Die Zentralbanken versagen – Es ist egal, welche Blase zuerst platzt

Mit ihrer Geldpolitik sind die Zentralbanken gescheitert. Anstatt die Lage zu verbessern, haben sie neue und gewaltige Risiken geschaffen. Die Dominosteine beginnen langsam zu fallen.

Von Marco Maier

Mit einer beispiellosen globalen Geldschwemme und extrem niedrigen Zinsen wollten die Zentralbanken auf die Auswirkungen der letzten Finanzkrise einwirken. Doch damit verstärkten sie nur den ohnehin latenten Effekt, wonach das auf Schulden basierende Wachstumsmodell immer instabiler wird und schlussendlich wie ein Kartenhaus zusammenbricht.

Der Boom an den Finanzmärkten spiegelt nämlich in keinster Weise die Entwicklungen in der Realwirtschaft wider. Wenn das Volumen des Finanzkapitals schneller wächst als die reale Wirtschaft, müssen nämlich zwangsläufig auch die Renditen sinken, da dieses Geld nur zu einem Bruchteil wieder in die Realwirtschaft zurückfließt. Doch die „Märkte“ gieren nach lukrativen Renditen, so dass die Schulden weltweit wachsen und der Realwirtschaft die Luft zum atmen fehlt.

William White, Ex-Chefvolkswirt der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ), die auch als „Zentralbank der Zentralbanken“ bezeichnet wird, drückt dies so aus: „Die niedrigen Zinsen lenken das Kapital in die falschen Investments. Die Spekulationsblasen sind so gewaltig, dass es beinahe schon egal ist, welche zuerst platzt.“

Und er hat damit völlig recht. Wo man auch hinsieht, findet man fast nur noch Finanzblasen. So sind auch die derzeit weltweit fallenden Börsenkurse nur ein Symptom der Krankheit, welche die Welt befallen hat: Finanzkapitalismus. Denn die vernetzte, globalisierte Welt stellt inzwischen ein System aus Dominosteinen dar, in der Kettenreaktionen unvermeidlich sind. Selbst der Bankrott des kleinen Griechenlands wäre in diesem System verheerend, auch wenn dessen Schulden Dank der Pseudo-Rettungspolitik der EU-Politiker inzwischen weitestgehend in öffentlicher Hand liegen.

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Über kurz oder lang wird dieses System crashen. Doch so lernresistent wie die Menschen nun einmal sind – immerhin zocken beispielsweise die Banken wieder wie vor der Lehman-Pleite – werden sie danach so weitermachen wie bisher. Und auch die Zentralbanken werden wohl in Zukunft die selben Fehler machen, denn was zuvor schon dauernd versagte, muss ja irgendwann einmal klappen, oder?

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10 Kommentare

  1. Zum Schlusssatz: es sind keine Fehler, welche hier gemacht werden. Es ist ein Plan, der abläuft. Ein Plan, der wunderbar funktioniert. Die NWO ist auf Kurs und wird schon bald vollendet. Der gewünschte „Nebeneffekt“ der Geldschwemme ist, dass alle möglichst hoch verschuldet sind. Mission accomplished: die Schulden sind weltweit um ca. 50 % gestiegen seit der Krise 2008. Von Staaten, Menschen und Firmen ausserhalb des Netzwerks. Die Zentralbanken haben Geld erschaffen und damit Kredite gewährt, welche nicht zurück gezahlt werden können und sollen.
    Damit kontrollieren (besitzen) sie die Schuldner vollständig, siehe Griechenland. Das griechische Staatseigentum wechselt den Besitzer, damit mit dem Erlös Kredite (bestehend aus Fiat-Money von der EZB), Zinsen und Zinseszinsen getilgt werden können. Und selbst dann werden die Kredite immer noch zu hoch sein, als dass sie jemals zurückgezahlt werden können. Die Schulden Griechenlands liegen bei über 400 Mia, die Erlöse sollen etwa 50 Mia. bringen.Wenn das Staatseigentum verkauft ist und keine Einnahmen mehr generiert, und gleichzeitig immer noch unbedienbare Kredite im Raum stehen, ist dem Land jede Zukunft genommen.
    In den USA sind seit QE alle (!) hypobelasteten Gebäude teilweise oder grösstenteils im Besitze der FED. Dank Geld, welches per Knopfdruck erschaffen wurde und auch wieder per Knopfdruck gelöscht wird, sobald die Immobilie infolge der Zahlungs-Unfähigkeit des Kreditnehmers die Hand gewechselt hat.
    Das nenne ich einen perfekten Raubzug, und er hat erst angefangen. Und nur um es klarzustellen: es geht denen nicht in erster Linie darum, dass sie alles haben wollen. Es geht darum, dass wir nichts haben sollen. Dann gehören wir denen.
    Sobald die alles haben und wir nichts mehr, ist die Zeit reif für die NWO.

