Rhetorikwechsel: Putin nennt den Westen „geopolitischen Gegner“

Trotz aller Widrigkeiten, denen Russland unter Führung von Präsident Putin durch den US-geführten Westen ausgesetzt war, sprach dieser stets von "westlichen Partnern". Nun wendet sich das Blatt. Zum ersten Mal nannte er den Westen einen "geopolitischen Gegner".

Von Marco Maier

Russlands Präsident ist dafür bekannt, auf dem internationalen politischen Parkett stets das Verbindende zu suchen und auch bei groben Feindseligkeiten möglichst freundlich und offen aufzutreten. Dies war auch in der letzten Zeit so, wo Putin trotz der politischen Untergriffe des Westens stets von "unseren westlichen Partnern" sprach, obwohl diese an einem partnerschaftlichen Umgang scheinbar nicht (mehr) interessiert waren.

In der letzten Woche jedoch änderte sich Putins Rhetorik vollkommen. Sichtlich resigniert reagierte er in seiner Rede beim Treffen des russischen Sicherheitsrats auf die weiterhin andauernden Sanktionen des Westens und nannte die Situation klar beim Namen: "Wir können keine Veränderung in der feindlichen Einstellung einiger unserer geopolitischen Gegner in der nahen Zukunft erwarten."

Dies ist die Reaktion auf das Pentagon-Strategiepapier (http://www.contra-magazin.com/2015/07/pentagon-bericht-die-kriegsgefahr-zwischen-den-usa-und-russland-waechst/), in dem Russland neben China, dem Iran und Nordkorea als Hauptfeind der USA aufgelistet wurde. Als Ursache der äußerst feindseligen Haltung der transatlantischen Riege unter Federführung des amerikanischen Militärisch-Industriellen-Komplexes nannte Putin die souveräne Politik Moskaus, die auf das Wohl der eigenen Bevölkerung ausgerichtet ist und sich nicht den Interessen des globalen Finanzkapitals unterwerfen will. So sagte er weiters: "Der Grund für den Druck auf Russland ist klar: Das Land verfolgt eine unabhängige Politik und seine Souveränität ist nicht verhandelbar. Das passt nicht jedem, aber es kann nicht anders sein."

Putin verdeutlichte in seiner Ansprache auch, dass er dazu bereit ist, alle notwendigen Gegenmaßnahmen zu ergreifen, um Russland nicht in die Hände der westlichen Finanzoligarchie fallen zu lassen, welche die Politmarionetten in vielen westlichen Regierungen zu ihren desaströsen Handlungen anstiftet. "Es ist notwenig, das ganz Spektrum der potenziellen Herausforderungen und Risiken schnell zu analysieren – politisch, wirtschaftlich und informatorisch, und andere, und auf dieser Basis die Strategie der nationalen Sicherheit zu justieren", so Putin weiter.

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Man erkennt deutlich, dass der Kreml als Reaktion auf das feindselige Verhalten des Westens nun eine drastische Kursänderung einschlägt. Waren es zuvor noch kleine, öffentlich vollzogene Schritte wie die Abkehr vom US-Dollar im Außenhandel und die engere Zusammenarbeit auf Ebene der BRICS-Staaten, so ist diese jüngste Reaktion nun erstmals ein deutlicher verbaler Wink mit dem Zaunpfahl. Vor allem die EU-Staaten sollten sich Gedanken darüber machen, ob diese vasallische Politik gegenüber Washington wirklich hilfreich ist, oder ob man nicht doch eine selbstbestimmte Politik der partnerschaftlichen Beziehungen mit den USA und mit Russland führen sollte.

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16 Kommentare

  1. „Vor allem die EU-Staaten sollten sich Gedanken darüber machen, ob diese vasallische Politik gegenüber Washington wirklich hilfreich ist, oder ob man nicht doch eine selbstbestimmte Politik der partnerschaftlichen Beziehungen mit den USA und mit Russland führen sollte.“

    Da mögen Sie sehr wohl recht haben. Nur, die Regierungen der meisten westeuropäischen Staaten haben den aktionsfreien Bereich der Selbstbestimmung und Selbst-Entscheidung schon lange überschritten und sich in die Abhängigkeit der USA gebracht. Das Gros der westlichen Politiker ist gekauft. Muckst einer auf, ist er gleich weg vom Fenster oder wird von allen Seiten beschossen und abgekanzelt.
    Die Griechen haben es schlau gemacht. Der Präsident liess das Volk entscheiden, ein Vorgang, zu dem die anderen westlichen Regierungen nie den Mut gehabt hätten. Warum wohl? Haben sie Angst vor Machtentzug, vor Todesdrohungen, vor Statusabfall??? Offensichtlich stecken zu viele dieser Politiker im Betrugssumpf fest – aus welchen Gründen auch immer. Und solange Westeuropa solche Politiker hat, solange wird es den Pudel der USrael-Oberclique spielen.

