Erneute Anschlagsserie im Irak: Blutvergießen in Bagdad

Erneut sterben dutzende Menschen in Bagdad. Bisher unbekannte Täter zündeten am vergangenen Samstag in und um die irakische Hauptstadt Sprengsätze. 22 Menschen starben, viele Weitere wurden verletzt.

Vom Thomas Schmied

Wieder einmal traf es das schiitische Viertel am schwersten. Eine Autobombe detonierte auf einem Parkplatz im Stadtbezirk Sadr City. Nach offiziellen Angaben kamen dabei mindestens 13 Menschen ums Leben. Die Zahl der Verletzten liegt bei mehr als 50. Der betroffene Habibija-Markt war schon öfter das Ziel von Bombenanschlägen, es ist ein Markt für gebrauchte Autos. An anderer Stelle detonierte ein Sprengsatz nahe einer Autowerkstatt in Taji im Norden der Stadt. Dort starben, laut Angaben der örtlichen Sicherheitskräfte, zwei Menschen.

Es kam zu weiteren Explosionen: in Einkaufsstraßen und auf Märkten in den Bezirken Dschisr Dijala, Madaen und Iskan. Hierbei starben sieben Menschen, mindestens 33 Weitere erlitten Verletzungen.

Die Suche nach dem Verantwortlichen

Erst am vergangenen Donnerstag wurden bei einem Autobombenanschlag auf einem Markt in Bagdad über 70 Menschen getötet, mehr als 200 verletzt. Ein mit Sprengstoff beladener Kühllaster wurde im Schiiten-Bezirk Sadr zur Explosion gebracht. Dieser Akt des Terrors zählt zu einem der schlimmsten Anschläge des vergangenen Jahrzehnts.

Die sunnitische Extremistenmiliz "Islamischer Staat" (IS) bekannte sich zu der Bluttat. Zu der Anschlagsserie vom Samstag jedoch bekannte sich bisher niemand. Seit einer großen Offensive im Juni 2014 kontrollieren die IS-Dschihadisten weite Teile des Iraks und verüben immer wieder schwere Anschläge. Nur allzu oft ist die schiitische Mehrheit das Ziel, die der IS als "ketzerisch" betrachtet.

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