    1. Also ich muss wirklich sagen, dass das die wahrsten Worte sind die ich seid langem gehört habe, aber die breite Masse nicht hören will, weil sie denken, dass das Laufen im Hamsterrad bis zur Rente normal sei.

      Viele Grüße aus Essen und Danke für diesen tollen Kommentar

    2. Dann sind wir ja schon vier 😉

      Wahre Worte, Roger. Die Besitznahme ist dabei so umfassend und so perfide, dass es dem einen den Atem verschlägt und den anderen in schierem Unglauben zurücklässt, dass so etwas überhaupt möglich ist. Das erklärt auch, warum es so schwer zu begreifen ist. Es ist einfach so groß.

      Trotzdem oder gerade deswegen sollten wir die Hoffnung niemals aufgeben, dass alle (oder zumindest die meisten) erkennen, was hier eigentlich los ist. Das Vertrauen in die Politik schmilzt wie Eis im Sommer, der Krach mit den Medien ist bereits etabliert und schon gar nichts Neues mehr. Da ist der Weg nicht mehr weit, dass man erkennt, was hier gespielt wird. Dass uns alle belügen, die was zu bestimmen haben, setzt sich langsam durch, ebenso die Erkenntnis, dass mit dem aktuellen System kein Blumentopf mehr zu gewinnen ist.

      Lesen Sie mal die Kommentare der DWN, unter fast jedem Beitrag findet sich eine ganze Reihe Kommentatoren, die das Geschehen scharf analysieren und jeden Manipulationsversuch sofort entlarven, sehr zur Erweiterung des eigenen Horizonts und zur Gewinnung weiterer Sichtweisen geeignet.

      Die Sache mit der NWO steht kurz vor ihrem Showdown, und es kommt auf uns alle an, wie er verläuft und wie es danach weitergeht.

      Deswegen: Niemals aufgeben.

    3. Irrtum, wir sind schon 5.
      Solange es noch Privatvermögen gibt, ist noch etwas abzugreifen ! Erst wenn der letzte Dollar oder was auch immer einkassiert wurde, sind alle “ Truppen “ in Stellung gebracht. und dann geht’s es rund !

  2. Gier frisst Hirn….
    Aus naturgesetzlichen Gruenden, muss jedes Zinseszins Schuldgeld System zusammen brechen.
    Die € Kreditschoepfung basiert ohne Gegenwert,also LUFTGELD!
    Welche kriminelle Energie realisiert die Tatsache,dass Nullen im Computer als Hilfspakete verkauft, dem Empfänger als reale Schuld auferlegt..
    Plünderung von Volkswirtschaften, privaten Unternehmen….
    Raub, dass politisch legalisierte Geschäftsmodell,basierend auf Nullen im Computer,
    ja gehts geistig noch ?????

  3. Richtig ist: „Mit ihrer Geldpolitik sind die Zentralbanken gescheitert.“

    Richtig ist auch: „Die niedrigen Zinsen lenken das Kapital in die falschen Investments. Die Spekulationsblasen sind so gewaltig, dass es beinahe schon egal ist, welche zuerst platzt.“

    Nur mit (Finanz-)Kapitalismus hat das nichts zu tun! Es ist Planwirtschaft, die von den Zentralbanken – vom Staat gegründete Einrichtungen – betrieben wird. Zentralbanken sind es, die sowohl die Menge an Geld, wie den Preis (Zins) für Geld diktatorisch festlegen. Sie sind ein Fremdkörper im Kapitalismus, der wie ein Krebsgeschwür die freie Marktwirtschaft (Kapitalismus) zerstört.

