Ein Blick auf die globalen Märkte zeigt uns deutlich auf, dass ein neuer globaler Crash nur noch eine Frage der Zeit ist. Die wichtigsten Anzeichen dafür finden sich in den aktuellen Zahlen und Entwicklungen. Die Dot-Com-Blase und die Lehman-Pleite werden dagegen nur Peanuts sein.

Von Marco Maier

In China machen sich erste Ermüdungserscheinungen breit. Die Börsen weisen eine massive "Korrektur" nach unten auf und das Wirtschaftswachstum lahmt. Peking korrigiert auch diese Zahlen – die nicht weniger aufgeblasen sind als jene der USA – stetig nach unten. Damit zieht die "Werkbank der Welt" jedoch auch andere Volkswirtschaften mit in den Keller.

Jedes Prozent Wachstum weniger in China kostet den wichtigsten Handelspartnern über den Daumen gepeilt wohl so 0,2 bis 0,3 Prozent an Wachstum. Angesichts der ohnehin schon schwachen Zahlen – insbesondere in Europe und den USA – ist das kein gutes Zeichen. Da nützen auch die Maßnahmen der chinesischen Zentralbank nicht viel.

China-economic-growth-GDP-chart

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Die Rohstoffmärkte verzeichnen Tiefststände. Es reicht ein Blick auf den wichtigsten globalen Rohstoffindex – den "Bloomberg commodity index" – der einen umfassenden  Einblick auf die globale Situation von Angebot und Nachfrage ermöglicht. So umfasst dieser Index die Preise der wichtigsten 22 Rohstoffe, was einen informativen Einblick in die derzeitige Lage gewährt.

So zeigte sich zwar nach dem großen Crash 2008 wieder eine drei Jahre andauernde Erholung der Preise, doch seitdem geht es nur noch bergab. Inzwischen liegen die Preise im Schnitt wieder auf dem Niveau zu Beginn des 21. Jahrhunderts. Eisenerz, besonders für die chinesischen Stahlwerke interessant, fiel auf einen Preis von 56 Dollar je Tonne, nachdem dieser noch im vergangenen Jahr bei 140 Dollar lag. Es ist einfach nicht mehr genug Nachfrage da.

Der Ölpreis liegt nach seinem Absturz im vergangenen Jahr nun auf einem sehr niedrigen Niveau von rund 50 Dollar ja Barrel. Angesichts des großen Angebots und der schwachen Nachfrage ist auch hier keine Besserung in Sicht, was immer mehr Ölproduzierende Länder in Schwierigkeiten bringt.

Bloomberg-commodity-index-chart

Es kommt zu ersten Erschütterungen auf den Kreditmärkten. Das viele Geld der globalen Geldschwemme ist derzeit zwar billig zu haben, doch die Investitionen in Risikokapital mit höheren Renditemöglichkeiten fordern auch ihren Tribut. Die ganzen Investitionen in den Rohstoffsektor – insbesondere in die Fracking-Industrie und den Metallsektor – avancieren zunehmend zu Junk. Dementsprechend kollabieren auch die Anleihenpreise: wer kann, versucht sie abzustoßen.

Die wachsende Angst der Banken vor einem Fall der Dominosteine lässt auch die Zinssätze steigen, die für die Kreditvergabe innerhalb des Bankensektors verlangt werden. Auch wenn die "London Interbank Offered Rate" (LIBOR) seit April 2014 "nur" von 0,52 auf inzwischen 0,59 Prozent gestiegen ist, so entspricht dies doch einem Anstieg um 13,5 Prozent. Die Banken trauen untereinander nicht mehr, weil sie selbst wissen, wie tief sie im Sumpf stecken.

London-Interbank-Offered-Rate-LIBOR-rate-chart

Dies führt uns zu der rekordverdächtigen Hausse an der Börse. Seit nunmehr 77 Monaten kennt beispielsweise der britische Index FTSE beinahe nur noch eine Bewegung: nach oben. Ähnlich sieht es bei den anderen wichtigen Leitbörsen in den USA und Europa aus.

Doch wenn die Kettenreaktion via Rohstofffirmen, Banken und Versicherungen erst einmal loslegt, wird es kein Halten mehr geben. Allein schon die ganzen Computer-automatisierten Stopp-Loss-Orders werden dazu führen, dass die Abwärtsbewegung lange Zeit keine Grenzen kennen wird.

