Angebliche „Putin-Troll-Aussteigerin“ steht auf US-Gehaltslisten

Von TAZ über FAZ bis Spiegel berichtet der gesamte deutsche Mainstream teilweise im Wochenmodus über Ludmilla Sawtschuk, die Aussteigerin aus der vermeintlichen Sankt Petersburger „Troll-Fabrik“. Was jedoch nicht Eingang in die Berichterstattung fand: Die derzeitigen Aktivitäten Ludmillas werden von der NGO „Team 29“ finanziert, deren Geldgeber sind wiederum das Open Society Institute des US-Milliardärs George Soros sowie die halbstaatliche und als CIA-nah geltende US-Stiftung National Endowment for Democracy (NED).

Via RT Deutsch

Team 29 ist die direkte Nachfolgeorganisation der Freedom of Information Foundation. Diese „Menschenrechts-Stiftung“ wurde wiederum bis zu ihrer Schließung im Frühjahr 2015 finanziert von dem Who-is-Who westlicher Interventions-Stiftungen und NGOs: National Endowment for Democracy, Soros‘ Open Society Institute, Mac Arthur Foundation, USAID sowie dem European Instrument for Democracy & Human Rights (EIDHR).

Ein Großteil dieser Organisationen spielte zuvor eine zentrale Rolle im Kontext der Maidan-Unruhen, die schlussendlich zum institutionellen Putsch in der Ukraine im Februar 2014 führten.

Im Falle von Ludmilla Sawtschuk begleitete und finanzierte Team 29 den medial inszenierten Gerichtsprozess gegen ihren ehemaligen Arbeitgeber „International Research Agency“.

Unterstützt von Team 29 sowie dem prominenten Menschenrechtsanwalt Iwan Pawlow, hatte Ludmilla Sawtschuk im Mai 2014 Anzeige gegen die Firma erstattet, mit der Begründung diese hätte ihre Arbeitnehmerrechte verletzt, indem sie keinen normalen Arbeitsvertrag erhalten hätte und zudem immer in bar bezahlt worden sei. Zusätzlich hatte sie eine symbolische Entschädigung in Höhe von einem Rubel dafür verlangt, dass sie „Texte gegen ihre Überzeugung“ schreiben musste. Das Bezirksgericht in Sankt Petersburg hat nun zu ihren Gunsten entschieden und ihr den symbolischen Rubel für „Verletzung ihrer Moral“ zugesprochen.

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Auf ihrer Website verkündete Team 29 am 18. August, dem Tag der Gerichtsentscheidung:

„Wir haben die zweite Runde im Kampf gegen die ‚Fabrik-Trolle‘ vor dem Sankt Petersburger Bezirksgericht gewonnen. Der Vertreter der verklagten Seite, Internet Research, negierte weiterhin die Verletzung der Arbeitnehmerrechte, aber dieses Mal stand das Gericht auf unserer Seite.“

Zudem betonten sie in ihrer Erklärung weiter:

„Aber dies ist nicht das Ende. Wir werden jetzt die Herausgabe von internen Dokumenten der ‚Internet Research Agency‘ einfordern, um zum Beispiel herausfinden zu können, ob das Unternehmen überhaupt ordnungsgemäß Steuern zahlt.“

Die Kommentatoren der bürgerlichen Mainstream-Presse in der Bundesrepublik feierten diese Gerichtsentscheidung als „endgültigen Beweis“ für die Existenz der „putinischen Troll-Fabrik“. Dass sie dafür ihr zweites Lieblingsnarrativ, jenes der „kremlgesteuerten russischen Justiz“ aufgeben mussten, fiel ihnen wahrscheinlich gar nicht auf oder wurde stillschweigend in Kauf genommen.

Dass zudem die Erzählung über die „Sankt Petersburger Troll-Fabrik“ beinahe ausschließlich auf den Aussagen einer einzigen Person beruht, und dass, selbst wenn diese zutreffen würden, auch diese immer nur von Tätigkeiten in russischer Sprache berichtete, also für die These, dass „Horden von Putin-Trollen“, die deutsche Leser-Foren überfluten, auch eine Ludmilla keinen einzigen Anhaltspunkt liefert, wurde bisher von keinem einzigen deutschen „Qualitätsmedium“ kritisch hinterfragt.

Doch überrascht dies nicht wirklich, angesichts der Tatsache, dass sich ebenso kein einziges der selbstdeklarierten Qualitätsmedien anscheinend auch nur im Ansatz darum bemüht hat, die finanziellen Hintergründe von Team 29 zu recherchieren. Dies bestätigt nur die schon umfassend in der kritischen Öffentlichkeit lamentierte einseitige Berichterstattung zu Russland und zeigt zudem die Wirkmächtigkeit transatlantischer Netzwerke und die damit einhergehende Selbstzensur im deutschen Mainstream auf.

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4 Kommentare

  1. Top aktuell/

    US-Botschaft sucht Netz-Trolle/US-government search web-trolls

    Die Botschaft der Vereinigten Staaten von Amerika beabsichtigt einen Vertrag mit einem Basisjahr und vier Optionsjahren zu vergeben. Die Arbeiten beinhalten die Entwicklung von Kampagnen in den Sozialen Medien zu verschiedenen Themenbereichen sowie die Beobachtung externer Blogs und Plattformen sozialer Medien.

    The U.S. Government intends to issue a live year contract, one basic year plus four Option years. Included in the project is the creation of social media campaigns an different subjects and monitoring external blogs and social media platforms.

    Die Ausschreibungsunterlagen können von qualifizierten Anbietern bei folgender Person angefragt werden: / Responsible quoters can request solicitation documents from:

    Letzter Abgabetermin/Due date for quotation: 31. August 2015, 16:00

    Ulrike Birkemeyer
    Tel.: 030 – 8305 1513
    E-Mail: [email protected]

    https://drive.google.com/file/d/0B4xHZbr3vgOmbkVIbWhPYllNVE9taVBCSXcyZlJLN2NNN0hn/view?pli=1

  2. „Sawtschuk? „schuk“ sagt doch schon alles…..eine Kiever Wanze hehe^^ Oder wie war den das noch mit dem Nasenjukjuk aka Jatsenschuk? Bei denen „jukt“ es ueberall! Es wird zu einem temporæren Krieg kommen da beisst die Maus keinen Faden ab! Die Konzentration an Millitær der US-Nato vor Russlands Grenzen ist der Beweis! Aber nun auch China…..beides kønnen die zionistischen Bankster nicht mit ihrem Falschgeld finanzieren…das geht schief!!!!!!!!!!!!!! Aber es werden hunderttausende in diesem Krieg verrecken! Ukraine…das ist kein Staat…war es nie! Aber es ist der lebendige Beweis zu was die zionistische Mafia im Stande ist zu tun! Und auch wenn es viele hier nicht wahr haben wollen….bis zu den Killern…die Zivilisten im Donbass mit Mørsern und FLAG beschiessen ist es nur ein Katzensprung!!!!!!!!!!!!!

  3. Schade, dass man mich in der Sankt-Petersburger-Trollfabrik offenbar nicht brauchen konnte. Ich war im Sommer 2 Wochen dort und niemand hat mich angeworben. Dabei habe ich bis vor einem Jahr eine ruhmreiche Putinversteher-Trollgeschichte in der deutschen MSM hinter mir. Traurig, wenn Talente wie meins so verkannt werden.

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