    1. "Haben sie Angst vor Machtentzug, vor Todesdrohungen, vor Statusabfall???"

      Ich würde auch alles tun, um meine Familie zu schützen. Schätze aber das reicht denen nicht-schlimmer als das organisierte Verbrechen.

    2. Danke für den Beitrag. Ich kann dem nur beipflichten. Genau so ist es. Es gibt nichts weiter zu sagen. Ich fordere alle friedliebenden Deutschen auf sich gegen die USA und deren Vasallen in der EU und im eigenem Land zu stellen. Frieden mit Russland, Raus aus der Nato, Friedensverträge mit über 54 Länder herstellen. Um das zu erreichen muß es heißen; "AMY GO HOME!" Erst dann kann in freier Selbstbestimmung ein unabhängiges Deutschland entstehen!

      1. Adam, ich bin vollkommen Ihrer Meinung.

        Ein Friedensvertrag, die Löschung der Feindstaatenklausel in der UN und der Abzug der Besatzungstruppen der USA sind schon lange lange überfällig.  Es sind nun 70 Jahre seit Kriegsende vergangen und wir haben faktisch immer noch nur einen Waffenstillstand, wir sind immer noch von den USA besetzt, wir haben unsere Souveränität nicht zurückbekommen, wir haben statt einer handlungsfähigen Bundesregierung lediglich nur eine Treuhandverwaltung der Besatzungsmacht USA, wir sollen laut Obama auch weiterhin besetzt bleiben und zwar bis zum Jahr 2099.   Auch weiterhin wird nach der Vorstellung der Amerikaner jeder zukünfte Bundeskanzler die geheime Kanzlerakte zwingend unterschreiben müssen, den Treueschwur gegenüber den USA zu leisten haben und gehorsam alle Anweisungen aus Washington D. C. akribisch befolgen müssen; auch wenn diese Anweisungen uns Deutschen massivst schaden werden.

        Das beste Beispiel für vollkommene Ergebenheit und hündischem Gehorsam gegenüber den US-Amerikanern ist die Rauten-Kanzlerette Merkel als bekennende Transatlantikerin, aktives Mitglied der Atlantik-Brücke und Bilderbergerin.  Ich habe nun schon einige Kanzler in meinem bisherigen Leben erlebt, aber keiner war jemals so sehr unterwürfig gewesen wie Merkel und zudem auch der Gauck.   Einzig der Ex-Kanzler Schröder hatte es einmal gewagt sich den Anweisungen der US-Amerikaner bezüglich der aktiven Teilnahme der Bundeswehr an Kampfhandlungen an derem Irak-Krieg zu widersetzen und schon verlor er darauf die Bundestagswahl.   Ehrlich gesagt habe ich schon länger erhebliche Zweifel an der Echtheit der Wahlergebnissen und vermute, dass diese schon lange im Sinne der US-amerikanischen Besatzungsmacht manipuliert werden.   Auffällig ist dabei auch, dass IMMER die CDU/CSU oder die SPD mit einem kleinen unbedeutenden Koalitionspartner oder diese sogar gemeinsam die Regierung bzw. Treuhandverwaltung stellt.  Ich habe schon mit sehr vielen Leuten gesprochen, keiner vertraut mehr diesen "Volks"Parteien und alle haben sie von denen die Schnauze restlos voll.  Ich selbst habe über 20 Jahre die CDU gewählt und würde mir heute, als mittlerweile aufgeklärter Staatangehöriger, eher eine Hand abhacken als bei denen jemals noch einmal ein Kreuz zu machen.  Wahrscheinlich ist dies aber eh egal, ob man diese Parteien wählt oder nicht, sie werden immer die Wahl gewinnen…

        Man braucht sich z. B. nur einmal die regelmaßig veröffentlichten Meinungsumfragen im ÖR über den Beliebtheitsgrad von Merkel anschauen, dann weiss man sofort, dass diese eigentlich nur getürkt sein können.

