Nagasaki nach dem Atombombenabwurf.

Das Geschäft mit der Angst hat sich Amerika vor 70 Jahren gesichert. Japan lag nach dem ersten Atombombenabwurf schon am Boden, doch es musste noch einmal nachgetreten werden. Anscheinend nur um sicher zu gehen. Und natürlich auch um der Welt zu zeigen, wer im internationalen Machtgefüge die Hosen an hat. Eine Tat, für die die Verantwortlichen vor ein Völkerrechtstribunal gehören. Geliebt, verhasst, vergöttert. Amerika hat sich damit seinen Platz in den ewigen Geschichtsbüchern geschaffen. Einen unrühmlichen, wohlgemerkt.

Von Marcel Grasnick

Die USA mussten der Welt klarmachen, dass mit ihnen nicht zu spaßen, dafür aber als Weltpolizist zu rechnen ist. Auch wenn die heutige Jugend den Geschichtsunterricht mit diesem Teil verschläft und den Namen "Manhattan-Projekt" eher mit einer Party verbindet als einen Massenmord, so sind doch die Namen Hiroshima und Nagasaki auf ewig verbunden mit unsäglichem Leid, mit menschlicher Qual und eben – Massenmord.

Die Diskussion, ob die Atombombenabwürfe gerechtfertigt waren oder nicht, beschäftigt die Menschen seit eben jenen düsteren Tagen. Doch einig sind sich die meisten in der Tatsache, das Hiroshima als Machtdemonstration vollauf genügt hätte und Nagasaki nun wirklich unnötig war. Davon einmal abgesehen, dass beide Atombomben aus taktischer Sicht unnötig waren, wie Historiker öffentlich feststellten. Zu spät, denn die Geschichtsbücher sind schon geschrieben und dies natürlich aus amerikanischer Sicht.

Deren Meinung, dass die Abwürfe der zwei Massenvernichtungswaffen eine Invasion Japans überflüssig machte und damit vielen amerikanischen Soldaten und japanischen Zivilisten das Leben gerettet hätte, ist sowas von scheinheilig gegenüber der Tatsache, dass dabei wahrscheinlich noch mehr Zivilisten umkamen als es je bei einer Invasion der Fall gewesen wäre. Klar, jede Menge wenn und wäre und jetzt auch noch das aber – aber das ist absolut keine Entschuldigung für den kaltblütigen Massenmord und die Qualen Hunderttausender, die heute noch darunter leiden müssen. So lässt sich die Frage ebenso blitzschnell klären, wie diese Taten blitzschnell ausgeführt wurden: wer der größte Kriegsverbrecher der Menschheitsgeschichte ist. Selbst getreue Vasallen der deutschen Medienlandschaft kritisieren den großen Bruder in dieser Hinsicht (Klaus Scherer, Journalist der ARD mit seinem Buch "Nagasaki").

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Ist die Rechnung der USA aufgegangen, erzittert die Welt vor ihnen aus Angst vor einem erneuten Abwurf, ob gerechtfertigt oder nicht? Eher nicht. Russland und China sind davon nicht beeindruckt, im Gegenteil. Selbst Atommächte, halten sie zumindest in dieser Hinsicht etwas die Macht im Gleichgewicht. Was natürlich nach hinten los gehen könnte – und die Menschheit an den Rand der Ausrottung. Dass Amerika darin keine Skrupel kennt, wissen wir auch nach 70 Jahren noch. Die Erinnerung an Kriegsverbrechen bleibt immer, auch an die der sogenannten "guten Seite".

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9 KOMMENTARE

  1. Die vielen Atombomben-Versuche danach haben wahrscheinlich Millionen von Menschen weltweit krank gemacht und früher sterben lassen. Dafür sollte man viele „Stolpersteine“ in Amerika und anderswo herrichten.

  2. Die Amerikaner hätten per Flugblätter ankündigen können, dass sie eine neue Waffe 10 km vor der Küste Japans über dem Meer zünden.
    Wenn danach Japan nicht kapituliert, fallen die nächsten beiden Bomben in der Nähe des Kaiserpalastes.

    Viele Grüße
    H. J. Weber

  3. Japan war ohnehin bereits am Ende und hätte auch ohne Völkermord kapituliert. Aber die Jünger Satans mussten doch noch unbedingt die in Deutschland gestohlenen A – Bomben ausprobieren, da war die Gelegenheit einfach zu günstig ! Nichts anderes war von „Satans ureigenem Land“ zu erwarten !

  4. Terrorstaat USA

    Seit den Atombombenabwürfen  über Japan und ebenso nach den Bombardierungen Dresdens und anderer deutscher Städte kurz vor Kriegsende funktioniert der Terror der USA und des steuernden kleinen Terrorstaates wirklich hervorragend. Schutz vor den USA bietet nur der Besitz von Atombomben und die Zweitschlagsfähigkeit die groß genug ist, auch den Angreifer in die Steinzeit zu bomben. Alle anderen Staaten sind dem Terror der „Demokratiebringer“ ausgeliefert. Vielleicht könnte ein Aufstand der verarmten Bürger und des Militärs der USA das Problem lösen.

    Amiland ist ohne den Militär-Terror eben nicht mehr aus eigener Kraft überlebensfähig. Nur aufgrund der militärischen Stärke und des darauf beruhenden Terrors sind die Menschen der Welt noch bereit für bunt bedrucktes Papier, den Dollar,  zu arbeiten und sich ausbeuten zu lassen.

    Aber kein Baum erreicht den Himmel.

  5. Die Schmierfinken von „Die Welt“ haben ihre eigene These aufgestellt, nach der die Bomben notwendig waren. Kriegstreiber und Verbrecher, die diese sind. Bloß gut, dass die Leser in ihren Kommentaren den Autor gehörig abstrafen.

    Mit den Worten „Es war grausam, aber richtig,…“ werden die Kriegsverbrechen der USA heutzutage beschönigt. Mit der gleichen Argumentation könnte man auch die NS-Verbrecher im Nachgang von ihrer Schuld reinwaschen….

  6. Im Musuem lief damals ein Band ab :
    Auf der japanischen Seite wurden Kinder von der Mutter geweckt, auf der anderen Seite erhielt ein Pilot den Befehl zum Start. Die Kinder wurden von der Mutter verabschiedet , der Pilot schmiß die Bombe ab .
    Ein Paar hat sich verabschiedet und wurde in Umarmung eingeschmolzen .
    Mich beschlich einfach nur ein mulmiges Gefühl, als ich dort stand .

  7. und nicht zu vergessen, daß es den usa gelungen ist, japan in einen krieg zu treiben , genauso wie deutschland.

    wie sonst soll man worte von churchill verstehen: "endlich haben wir deutschland da wo wir es haben wollten"

    ngo s gab es damals schon,und sie haben in polen gut agiert,und die , die die agitatoren in polen waren haben ihren arsch als exilregierung schnell noch nach london geschafft, und ihr volk bluten lassen , wohl wissend das die keine chance haben gegen ein besser gerüstetes deutschland zu bestehen.

    auf der andren seite des atlantiks haben die amis japan auch dazu gezwungen krieg zu führen, weil es ihnen nicht passte das japan eine führungsrolle in asien beansprucht hat.

    und als denkresultat kann man als fazit nur ausgeben: denen war es damals egal das millionen ins gras beissen, obwohl die erinnerungen an den ersten weltkrieg noch frisch waren.was soll die heute noch jucken, wo der 2. schon seit 70 jahren vorbei ist.die zündeln doch schon wieder um ihre hegemonie in alle teile der welt tragen.

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