essen – wir werden regelrecht mit absolut Unverdaulichem und krankmachenden Dingen überschüttet – Lebensmittel kann man das gar nicht mehr nennen – da man nach regelmäßigem Verzehr mancher dieser Dinge dem Tode näher ist als dem Leben – Einkaufen artet zu einer regelrechten Detektivarbeit aus – Auf Soja habe ich als Vegetarierin zwar nie wirklich gestanden – aber dann und wann – vor allem um nicht aus Gemeinschaften aufgrund seiner Essgewohnheiten ausgeschlossen zu werden – habe ich es dennoch gegessen –
    Werde ich in Zukunft allerdings lassen

    1. Solange du nicht auf Milch und Käse verzichtest, bringt dir der Sojaverzicht auch nichts!! Die Detektivarbeit beim Einkaufen, ist doch spaßig! Ansonsten nicht den Kopf verdrehen lassen! Glaub mir, sie merken dass du dein Licht einschaltest und wollen Zweifel in dein Herz säen! Ein Bisschen Dreck, dann und wann, stärkt die Abwehrkräfte.

  5. Informativer Artikel.
    Deckt sich mit anderen Informationen die ich habe.
    Wir die kaufen entscheiden auch hier letzendlich wie weit die Konzerne im Geschaeft kommen oder eben nicht.

  6. Das ist bereits der zweite Artikel, den ich von Herrn Grasnick lese, und er ist in der Qualität durchaus mit dem ersten vergleichbar.

    Eine wirkliche Alternative zu Fleisch sind Lupinen (www.biothemen.de/Qualitaet/korn_huelse/lupine.html#naehrstoffe). Ich habe es selbst ausprobiert und bin begeistert. Wer Soja isst, kann auch direkt eingekochte Müllhalde essen, die wahrscheinlich Soja noch vozuziehen ist.

    1. »Soja = Sondergiftmüll« – Was ist dann wohl erst GMO-Soja? -> http://stopesm.blogspot.com/2012/12/soja-sondergiftmull-was-ist-dann-wohl.html
    2. Soja – purer Giftmüll – als Fleischersatz? Nur für Eu­ge­ni­ker und die Krankheitsindustrie – AR­TE-Pro­pa­gan­da, Fall #2! -> http://stopesm.blogspot.com/2013/07/arte-propaganda-fall-2-soja-als.html
    3. Sie essen noch Sojaprodukte? Viel Glück! »Er­näh­rungsberatung ist Gewalt von Frauen gegen Frauen« -> http://stopesm.blogspot.com/2012/12/soja-sondergiftmull-was-ist-dann-wohl.html

    1. http://veganismus.ch/foren/read.php?f=2&i=7313&t=7313
      Hier ist schön zu sehen was dabei herauskommt, wenn man die „Soja Enthüllungen“ unter die Lupe nimmt. Benutzt eura Gehirn zum selber denken, es schrumpft nämlich nicht, egal was ihr esst. Jeder der normal schlussfolgern kann, wird feststellen, dass Tofu nicht schädlicher als eine Scheibe Brot ist. Natürlich schadet es nichts, auf Brot und Tofu und Bier und Kaffee zu verzichten, aber es ist eben okay.

  7. Mein Vater hat sich 1956 in Burgwedel fürchterlich darüber aufgeregt, weil neue Bürger im Garten Schweinebohnen (Soja) hatten, obwohl sie keine Schweine hatten. Die Dorfbewohner wußten seit Menschengedenken, daß man ißt was man ist und wird, wenn man Schweinefutter ißt, unmerklich zum Schwein.

  8. Als Verwandter der giftigen Rizinusbohne, ist Soja -Eiweiß ein Allergen erster Güte, das auf die Verdauungsorgane einwirkt.
    Wer einmal eine Rizin- Vergiftung erlebte, weiß was ich meine, das bleibt in der Immunantwort erhalten.
    Rizin bewirkt im Lyphsystem eine Krebsgeschwulst und kann nur bei rascher Entfernung das Leben retten und darauf bleibt
    eine Allergie lebenslang.

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