Obama: Mehr Geld für syrische Opposition – Schwere Waffen für den Irak

US-Präsident Barack Obama will der "gemäßigten Opposition" in Syrien für den Kampf gegen den Islamischen Staat und die Regierungstruppen mehr Hilfe zukommen lassen. Im Irak werden Regierungstruppen und Kurden weiterhin mit schweren Waffen versorgt.

Von Marco Maier

Bei seinem gestrigen Pentagon-Besuch hat US-Präsident Barack Obama betont, die syrische Opposition stärker unterstützen zu wollen. "Ich habe meinem Team klar gemacht, dass wir mehr machen werden, um die gemäßigte Opposition in Syrien auszubilden und auszurüsten", sagte Obama. Dass sich unter den sogenannten "Oppositionellen" jedoch auch unzählige ausländische Kämpfer befinden und nicht wenige zum Islamischen Staat überlaufen, verschwieg er dabei.

Allerdings erklärte Obama, dass er keine US-Soldaten in den Irak oder nach Syrien entsenden wolle. Dafür würden die USA weiterhin die irakischen Militärs und die Kurden mit der Lieferung von – teils schweren – Waffen unterstützen. Für Syrien und den Irak sind zudem noch Ausbildungsmissionen geplant. Allerdings gab Obama zu, dass der US-Führung eine "vollständige Strategie" fehlen würde. Damit zeigt sich wieder einmal, dass die Amerikaner zwar gut darin sind, Unheil anzurichten – doch den daraus folgenden Konsequenzen nicht gewachsen sind.

Der Sturz Saddam Husseins durch die USA und das daraufhin folgende Machtvakuum sorgten dafür, dass extremistische Gruppen einen hervorragenden Nährboden fanden. Der sogenannte "Arabische Frühling" trug dann den Rest dazu bei, dass die Gesellschaften des Nahen Ostens noch stärker gespalten wurden. Das Ergebnis dieser Ereignisse sehen wir jetzt: Sowohl Syrien als auch der Irak zerfallen, Millionen Menschen sind auf der Flucht, Hunderttausende wurden schon getötet.

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