        Damit jetzt kein falscher Eindruck entsteht, ich bin selbstverständlich NICHT für die linksgrüne Mischpoke.   Ich meine, diese an der Bundesregierung bzw. Treuhandverwaltung wären wahrlich keine Alternative, denn diese erklärten Deutschhasser würden den Niedergang Deutschlands enorm beschleunigen und unsere Kultur, Traditionen, Brauchtum, Lebensart gänzlich abschaffen und uns alle ihren totalen Gender-Wahnsinn aufzwingen.

        Erst wenn unser Volk bereit ist in wirklich großen Massen so lange zu demonstrieren bis eine Abkehr von dieser völlig desaströsen Politik erreicht wurde, ein Austritt aus der NATO und der EU erfolgt ist, sowie die Besatzungsmacht USA komplett abgezogen ist, dann hat Deutschland auch noch eine Zukunft!

        1. Ich hatte ganz vergessen aufzuzählen, dass uns linksgrüne Mischpoke im Falle eines Wahlsieges bei der Bundestagswahl 2017 zudem auch unsere Identität rauben möchte.  Denn die extremste aller linksgrünen Deutschhassern, Claudia Roth, hat bereits öffentlich angekündigt, dass sie dann die deutsche Staatsangehörigkeit abschaffen werden!

          Die Vorstellung, dass ab 2017 eine rot-rot-grüne Mischpoke die BRiD-Treuhandverwaltung stellen und uns zudem unsere Identität berauben würde, ist für mich der blanke Horror.   Für jede deutsche Patriotin und jeden Patriot muss diese Vorstellung doch wahrlich wie ein Albtraum vorkommen.

  2. Wenn wir uns auf die augenblicklich verantwortlichen Politiker verlassen, um eine Veränderung zum Besseren zu erreichen, dann sind wir verlassen. Das müsste eigentlich jedem nach dem Trauerspiel in dieser Woche in Brüssel klar sein. Aber diejenigen, die nach einer Abschottung von den Nachbarn rufen, sind ebenfalls auf dem Holzweg. Es geht nur gemeinsam und es geht auch nur mit einer Vorstellung davon, wie denn unser Europa aussehen soll. Wenn es uns als europäische Gemeinschaft der Völker gelingt, einen Konsens darüber zu finden, wie wir leben und Verantwortung übernehmen wollen, dann haben wir auch gegen den Pseudohegemon und seine Schergen eine Chance. Aber viel Zeit dafür bleibt uns nicht.

  3. Das ist verständlich und logisch. Schade für uns, die wir nicht auf Konfrontation aus sind, aber wir werden nicht gefragt. Unfassbar: Gleich hier nebenan ist zu lesen „Polnische Regierung will mehr US-Militär… (werde das gleich mal lesen). Das sagt schon viel, leider wird der Weg der Konfrontation offenbar weiter beschritten, und offenbar sind auch in dieser Frage nicht alle EU-Länder unter einen Hut zu bekommen. Interessant wäre zu erfahren, wie das poln. Volk darüber denkt. Ob die – wie bei uns vielfach (schreibe extra „vielfach“; sonst könnten manche meinen, ich maße mir an, für alle zu sprechen) – auch anders denken als ihre Regierung?

  4. Putin ist in seiner geänderten Haltung gegenüber den USA und deren Vasallenstaaten Westeuropas sehr gut zu verstehen. Alle seine Versuche, eine friedliche Co-Existenz mit dem Westen zu etablieren, waren durch die betrügerische und machtbeanspruchende Haltung der USA/EU nicht nur torpediert, sondern zusätzlich in bösartiger Verzerrung medial dargestellt worden. Gleichzeitig wurde Russland seitens des Westens massivst angegriffen durch wirtschaftliche Sanktionen und militärische Bedrohung vor den Grenzen Russlands.

