Monsanto, Syngenta & Co haben in Russland keinen Platz. Dies bekräftigten Regierungsvertreter, die vor allem die traditionellen und biologischen Anbaumethoden forcieren wollen.

Von Marco Maier

Präsident Wladimir Putin hatte schon im vergangenen Jahr bekräftigt, die russischen Bürger von gentechnisch veränderten Organismen zu schützen. "Wir müssen unsere Lösung ordentlich gestalten, um nicht gegen unsere Verpflichtungen aus dem WTO-Vertrag zu verstoßen", gab er allerdings zu bedenken. Denn die Welthandelsorganisation könnte derartige Verbote unter Umständen als "wettbewerbswidrig" erachten.

Beim Petersburger Wirtschaftstreffen 2015 betonte auch der stellveretende Premierminister Russlands, Arkadi Dworkowitsch, dass Russland "einen anderen Weg" gehen und "keine GM-Technologien nutzen" werde, um die landwirtschaftliche Produktion zu steigern, wie Russia Today berichtete.

Unterstützt wird die Haltung auch von Premierminister Medwedew. Russland habe genug Flächen und Ressourcen, um ökologische Nahrungsmittel sicher und sauber produzieren zu können. "Wenn die Amerikaner GMO-Produkte essen wollen, ist das ihre Sache", so der Premierminister gegenüber Russia Today. "Wir brauchen das aber nicht, wir haben ausreichen Platz und Möglichkeiten, um Bio-Nahrungsmittel herzustellen."

Erfahrungen – wie beispielsweise in Indien oder Lateinamerika – zeigen, dass der Einsatz von gentechnisch manipuliertem Saatgut zu einer gefährlichen Abhängigkeit von den Saatgutkonzernen führt. Jede Missernte bringt die Bauern dem Ruin näher, zumal das meiste gentechnisch veränderte Saatgut so "programmiert" ist, dass die Früchte nicht mehr zur Neuansaat taugen. Die Bauern müssen jedes Mal neues, teures Saatgut kaufen.

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Hinzu kommen gesundheitliche Bedenken. Auch wenn die GMO-Industrie beteuert, dass von den gentechnisch veränderten Nahrungsmitteln keine Gefahr ausgehen würde, so sind die Langzeitauswirkungen des Konsums solcher Produkte bislang noch weitestgehend unerforscht. Allerdings betonen diverse Wissenschaftler, dass ein Zusammenhang mit Fettleibigkeit und Tumoren durchaus gegeben sein könnte. Von anderen gesundheitlichen Risiken ganz zu schweigen.

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8 thoughts on “Russland bleibt gentechnikfrei”

  1. „… dass Russland „einen anderen Weg“ gehen und „keine GM-Technologien nutzen“ werde, um die landwirtschaftliche Produktion zu steigern, wie Russia Today berichtete.“

    Was für ein weiser Entscheid der obersten russischen Entscheidungsträger! Russland – das von den Mainstream-Medien nur zu gerne als autoritär und diktatorisch verschrien wird – hat sich auch hier wieder für seine Bevölkerung stark gemacht. Damit wird Russland für die Zukunft bewusst biologisch saubere Agrar-Produkte für seine Bevölkerung und auch für den Export bereithalten – dies mit unbefristeter Nachhaltigkeit.

    Demgegenüber sollten sich die westeuropäischen Regierungen, die nur noch die Unterhunde der USA spielen und auch auf diesem Sektor jede Schweinerei zulassen, verschämt zurückziehen. Sie sind zugunsten der globalen Chemie- und Pharma-Industrie, die meist in amerikanischen Händen ist, allzeit bereit, die Bevölkerungen krank werden zu lassen, um anschliessend Milliarden mit Medikamenten und therapeutischen Behandlungen zu verdienen. Gleichzeitig betonen sie verleumderisch ihre „ach so grossartige“ Demokratie. Eine weitere Schattierung der Verlogenheit des Westens.

  2. …sollte es wirklich und wahrhaftig noch intelligente, unbahängige Menschen geben, denen Weitblick und Realitätsnähe attestiert werden muss?

    Wir wissen es alle: Die "Nahrungsmittelkonzerne" wollen Abhängigkeit der ganzen Welt, damit sie ganze Kontinente verhungern lassen kann…sie wollen die Weltherrschaft! Wir wissen es…und TIPP ist der vorletzte Schritt dazu. Hinzu kommt dann noch die Bargeldlosigkeit 😉 dann sind wir alle "im Sack".

    Das ich mal wünschen würde, in Russland zu leben…ungleublich – doch ich würde gern. Nicht des Wetters wegen…obwohl, das Schwarze Meer hat was.

    Grausame Verarschung der Welt durch die Geldjuden hinter allen Vorhängen. Nicht nur in den VSA. Überall und immer.

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