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Die IS-Terrormiliz erobert eine strategisch wichtige Stadt in der syrischen Provinz Homs. Während die USA keinerlei Lösungsansatz präsentieren, schlägt Wladimir Putin eine Koalition der Gleichgesinnten gegen den IS vor.

Von Thomas Schmied

Die syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte meldet, dass der IS in der vergangenen Nacht die Stadt Al-Karjatain im Südosten von Homs eingenommen habe. Die Nachricht dieses Erfolgs für die Dschihadistenmiliz kommt vom Chef der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte, Rami Abdel Rahman persönlich. Bei den Kämpfen um die strategisch wichtige Stadt seien 37 syrische Soldaten und andere regierungstreue Kämpfer getötet worden. Auch 23 IS-Kämpfer sollen ihr Leben gelassen haben.

Die Stadt ist überaus bedeutsam für den "Islamischen Staat": die Terrorormiliz hält unter anderem Palmyra in der Region Kalamun. Al-Karjatain eröffnet dem IS nun den Zugang in die Provinz Damaskus. Die Kontrolle über Al-Karjatain erlaube es dem IS fließenden Nachschub zwischen den östlichen Gebieten von Homs und der Region Kalamun zu befördern. Die Beobachtungsstelle selbst bezieht ihre Informationen von einem Netzwerk aus Ärzten und Aktivisten in Syrien. Für die Medien besteht leider wenig Möglichkeit zur Nachprüfung der Meldungen.

Der Iran und Russland setzen auf diplomatische Lösung

Der iranische Präsident Hassan Ruhani sagte bei einem Treffen mit dem syrischen Außenminister Walid al-Muallim: "Wir werden politisch alles in unserer Macht Stehende unternehmen, damit es in Syrien wieder Frieden und Stabilität gibt". Abwr auch im Kampf gegen die Terrormiliz "Islamischer Staat" werde der Iran weiter mitwirken, so Ruhani am Mittwoch laut des Webportals des Präsidialamts im Iran.

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Der Iran und Russland arbeiten angeblich seit Dienstag gemeinsam mit der syrischen Regierung in Teheran an einem neuen Plan. Ziel sei eine diplomatische Lösung des Syrien-Konflikts. Laut Vizeaußenminister Hussein Amirabdollahian soll dieser Plan alsbald den Vereinten Nationen übergeben werden. Weitere Details wollte er allerdings nicht nennen.

Russlands Präsident Wladimir Putin entwickelte darüber hinaus einen Plan für eine "Koalition der Gleichgesinnten". Das meldet die Moskauer Tageszeitung "Kommersant". Dabei soll ein großes Bündnis gegen die Terrormiliz geschlossen werden, auch unter Teilnahme der syrischen und der irakischen Armee. Auch Kurden und Anrainerländer sind angeblich vorgesehen, ebenso wie ein Mandat des Weltsicherheitsrats. Gerade dieses Mandat scheint jedoch fraglich. US-Außenminister John Kerry nahm den Vorschlag zurückhaltend auf, berichtete die Zeitung. Über die Teilnahme der kurdischen Kämpfer dürfte sich zudem die Türkei verweigern. Iran und Russland zählen zu den letzten Verbündeten des Regimes von Syriens Präsidenten Baschar al-Assad. Sie sind gegenwärtig – zusammen mit der syrischen Regierung selbst – auch die einzigen, die noch an einer diplomatischen Lösung arbeiten. Der Iran warnte in der Vergangenheit mehrfach, dass ein Sturz der Regierung in Damaskus erst recht den Weg für den IS und andere Terrororganisationen ebnen würde.

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4 KOMMENTARE

  1. Britische Spezialkräfte kämpfen in Syrien »als ISIS-Rebellen verkleidet« gegen Assad
    http://info.kopp-verlag.de/hintergruende/geostrategie/stephen-lendman/britische-spezialkraefte-kaempfen-in-syrien-als-isis-rebellen-verkleidet-gegen-assad.html

     

    IS steht für: USA – GB – Israel – Saudi Arabien – Katar

    Die Propaganda mittels dem Begriff "IS" ist einfach nur noch lächerlich. In Tat und Wahrheit wird von den Westmächten über die von ihnen geförderte IS dieses Land Syrien völlig zerbombt, die Kultur wurde eh schon erdbodengleich gemacht und den Menschen jegliche Lebensgrundlage weggenommen. Dafür erhalten alle Seiten von den Westmächten Waffen, Gelder und skrupellose brutale Söldner.

  2. Und damit nicht genug. Auch Israel laboriert aus dem Hintergrund im Syrienkrieg mit den Dschihadisten. Israels Militär unterstützt die syrischen Dschihadisten http://www.info-direkt.at/israels-militaer-unterstuetzt-die-syrischen-dschihadisten/ Fragt sich nur noch, wie bei diesen vielseitigen Allianzen die Kriegsakteure überhaupt noch den Durchblick im syrischen Kriegsgebiet haben. Aber gut möglich, dass das völlig egal ist, Hauptsache es bringen sich alle gegenseitig um, damit anschliessend die Gebiete ungehindert eingenommen werden können. Gleichzeitig wird durch dieses Kriegsgetöse der geradeso empörende Jemen-Krieg, der ebenso zerstörerisch und menschenverachtend geführt wird, schön unter der medialen Decke gehalten, als gebe es diesen nicht. Der Yinon-Plan – Strategie gegen die arabische Welt http://www.contra-magazin.com/2014/03/der-yinon-plan-strategie-gegen-die-arabische-welt/ Hinter dem ISIS-Schwindel steckt der Yinon-Plan XXXX

    Anm. d. Red.: Bitte keine Links zu Seiten mit Inhalten die nach österreichischem Recht strafbar sind. Danke.

    • @Redaktion

      Ich habe nur das Wort „Yinon-Plan“ gelesen und frage:
      Warum eckt man bei Thematik um den Oded Yinon-Plan immer gleich an?

      Hier ist übrigens einer der ersten Pläne. Mittlerweile wird im www geradezu Hetzjagd auf Blogger veranstaltet, die diese Karte posten

      https://u-img.net/img/2701Ba.jpg

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