    Putin hat es richtig gemacht. Er liess sich von den USA nicht in einen Krieg ziehen. Stattdessen beschleunigte er die wirtschaftliche Entwicklung seines Landes und nahm ehemalige Importprodukte in die eigene Landesproduktion auf, änderte die Warenströme Import/Export, handelte Verträge mit China und den übrigen Brics-Staaten aus, kurz: ist am Aufbau eines eurasisch östlichen Machtblocks mit entstehender Infrastruktur (Seidenstrasse und neue Öl- und Gaspipelines), dies mit China, Indien, Iran, Türkei, und möglicherweise kommen auch noch die Griechen dazu. Gleichzeitig hat er Südamerika und Afrika im Blickfeld. Die wirklichen Verlierer in diesem Machtspiel sind die Westeuropäer. Die westeuropäischen Regierungen sind gegenüber den USA so unterwürfig dumm, dass sie jetzt erkennen mussten, wie die USA ihren Handel mit Russland weiter ausbauten.

    Putin wird weiter umsichtig mit seiner Machtposition umgehen. Dass die Amerikaner gnadenlos die Schwächung Russlands verfolgen, ist ihm klar geworden. Auf dieser Ebene ist jede Diplomatie ein Falschspiel, das weiss er nur zu genau. Wohl deshalb deklariert er unmissverständlich seine Einsicht in dieses Schlangenspiel. Gleichzeitig warnt er damit seine – sich selbst offen dargestellten – Widersacher vor einem atomaren Kriegsausbruch. Dazu machen weder die Chinesen noch die Russen irgendeinen Schabernack.

  5. Die Bundesregierung in Washington D.C. ist eine Marionette, die das Destabilisieren von Europa überwacht. Doch die Drohnenkrieger werden genauso aus Ramstein verjagt wie die Vasallen in Kiew. Dann sind auch die „Nazis“, die jetzt noch von Berlin finanziert werden, Geschichte.

    Der Schachspieler Wladimir Putin grinst, weil er mögliche Züge bereits vorbereitet hat – egal wie weit die Umzingelung durch die NATO noch vorangetrieben wird. BRICS und AIIP lösen den Petrodollar ab, wobei die Volksrepublik China ein Schwergewicht auf der Waage ist.

    Hans Kolpak
    Goldige Zeiten

  6. Internationale Studie: Unterschätzte Gier nach Rohstoffen -Plünderung geht unvermindert weiter

    Im Vergleich dazu benötigen Industrieländer wie Großbritannien vier Mal so viele Rohstoffe, wie sie selbst liefern können. Der Bedarf wohlhabender Ballungsräume wie Singapur oder Luxemburg liegt sogar noch um ein Vielfaches darüber.

    Doch das Plündern der weltweiten Reserven geht unvermindert weiter. „Die Menschheit verbraucht so viele Rohstoffe, wie noch nie zuvor in der Geschichte“, stellt Wiedmann fest. „Es gibt Studien, die eine Vervierfachung des globalen Rohstoffverbrauchs bis zum Jahr 2050 vorhersagen. Dieser enorme Bedarf hat langfristige und gravierende Auswirkungen auf unsere Umwelt, die Nutzung von Land, das Klima und die Wasserreserven“, warnt er.

    Deshalb sei die Berechnung des sogenannten Ressourcen-Fußabdrucks ein wichtiger neuer Indikator für Nachhaltigkeit. Solche Modelle werden bereits für den virtuellen Wasserverbrauch herangezogen: Fußabdrücke machen deutlich, wie viel Wasser zum Beispiel die Deutschen weltweit wirklich verbrauchen, wenn sie Erdbeeren aus Spanien essen und Jeanshosen tragen, die in China produziert werden.

    „Bei fossilen Rohstoffen haben wir die Grenze erreicht“
    Wiedmann und seine Kollegen fordern ein Umdenken in der Rohstoffpolitik. In einigen Bereichen sei die Lage bereits kritisch. „Bei fossilen Rohstoffen haben wir die Grenze bereits erreicht, oder sogar überschritten. Wir müssen diese nach und nach durch neue Energiequellen ersetzen“, ergänzt er. Die Vorkommen bei einer Reihe seltener Metalle und Mineralien könnten bereits in den nächsten 20 bis 30 Jahren erschöpft sein. Das gelte unter anderem für Phosphor, einen wichtigen Düngerzusatz in der Landwirtschaft.