    An einer Zentralbank hätte Marx seine Freude gehabt, denn eine solche Institution ermöglicht eine planwirtschaftliche Steuerung der Wirtschaft im großen Stil. Nicht der Kapitalismus ist es, der tötet, wie Papst Franziskus meint, es ist der totale Staat.

    Eine Zentralbank hat die Möglichkeit, grenzenlos Papiergeld zu drucken. Sie nimmt die Funktion des „Lender of last resort“ wahr und schafft somit Anreize, die jeder marktwirtschaftlichen Logik widersprechen, denn Dank der Zentralbank können Geschäftsbanken Gewinne privatisieren und Verluste sozialisieren. Die marktwirtschaftlichen Prinzipien von Gewinn und Verlust sowie der Eigenverantwortung werden somit ausgehöhlt, weil große Banken „too big to fail“ sind und sie im Notfall gerettet werden.

    „Wir haben seit fast 100 Jahren ein sozialistisches, staatsmonopolistisches und marktfremdes Geld, das den Blutkreislauf des Kapitalismus sukzessive vergiftet und in dessen Zusammenbruch führen muss. Doch die Ökonomen verstehen nicht nur nichts mehr vom Geld (nach wie vor ist das einzig herausragende und von kaum einem Ökonomen gelesene Werk der Geldtheorie das Buch von Ludwig von Mises ‚Theorie des Geldes und der Umlaufsmittel‘). Eine der ganz wenigen Ausnahmen in Deutschland ist Thorsten Polleit, Professor an der Frankfurter Hochschule für Finanzen und Management. Von ihm stammen die Sätze: ‚Die Manipulation der Zinssätze ist das Rezept für Desaster‘ – und: ‚Die Ursache der internationalen Kreditkrise hat einen Namen, nämlich das staatsgelenkte Papiergeld-Regime‘.“ ​(http://www.roland-baader.de/inflation-der-papierene-selbstmord/#more-431 )

    Die Zentralbanken sind die Ursache für sehr viele Probleme. Sie gehören abgeschafft.

  4. Sie sollen versagen, obwohl sie das nie sagen würden, denn es geht um dem Raub der Welt durch die Eigentümer dieser privaten Zentralbanken, die alle nur staatlich wirken aber nicht sind, und Geld ist nur ein Mittel. Über allem steht das Eigentum, und das klauen sich die Eigentümer der Zentralbanken seit mehr als 100 Jahren.

    Das Schema zur Unterwerfung und Ausrottung weiter Teile der Menschheit:

    1. gesamte Welt mit Privatgeld (Weltgeldbetrug) verschulden und anschließend

    2. gesamte Welt überschulden, d. h. Kredite fällig stellen (in dieser Phase sind wir seit geraumer Zeit weltweit; Zypern, Griechenland sind die Anfänge, die Welt soll zwischen 2014 und 2018 komplett übernommen werden)

    3. Sicherheiten der gesamten Welt (d. h. also die gesamte Welt) einfordern

    4. gesamte Menschheit versklaven, da Eigentum höchstes Gut und das Machtmittel schlechthin; kein Eigentum, keine wirkliche Macht

    5. „überflüssige“ Sklaven mehr oder weniger schnell töten mit Chemtrails, (Zwangs-)Impfungen, GMO-Nahrungsmittelgiftmüll, der totalen radioaktiven, genetischen, atomaren Verseuchung des gesamten Planeten, vergiftetem Wasser (Fracking …), sog. Therapien (Krebs …) ohne dabei auf Gewinne zu verzichten.

    http://goo.gl/Fwu3Tb

    1. @TC

      Man kann eine Institution,wie die FED, dern Vorstände vom Präsidenten der USA eingesetzt werden, dessen Ausfsichtsrat der US-Kongress ist und dessen sämtlichen Gewinne beim Staat abgegeben werden müssen doch nicht privat nennen.

      Der Raub der Welt, von den Du sprichst, findet von unersättlichen Politikern (dem Staat) statt!

      Zwang geht vom Staat, nicht von privaten Organisationen aus.

      Alle Staaten sind durch einen Gewaltakt entstanden und können nur duch Anwendung von Gewalt überleben.

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