Anschlag auf US-Basis in Afghanistan. Bild: Youtube

Wieder einmal erschütterten Anschläge das von der internationalen Staatengemeinschaft befreite Land Afghanistan. Nur wenig Zeit ist es her, seit die Bundeswehr diese Region verlassen hat. Die Bundeswehr, die die dortigen nationalen Sicherheitskräfte mit ausbildete. Anscheinend ohne Erfolg. Doch dahinter steckt mehr.

Von Marcel Grasnick

Afghanistan ist ein Land, das in der jüngeren Geschichte nie zur Ruhe kommen konnte. Fast durchgängig seit dem Ende des zweiten Weltkrieges fanden bewaffnete Auseinandersetzungen statt, ein Regime nach dem anderen versuchte sich zu etablieren. Immer wieder scheiterte es an den verschiedenen religiösen Auffassungen sowie der eigenen Opposition im Lande. Eine Einigung der verschiedenen Volksgruppen, Religionsgruppen und Machthabenden war nicht möglich. Schlussendlich intervenierte die Sowjetunion mit ihrem Einmarsch, konnte die Taliban (Mudschaheddin) allerdings aufgrund deren Guerillataktiken bis zu ihrem Abzug 1989 nie besiegen.

Natürlich muss dabei erwähnt werden, dass die Taliban von den verschiedensten Seiten unterstützt wurden. Von den USA gegen den gemeinsamen russischen Feind und von den islamischen Staaten in der Nachbarschaft. Seit dem Abzug der Sowjetunion versank das Land in einen ewigen Bürgerkrieg und wurde Ende 2001 von der von der westlichen Staatengemeinschaft unterstützten Nordallianz erobert. Die Taliban und Al Qaida konnten jedoch nie wirklich geschlagen werden. Erst 2012 zog sich die Bundeswehr zurück, nur noch wenige Staaten sind dort "engagiert".

Die Spirale der Gewalt dreht sich unterdessen immer weiter. Immer wieder gibt es Bomben- und Selbstmordanschläge auf die Sicherheitskräfte. Das Land kommt nicht zur Ruhe. Die zuvor von den USA unterstützten Taliban, nun zu deren Feind degradiert, rebellieren weiter gegen die einstigen Unterstützer, formieren sich, um einen islamischen Staat zu etablieren. Die Methoden sind weiterhin die Guerillataktiken, die seit etlichen Jahren funktioniert hatten. Afghanistan, ein Land das seit Ewigkeiten unter der Gewalt leidet und trotz der Einmischung von außen einfach nicht zur Ruhe kommt. Welchen Sinn hat da eine Intervention der Staaten, die nur als halbherzig zu bezeichnen ist und die zudem nur die Ziele der westlichen Staaten erreichen soll, aber nicht wirklich die Ziele der einheimischen Bevölkerung?

Bleibt als Resümee einfach nur zu sagen: Wenn sich andere Staaten in die Belange eines Staates einmischen, kann nie etwas Vernünftiges dabei herauskommen.

Liebe Leser, wenn sie kein Abo abschließen möchten, können sie uns auch mit einer Spende auf folgendes Empfängerkonto: Andreas Keltscha, IBAN: DE96100110012620778424, BIC: NTSBDEB1XXX oder per Paypal und Kreditkarte, unterstützen. Danke für ihre Hilfe!

Loading...

1 KOMMENTAR

  1. Ich wünsche mir, daß die Islamisten in Afghanistan an die Macht gelangen, damit die ganze Welt sieht wie uneffizient der US Terror war und wie schwach diese Banditen sind. Auch werden die US Verbrecher dann wieder einen hohen Blutzoll zahlen, wenn sie wieder eingreifen. Weg mit den USA !!!

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here