    „Wasserknappheit kommt schon heute in vielen Ländern zum Tragen“, sagt Wiedmann. So braucht etwa Namibia, eines der trockensten Länder der Erde, große Mengen an Frischwasser für den Uranabbau.

    Rohstoffarme Länder, zu denen Deutschland zählt, werden mehr denn je darauf angewiesen sein, wertvolle Stoffe zu recyceln. Knapp 40 Millionen Tonnen Müll produzieren die Bundesbürger nach Angaben des Bundesamtes für Statistik pro Jahr. Gut 70 Prozent des Abfalls wird inzwischen recycelt – bei Glas und Papier sind es sogar fast 100 Prozent. Das bedeutet aber auch, dass ein Drittel des Mülls nicht wiederverwertet wird, darunter wertvolle und rare Metalle. Die Bundesrepublik verfügt zwar über Braunkohle, Baustoffe und Mineralien wie Kali. Dafür sind Metalle und die fossilen Brennstoffe Öl und Gas kaum vorhanden.

    Warum Recycling unverzichtbar wird: Industrieländer wie Deutschland verbrauchen erheblich mehr Rohstoffe als bisher angenommen – bis 2050 könnte sich der weltweite Bedarf vervierfachen.

    Die Industrieländer verbrauchen erheblich mehr Rohstoffe, als die offiziellen Statistiken vermuten lassen. Das zeigt eine neue Studie der australischen Forschungsorganisation CSIRO, an der auch Wissenschaftler der Universitäten in Sydney und Santa Barbara in Kalifornien mitgearbeitet haben.

    Die Gruppe hat erstmals untersucht, wie groß der tatsächliche Ressourcenhunger der Nationen ist. „Zum Teil liegt der Bedarf um das Dreifache und mehr über den offiziellen Zahlen“, sagt der Leiter der Studie, der deutsche Professor Thomas Wiedmann, der Süddeutschen Zeitung. Er lehrt als Umweltexperte an der University of New South Wales in Australien.

    Die offiziellen Daten sind der Studie zufolge unter anderem deshalb verzerrt, weil ein großer Teil der Bodenschätze genutzt wird, um andere Rohstoffe zu verarbeiten und zu transportieren. „Dieser indirekte Bedarf taucht in den offiziellen Statistiken nicht auf“, sagt Wiedmann. „Ein großer Teil der weltweit geförderten Rohstoffe wird nur unzureichend oder gar nicht erfasst, weil sie die Länder, in denen sie erzeugt werden, nicht verlassen“, erklärt er. 2008 wurden der Studie zufolge weltweit 70 Milliarden Tonnen Rohstoffe gefördert und verarbeitet. Doch nur zehn Milliarden Tonnen wurden physisch und grenzüberschreitend gehandelt.

    Falsch eingeschätzt: China
    Die Untersuchung, die vor kurzem im Wissenschaftsmagazin PNAS veröffentlicht wurde, macht auch deutlich, dass der Verbrauch von Exportweltmeister China überschätzt wird. Das Land verarbeitet zwar die meisten Rohstoffe weltweit – aber das liegt auch daran, dass es als globale Werkbank dient: Ein erheblicher Teil der in der Volksrepublik produzierten Waren wird in die USA, nach Europa und in andere Regionen der Welt exportiert.

    In den Industrieländern wird dagegen unterschätzt, wie viele Ressourcen die Menschen verbrauchen, wenn man alle Waren aus dem Ausland mit einrechnet, die sie verwenden. Das gilt auch für Deutschland. „Die deutschen Importzahlen zeigen bei weitem nicht den tatsächlichen Umfang des nationalen Verbrauchs“, sagt Wiedmann. „Die Bundesregierung ist deshalb nicht korrekt über das wahre Ausmaß der Abhängigkeit des Landes informiert. Sie kann den Mehrverbrauch mit normalen Statistiken nicht einkalkulieren.“

    Für Deutschland haben Wiedmann und seine Kollegen für 2008 einen tatsächlichen Bedarf von 1,8 Milliarden Tonnen an Rohstoffen ausgerechnet. In der offiziellen Statistik taucht dagegen nur die Zahl von knapp einer Milliarde Tonnen auf. China dagegen gehört unterm Strich zu jenen Ländern, deren Menschen mehr Rohstoffe fördern, als sie selber verbrauchen. Im Jahr 2008 haben die Chinesen mit 16 Milliarden Tonnen zwar absolut gesehen doppelt so viele Ressourcen verbraucht wie die USA, vier Mal so viele wie in Japan und neun Mal so viele wie in Deutschland. Dennoch gehört das riesige Land zu jenen, die unter dem Strich mehr erzeugen als verbrauchen.

