Brasiliens Präsidentin Dilma Rousseff. Bild: Flickr / MCTI Brasil CC-BY-SA 2.0

Deutschland, Frankreich, Brasilien – Amerika hat seine Nase überall drin stecken. Während man die Spionage gegen Deutschland und Frankreich noch nicht komplett analysiert hat, sind auf dem Server von WikiLeaks Details über die NSA-Aktivitäten in Brasilien aufgetaucht. Hier ging der Geheimdienst ähnlich wie in Europa vor. Und das Ziel war dort klar: Wirtschaftsspionage.

Von Christian Saarländer

In Deutschland kommt auf den NSA-Untersuchungsausschuss noch Einiges zu. Die neusten Enthüllungen machen die Beweislage sehr deutlich: Nämlich, dass die USA nicht nur den einzelnen Bürger überwachen, sondern sämtliche Regierungsspitzen. Auch über diesen Ausschuss landen immer mehr Dokumente auf WikiLeaks, wo man sämtliche Verhandlungsprotokolle nun einsehen kann. Aber von Wirtschaftsspionage wollen manch wichtige Personen anscheinend immer noch nichts gehört haben.

In Frankreich spricht man es offen aus, Brasilien wird folgen. In der Pressemitteilung von WikiLeaks wird angekündigt, dass die NSA den Finanzminister sowie die Spitze der Brasilianischen Zentralbank bespitzelte. Hinzu kommen der Außenminister des Landes, Fernando Meirelles de Azevedo, und weitere Regierungsmitglieder. Wieder wurden die Mobiltelefone Ziel der NSA-Schnüffelattacken. Die Neugierde der Amerikaner in Sachen fremde Angelegenheiten kennt absolut keine Grenzen.

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Umso unglaubwürdiger sind die Statement der US-Diplomaten, die immer wieder nur beschwören, dass es sich um die Sicherheit handeln würde. Mit Sicherheit und den ganzen schönen Worten sind aber offenkundig nur die Finanzen und Gewinne der USA gemeint, die sie durch ihre illegale asymmetrische Informationsgewinnung und auch Verteilung dieser Informationen erwirtschaften.

WLBRAS

Die Beweise auf die sich dieser neue Skandal stützt, ist wiederum eine Datenbank der NSA, die ein Whistleblower WikiLeaks zugespielt hat. Allerdings hat der Journalist Glenn Greenwald bereits Anfang des Jahres Dokumente des Whistleblowers Edward Snowden ausgewertet, nach denen die Amerikaner die Präsidentin Dilma Rousseff ebenfalls abgehört haben. Diese verurteilte die Überwachung als ein „schwerwiegender Eingriff“ in die Menschen- und Bürgerrecht. Näheres hierzu befindet sich auf Greenwalds Seite „The Intercept“, wo auch über die konkrete Vorgehensweise berichtet wurde.

WL-Rouseff

Die jetzigen Dokumente stammen nicht vom US-Whistleblower, welcher derzeit in Moskau vor Repressionen seines Landes geschützt wird. Der obere Screenshot zeigt einen Auszug aus der NSA-Datenbank. Dieser Auszug sieht ähnlich aus wie jener, den die NSA über die Liste der deutschen Ziele erstellt hat. Näheres hierzu auf den betreffenden Contra-Artikel, wo über die Schnüffelei der Briten und Amerikaner berichtet wurde.

Man kann sich jetzt schon fragen: Wer kommt als nächstes dran? WikiLeaks hat bereits weitere Veröffentlichungen angekündigt. Zudem erscheinen immer weitere Details über die Verhandlungen zu dem Dienstleistungsabkommen „TISA – Trade in Agreement“, welches man um jeden Preis geheim halten wollte. Brasilien ist bei diesen Verhandlungen – wie alle BRICS-Staaten – nicht dabei. Aus gutem Grund, wie man hier sieht.

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3 KOMMENTARE

  1. Dieser Planet wurde auch schon als Strafplanet bezeichnet, sehr zutreffend! Wenn wir von der Annahme ausgehen, dass die Reinkarnation richtig ist und Wesen somit unsterblich sind, muss man ja auch von der Annahme aus gehen, dass es Wesen gibt, die degeneriert sind und böse Absichten mit sich tragen, von Leben zu Leben. Wenn man so jemand nicht rehabilitieren kann – macht man in unseren Gefängnissen ja auch nicht, im besten Fall resozialisiert man sie, meist werden sie aber einfach nur weggesperrt – stellt sich die Frage, was macht man mit ihnen? Ihnen einen Planten „zur Verfügung stellen“ wie es die Franzosen mit der Insel Îles du Salut, Französisch-Guayana, würde da durchaus Sinn machen.

    Und so komme ich mir hier auf der Erde tatsächlich vor: Auf einem Strafplanet mit Schwerstkriminellen und ihren Helfershelfern.

  2. Markus Schmidt

    Unsere jenseitigen atlantischen „Freunde“ Deutschlands habe ich in einem norwegischen Nato-Truppenstützpunkt als hirntote Halbaffen enpfunden, im Jahre 1980!
    Daran hat sich bis heute in Jahr 2015, nichts geändert!
    Den Deutschen wurden 40000!!! Patente von den hirntoten US-Halbaffen einfach geklaut!!!
    NUr – umsetzen konnten die dass nicht. Ist auch nicht weiter verwunderlich, denn ein Volk von INzessierten gezeugten und stumpfen Bauern und Ministerialbeamten kann halt nichts!!!
    Ja selbst nachmachen können sie nichts. Sie sind einfach zu blöd!!!
    Wenn ich diese hirntoten Halbaffen verarschen wollte, habe ich plötzlich laut in die Hände geklatscht.
    Wie auf Komando haben sich die US Deppen auf dem Boden geworfen und sich eingenässt!!
    Ha. ha, war das ein Spass, diese Großmäuler in ihrer Pisse zu sehen.
    Habt also keine Angst, vor deren „Wirtschaftsspionage“. Sie verstehen einfach nichts!!!
    Von den geklauten 40000 Patenten haben diese Halbaffen in 70 Jahren gerade einmal 200!!! Patente kopieren können!!!
    Vor was habt ihr also Angst?

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