FTSE-10-past-25-years

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16 KOMMENTARE

  1. Die Basis auf dem der Dollar sich bewegt liegt bei ca. 200 Billionen weltweit, der Anteil des Handels den die Chinesen und Russen ohne Dollar betreiben, liegt lediglich bei ungefähr 5 – 7 %. Die FED kann das Spiel noch eine ganze Weile so spielen und mit großeer Wahrscheinlichkeit wird der Crash erst durch einen Krieg ausgelöst werden. Da die Russen und Chinesen militärisch noch nicht soweit sind, wird es vermutlich erst 2023+ geschehen, man hat also noch ein wenig Zeit sich vorzubereiten. Nach einem atomaren Schlag der die Militäreinheiten und nicht die Infrastruktur zerstören soll, wird die US-Regierung mindestens ein halbes Jahr benötigen, bevor sie die Oberhand im eigenen Land wieder gewinnen kann. Der Crash soll diesem Krieg zugeschrieben werden, denn letztendlich will man weiterhin die NWO (repräsentiert durch die UN) ausrufen und das kann nicht gelingen, wenn man den Kollaps ihnen zuschreiben kann. Wir werden bis zu diesem Zeitpunkt einen weiteren Niedergang und mit Sicherheit auch einige Rückschläge an den Märkten erleben, aber der Crash auf den alle warten, der kommt erst in einer Dekade (8 – 10 Jahre).

        • @Greenhoop

           

          Sieh dir Martin Amstrongs Prognose an. Hatte bis jetzt auch immer Recht.

          Krieg wird erst später kommen aber Globale Rezession & Crash früher.

           

          Remember Remember the first of October…

          • Armstrong hat von einer „Trendumkehr“ gesprochen, auch einer Wirtschaftskrise, aber nicht vom Crash. Die Crash Vorhersagen kann man jedes Jahr erneut sehen, mit copy & paste einfach das Jahr geändert und schon ist der Bericht fertig.

            Ich glaube auch an Verwerfungen und Veränderungen, das alles sehen wir ja tagtäglich, also Siechtum und Elend, aber erst ein Krieg wird es final auslösen – das hingegen dauert noch.

    • Günter

      In der bunten Besatzungszone BRDGmbH interessiert die Damen und Herren da oben eine Petition reichlich wenig.Gesetzte scheren die nicht mehr .die machen was sie wollen..

      Wer noch glaubt das wir in Deutschland in einer Demokratie leben wird wohl bald eines besseren belehrt werden.

  2. DIE BUNTE ZIONISTISCHE BESATZER-BRD WIRD BEIM ANSTEHENDEN FINANZCRASH IN EINEM RIESIGEN TALMUDISCHEN HÖLLENFEUER UNTERGEHEN, WIE DIE GANZE WELT.
    IN DER OFFENBARUNG WIRD DIES ANGEKÜNDIGT!!

  3. Ja,ja!
    Der Crash kommt!
    Der Chrash kommt,ende des Jahres,garantiert!
    Das höre und lese ich nun schon 40 jahre!!!

  4. „Angesichts der ohnehin schon schwachen Zahlen – insbesondere in Europe und den USA – ist das kein gutes Zeichen.“

    Schwachsinn!

    Wenn in so einer Zeit einer der wichtigsten Handelspartner der EU – Russland – mit hingeschissenen Gründen vor die Tür gesetzt wird, kann die Lage nicht schlimm sein.

    Und wenn sie schlimm ist – oder wird – dann trifft es genau die richtigen: Nämlich UNS!

    Ich habe kein Mitleid für so einen Zirkus. Um einen Menschen tut es mir jedoch leid, und das bin ich

  5. SEhr guter Artikel, gut zusammengefasst. Ergänzend kommt hinzu, dass sich der Kongress im Oktober entscheiden muss, wie er den IRAN-Dael sieht. Daraus kann schnell Krieg und Crash werden. Siehe Artikel morgen.

  6. Ich glaube das die wirtschaftskrise (wenn sie eintreten würde) den Krieg zufolge hätte und der Krieg dann wiederum den Crash… (so ähnlich wied du).

    Das Amstrong das jedes jahr sagt/schreibt kann sein (ich weiß es nicht da ich früher nichts von ihm wusste erst seit ca 1 monat).

    Denkst du das die Krise anfang Oktober nun wirchlich beginnt?

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