    https://www.youtube.com/watch?v=NCcVM7t-vds&list=PL2onwAgbNzpJWmrg0vyotU3MT1OQKUCkC&index=2

  7. Die Stärke des Kapitalismus liegt in seiner Rücksichtslosigkeit. Und dem muss Putin Paroli bieten. Duckmäusern und Schmieranten, sollte man nicht vertrauen, weil die nicht mal Vertrauen in sich selbst haben.

  8. Ich kann die Reaktion von Herrn Putin sehr gut nachvollziehen und verstehen, sowie auch den massiven Vertauensverlust in die EU-Staaten.
    Diese Entwicklung bedauere ich zutiefst und sehe mit großer Sorge einer weiteren Verschlechterung der deutsch-russischen Beziehungen entgegen. Leider hat die Wurzel allen Übels auf der Welt, nämlich die Kapitalfaschisten aus den USA einen vollen Erfolg erzielt, ihre erklärte Absicht einen Keil zwischen Deutschland und Russland zu treiben hat ganz offensichtlich funktioniert. Natürlich hat das auch nur deshalb funktioniert, weil sie auf eine äußerst umfangreiche Unterstützung ihrer absolut willfährigen Politikmarionetten zurückgreifen konnten, wie z. B. im besonderen Merkel, gefolgt von Gauck, Steinmeier, Gabriel, Junker, Schulz, Harms, Tusk, Cameron, Hollande usw.
    Bei diesem ganzen miesen Spiel dieser US-Faschisten darf man aber nicht die Rolle der europäischen (NATO)-Propagandamedien bzw. der Lügenpresse vergessen, welche ja regelrecht einen Feldzug gegen Russland führen.
    Russlands Präsident Putin wurde von diesen aufs übelste diffamiert, ja sogar dämonisiert.
    Als Deutscher schäme ich mich dafür, was unsere Politikmarionetten und die MSM Russland angetan haben und wie mutwillig sie in ihrem hündischem Gehorsam gegenüber den US-Faschisten, die guten deutsch-russischen Beziehungen beschädigt, vielleicht sogar zerstört haben.
    Ganz ehrlich, ich wünschte wir hätten in Deutschland solch einen hervorragenden und hochinteligenten Politiker wie Putin, welcher ausschließlich Politik zum Wohle seines Volkes betreibt und nicht sein Land den Kapitalfaschisten aus den USA unterwirft/opfert.

  9. Im Rahmen der sog. Bilderbergtreffen wurde ab Ende der 80 iger Jahre ein neues
    Weltleitbild aufgegleist Wirtschaftlich, Politisch, Gesellschaftlich.
    Ein nennen wir es System mit grundlegenden Fehlern und vor allem Fehleinschätzungen.
    Ein System das ,,Abschliessend,, in sich nicht schlüssig ist.
    Im Kern eine Arsenmischung aus Linkem Weltbild und Raubritter-Kapitalismus.
    Die entscheidendsten Fehleinschätzungen, sind, der Aufstieg Chinas das
    einen wesentlichen Teil der globalen Realproduktionsmasse aufgesogen hat.
    die Konsolidierung Russlands. Als bedeutendem Mitspieler.
    Die sog. Globalisierung wie angedacht und erträumt ist faltsch gescheitert.
    Insbesodere in den USA wird das zuhnehmend als Fakt erkannt und wahrgenommen.
    Das erklärt so einiges zum aktuellen Geschehen.
    Die fundamentalen Fehler sind nicht erkannt.
    Unübersehbar, domminiert Ratlosigkeit.
    Das birgt erhebliche Gefahren in sich.
    Was da auch immer an so vielem auf den Tisch kommt.
    Das System ist gescheitert. China Russland die Alternative?
    Abschliessend Schlüssig auch nicht.
    In grossen Teilen auch ,,nur,,eine Kopie des sog.Westens.
    Ein Bitteres Faktum bleibt, die Menscheit ist gegen die Wand geritten.
    Freundliche Grüsse

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