BlackRock: Der gefährliche Finanzriese

Ganze 4,7 Billionen Dollar verwaltet der Finanzriese BlackRock. Der Einfluss des Vermögensverwalters auf Politik und Wirtschaft ist größer als jener der Investmentbank Goldman Sachs, die sonst im Fokus der Kritik steht.

Von Marco Maier

Es sind vor allem diverse Pensionskassen und Staatsfonds, die dem Vermögensverwalter BlackRock ihre Milliarden anvertrauen – und dem Finanzriesen damit eine unheimliche Macht verleihen. Denn die Experten des Konzerns sind so gefragt, dass sogar die Fed und die EZB sie bei diversen Vorhaben zu Rate ziehen. Auch die griechische Zentralbank bat den Konzern darum, die dortigen Banken zu überprüfen.

Die Manager des Finanzkonzerns beteuern immer wieder, dass sie lediglich Vermögensverwalter seien, nicht die Eigentümer dieser gewaltigen Summen, doch diese gewaltige Menge an Geld führt dazu, dass sie die Märkte nach ihrem Gutdünken lenken können. Denn es gibt kaum einen Teil des Finanzmarkts, in dem das Unternehmen nicht tätig wäre.

Auch die DAX-Unternehmen stehen im Visier von BlackRock. So ist der Vermögensverwalter Mehrheitsaktionär bei BMW, Daimler, Eon, Bayer, BASF und SAP. An vielen weiteren deutschen Unternehmen hält der Konzern kleinere Anteile. Selbst einige österreichische Unternehmen sind Teil des BlackRock-Portfolios. Diese Finanzmacht führt dazu, dass die Konzernführung bei Bedarf ganze Länder destabilisieren kann.

In ihrem Buch "BlackRock: Eine heimliche Weltmacht greift nach unserem Geld" hat die Wirtschaftsjournalistin Heike Buchter versucht, das Finanzmonstrum anschaulich zu erklären und die großen Gefahren dieser Finanz- und Machtkonzentration darzulegen. Insbesondere zeigt es, wie sehr sich die Entscheidungen des Vermögensverwalters auf unser tägliches Leben auswirken.

Loading...
Teilen Sie diesen Artikel:
Lesen Sie auch:  Der Weg zum Autoritarismus ist mit Fiat-Währung gepflastert

Wir brauchen ihre Unterstützung!

Liebe Leser, wenn Sie keine Premiumartikel lesen möchten, aber uns dennoch unterstützen wollen, dann können sie das auch mit einer Spende auf unser Bankkonto tun. Fragen Sie per eMail: redaktion@contra-magazin.com nach den Bankdaten oder übersenden Sie einen Unterstützungsbeitrag einfach per Paypal. Danke für Ihre Hilfe!

Loading...

Ein Kommentar

  1. Europa steht vor einer neuen Epoche der Kolonialisierung: BlackRock ante portas, und keiner unternimmt etwas dagegen, ganz im Gegenteil, man rollt im den rosten Teppich aus.

    Und wem hat er das haupsächlich zu verdanken? Etwa dem Kapitalismus? Sozialisten werden es mal wieder nicht verstehen, es ist der Staat, denn durch die ständige Geldschöpfung durch die vom Staat installierten Zentralbanken und die vom Staat lizenzierte Teilreservehaltung der Geschäftsbanken, profitieren Finanzinvestoren wie BlackRock und ganz allgemein auch die Private-Equity-Branche enorm vom Boom an den Aktienmärkten und da der Staat auch noch durch seine Regulierung die Konkurrenz vom Markt verdrängt, denn auf Druck der Regulierungsbehörden mussten viele Großbanken ihr Geschäft als Finanzinvestoren schließen, bleibt für BlackRock & Co. noch mehr Geld vom Kuchen übrig.

    Nicht nur BlackRock profitiert, sondern auch Bleckstone steht besonders gut da. Im vergangenen Jahr sammelte der Fonds eine Milliarde Dollar neues Kapital von Investoren ein – pro Woche!!! Blackstone-Chef Stephen Schwarzman könnte im laufenden Jahr ein Gehalt von einer Milliarde Dollar (1.000.000.000 Dollar) erreichen, wie das Finanzmagazin “Crain’s” errechnet hat. Sein geschätztes Vermögen würde damit von 12,1 auf 13,1 Milliarden Dollar oder mehr steigen.

    Als Berater für ABS-Programm der EZB soll künftig der weltgrößte Vermögensverwalter BlackRock dienen. Ich kann gar nicht so viel essen, wie ich kotzen möchte, wenn ich das lese. Schließlich waren es diese US-Amerikaner von BlackRock & Co., die mittels ABS die ganze Welt (insbesondere die deutschen Landesbanken) an ihrer Immobilienblase teilhaben ließen und die Welt im Jahr 2008 an den Rand des Abgrunds brachten. Da zieht die EZB also die richtigen kriminellen Profis zu Rate. Dass Black Rock dadurch die Aussicht auf nahezu grenzenlose Gewinne dank Insiderhandel hat und so in einem massiven Interessenskonflikt steht, wen interessiert das schon? Offensichtlich interessiert es “Gottvater” Draghi nicht und der muss es ja wissen. Außerdem handelt es sich doch gewiss bei BlackRock um Ehrenmänner…

    Infolge des Versagens des Staates, ist der Finanzsektor heute völlig entartet. Nur mit Hilfe des Staates und seinen Institutionen kann Goldman Sachs, Blackrock und Blackstone die Gesellschaft bedrohen. Die Grundlagen des klassischen Liberalismus werden mit Füßen getreten. Auf Dauer gehen so nicht nur Wohlstand sondern vor allem auch Freiheit, Anstand und Moral verloren.

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.