Forderungen des UNHCR: Wirtschaftsflüchtlinge sollen rascher abgeschoben werden

Keine rechtsextreme Partei oder "wildgewordenen Nazis" in den Sozialen Medien, sondern der für Europa zuständige Direktor des UNHCR persönlich, fordert die europäischen Staaten auf, Wirtschaftsflüchtlinge konsequent und rasch rückzuführen. Damit könne man genug Kapazität für die wirklich Schutzbedürftigten freimachen.

Von Andre Eric Keller

Diese Forderung des UNHCR-Direktors kommt wie aus dem heiteren Himmel. Und tatsächlich könnte sie eine Lösung sein. Es darf hier wirklich keine Tabus geben, alles soll diskutiert werden. Europas Politiker wissen weder ein noch aus und agieren langsam, behäbig und ohnmächtig. Da kommt so eine Ansage genau zur rechten Zeit, welche Viele in ihrer Ansicht bekräfitgt aber auch Manche verstört. Laut Vincent Cochetel werden nur 40 Prozent aller Wirtschaftsflüchtlinge ausgewiesen, hier müsse die EU noch konsequenter vorgehen. "Es wichtig in die Länder zu gehen und dort müsse den Menschen klar gemacht werden, dass Wirtschaftsflüchtlinge kein Asyl erhalten", erläuterte Cochetel. 

Sicher geht auch ein Raunen durch die Medien und die linken Parteien. Denn wie kann Cochetel nur zwischen Kriegsflüchtlingen und Wirtschaftsflüchtlingen unterscheiden? Zumindest ist er zuständig für Menschen die aufgrund von Verfolgung oder Krieg ihre Heimat verlassen müssen. Cochetel meint, dass die Bevölkerung dann mehr Verständnis für die wirklich Schutzbedürftigen aufbringen würde, wenn nur den Kriegsflüchtlingen Asyl gewährt würde. Wie das die Regierungen aufnehmen werden ist zur Stunde noch nicht gewiss. Gehandelt werden muss aber bald, denn der Herbst naht und eine Unterbringung etwa in Zelten wird dann nicht mehr möglich sein. Eine klare Linie muss gefunden werden. Die Chance, dass genügend Quartiere zur Verfügung stehen, würde auch viel größer sein wenn man hier entsprechend selektiert.

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Auch wenn es hart klingen mag: Es wird niemals möglich sein, alle Arten von Flüchtlingen ordnungsgemäß zu verorgen und unterzubringen. Denn von Flüchtlingslagern wie im Nahen Osten wollen wir doch Abstand nehmen. Das wollen die Flüchtlinge selbst nicht und auch nicht die hiesige Bevölkerung. Nebenbei sollten sich die Regierungen durch die Bevölkerung helfen lassen. Ein Vermittler muss her, der freie Quartiere, die von der Zivilgesellschaft gestellt werden, in die Flüchtlingsbetreuung aufgenommen werden. Es ist ja nicht so, dass es nur Ablehnung gibt, sondern es besteht allgemein eine sehr hohe Hilfsbereitschaft. Jeder kann und soll helfen im Rahmen seiner Möglichkeiten, aber es sollte auch akzeptiert werden, dass es Teile in der Bevölkerung gibt, die mit manchen der Maßnahmen nicht einverstanden sind. 

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6 Kommentare

  1. Und wenn man die Deutschen abschiebt? [bis auf die grünen natürlich: jemand muss ja schieben]

    Dann haben doch alle Ausländer genügend Platz im Land.

    ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

    Gesetzestreue ist das Alibi für Dumme dafür, dass sie arm sind

  2. “Wirtschaftsflüchtlinge sollen rascher abgeschoben werden”

    Tja, der Herr hat eine grosse Klappe auf seinem Bürostuhl. Statt die europäischen Staaten aufzufordern, Wirtschaftsflüchtlinge konsequent und rasch rückzuführen, wäre es seine Aufgabe, der Obama/Merkel & Co. klipp und klar zu sagen, dass sie mit ihrer hinterhältigen Destruktionspolitik in Europa Schluss machen sollten.

    “Die USA stecken hinter der unglaublichen Flut an Asylanten, die zur Zeit über Europa hereingebricht. Amerikanische Organisationen bezahlen die Schlepper, die die Boote beschaffen und die Massentransporte nach Europa organisieren. Es geht darum, aus Europa ein brodelnden Unruheherd und einen Hexenkessel zu machen. Genau, wie aus der Ukraine. Das alles dient den Interessen der USA, und hilft, den Boden für einen Krieg in ganz Europa zu bereiten.”

    “In den westeuropäischen Ländern ist ein “Maidan” nicht zu machen. Aber durch das gewaltsame Fluten mit Asylsuchenden kann man auch schnell und gezielt die Infrastruktur eines ganzen Kontinents zum Zusammenbruch bringen. Dabei ist Verlaß auf die aufgeregten Gutmenschen, die jeden als bösen Nazi niederplärren, der vernünftigerweise davor warnt, daß hier in kürzester Zeit der blanke Horror ausbrechen wird.”

    “Der Amerikaner und seine Verbündeten stehen stellenweise nur noch 6 Kilometer mit tausenden von schweren Panzern vor unserer russischen Grenze von den baltischen Staaten über Polen bis runter zur Ukraine – Krim. René, glaube mir! Wir stehen vor einer gigantischen Katastrophe ! Dem III Weltkrieg der jede Minute hereinbrechen kann. Wenn ihr Westeuropäer jetzt nicht handelt, dann wird es unser gemeinsamer Untergang sein”!

    Die USA bezahlen die Schlepperbanden für die Asylanten nach Europa!
    http://quer-denken.tv/index.php/1605-die-usa-bezahlen-die-schlepperbanden-fuer-die-asylanten-nach-Europa

  3. Typisch Verschwörungsideologen und ihr Umgang mit Informationen. Nach Recherchen ergibt sich so eine Äußerung des Direktors von UHCR im Netz nicht. Zudem, um das zu verschleiern, sind keine Quellen angegeben. Die Zitate sind in einen anderen Kontext gebracht. Contra Magazin = Lügenpresse!

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