China: Die Yuan-Bombe explodiert

Wirtschaftliche Probleme und der sich abzeichnende Börsencrash sind nur zwei Punkte, die zum heutigen Schritt Chinas führten. Mit der Liberalisierung des Yuan-Wechselkurses beginnt eine neue Ära.

Von Marco Maier

Die Meldung der People's Bank of China, in der die "Verbesserung der Kurssetzung des Mittelkurses gegenüber dem US-Dollar" angekündigt wurde, führte zu einer Schockwelle an den internationalen Finanzmärkten. Denn damit ging eine Abwertung der chinesischen Währung einher, wie es sie seit 1994 nicht mehr gab.

Ziel der chinesischen Zentralbank ist es, mit der Freigabe der Landeswährung die exportlastige Wirtschaft wieder anzukurbeln, denn die ökonomische Lage der Volksrepublik ist derzeit so angespannt wie schon lange nicht mehr. Die Binnenkonjunktur lahmt und die Exporte der "Werkbank der Welt" brechen ein. Umso wichtiger war es für die obersten Währungshüter, entsprechende Gegenmaßnahmen zu verabschieden.

Durch diesen Schritt geraten jedoch insbesondere die USA, Japan und die EU unter Zugzwang. Obwohl sie alle wissen, dass der Abwertungswettlauf schlussendlich ein höchst gefährliches Spiel ist, sind sie alle mit dabei. Denn zu abhängig wurden all diese Volkswirtschaften von den Exporten, während die Binnenwirtschaft sträflich vernachlässigt wurde. Doch im Spiel um globale Marktanteile kann nicht jeder gewinnen.

Peking lässt es dennoch nicht unversucht. Wachsen die wirtschaftlichen Probleme, wird es unter Umständen auch für die kommunistische Führung des Landes ungemütlich. Umso wichtiger ist es für die Führung des Reichs der Mitte, dass die Wirtschaft wieder in Gang kommt. Wie hoch der Preis dafür auch sein wird. Will Peking dem Beispiel Tokios folgen, müsste der Yuan gegenüber dem Dollar binnen der nächsten 2-3 Jahre um rund 50 Prozent abwerten. Mit massiven Auswirkungen auf die Weltmärkte.

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2 Kommentare

  1. Leerverkäufe, d.h. Verkäufe von Nichts sind der Grund, genauso wie bei den Rohstoffen. Der Westen hat nichts, tricks nur noch und versucht eine auf dicke Hose zu machen.

  2. Die Abwertung des Euro und Aufwertung des Dollar geschah im Kalkül, mittels wertloser Dollars die Welt aufzukaufen
    Jeder Dollar-Debitor wird damit in die mangel genommen und vilele Konkursfälle resultieren daraus, dass der ehhemals billige Dollar, plötzlich durch Diktat, um 30% teurer geworden ist. In Konkurrenz zum Renmimbi hat nun bei schwächelnder Wirtschaft auch China gering seine Währung abgewertet, damit mehr Export möglich wird.
    Dies wird auch Wallstreet nicht erspart bleiben, sollte nicht Amerikas Wirtschaft zurück fallen.
    Wer heute Dollars besitzt sollte damit wertbeständiges erwerben!

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