Medizinischer Kollaps: Sparprogramm schickt tausende Griechen in den sicheren Tod

Krankheiten wie Aids, Tuberkulose und Hepatitis sind in Griechenland auf dem Vormarsch. Ein Ausbruch von Kinderlähmung wird befürchtet. Eine Grippewelle wäre das Todesurteil für tausende Menschen. Grund dafür sind die rigorosen Sparmaßnahmen.

Von Marco Maier

Selbst griechische Ärzte geben zu, dass das griechische Gesundheitssystem bisher ineffektiv und teuer war, sowie durch Korruption und Misswirtschaft weiter geschwächt wurde. Doch Anstatt einen zukunftsfähigen Reformplan aufzustellen, setzte die Troika auf finanzielle Kürzungen nach dem Rasenmäherprinzip. Die Folge: das Gesundheitssystem befindet sich seit Jahren im Niedergang.

Insbesondere die Armen, deren Zahl seit dem Ausbruch der Wirtschaftskrise 2008 drastisch zunahm, können sich nun eine medizinische Versorgung nicht mehr leisten. Denn ohne Geld gibt es nichts mehr, da den Krankenhäusern einfach das Geld fehlt um Medikamente und Ausrüstung zu kaufen, sowie ausreichend medizinisches Personal zu bezahlen. Die Folge: Ansteckende Krankheiten breiten sich immer weiter aus. Selbst Zuckerkranke können nicht mehr ausreichend behandelt werden, so dass Folgen wie Blindheit oder gar die Amputation von Gliedmaßen nötig werden.

Hinzu kommt die chronische Unterernährung von werdenden Müttern und Kindern. Die daraus resultierenden Kosten werden in den kommenden Jahren deutlich höher sein als jene, dies zu verhindern. Es wird einfach an den falschen Ecken und Enden gespart. Kommt gar eine Grippewelle, sterben wohl tausende Menschen daran, weil sich lediglich die noch vorhandene schmale Oberschicht eine Behandlung leisten kann.

Drastisch formuliert kann man hier schon gar nicht mehr von einer fahrlässigen, sondern vielmehr von einer vorsätzlichen Tötung jener Menschen sprechen, die infolge des Zusammenbruchs des medizinischen Systems sterben. Schuld daran sind sowohl die Troika, die diese rigorosen Sparmaßnahmen angeordnet hat, als auch die Vorgängerregierung von Nea Dimokratia und PASOK. Und die Syriza? Sie hat den Kampf gegen diese Ungerechtigkeit wohl inzwischen aufgegeben.

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Ohne eine wirkliche Reform des Gesundheitswesens und entsprechende finanzielle Mittel, um so zumindest eine medizinische Grundversorgung zu ermöglichen, wird die Lage immer schlimmer und die Zahl der Todesopfer dieser Politik immer weiter steigen. Wer helfen möchte, kann sich an die Griechenlandhilfe wenden.

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8 Kommentare

  1. „Schuld daran sind sowohl die Troika, die diese rigorosen Sparmaßnahmen angeordnet hat“

    Falsch! Die Sparmaßnahmen kamen von den Griechen und die EU/Troika hat sie lediglich abgenickt, genau wie vor ein paar Tagen! Ist das nur Unwissenheit oder Absicht zugunsten der antideutschen Argumentation? Die Alternative zum Sparen wäre gewesen, die Griechen dauerhaft zu alimentieren aber dann hätten wir bald die NPD o.ä. an der Macht und die sozialstaatlich restlos ausgeplünderten, zu Arbeitstieren erniedrigten deutschen Arbeitnehmer würden nach Griechenland auswandern, um auch mal andere für sich arbeiten lassen.

    „sondern vielmehr von einer vorsätzlichen Tötung jener Menschen sprechen“
    Auch ein Gesundheitssystem muss man sich leisten können.
    Niemand hält irgendwen davon ab, sein privates Geld in deren System zu spenden, aber wenn man mit humanitären Argumenten arbeitet, warum dann keine Hilfe für Krankenhäuser in Haiti oder Somalia? Die sind noch weitaus erbärmlicher dran, Welten! Die seit 2010 massiv gestiegene Kindersterblichkeit ist übrigens eine glatte Propagandalüge.

    1. Falsch! Die Sparmaßnahmen kamen von den Griechen und die EU/Troika hat sie lediglich abgenickt, genau wie vor ein paar Tagen!

      Das ist ja wohl die zynischste Antwort, die möglich ist. Die Griechen haben also mal eben selbst beschlossen, möglichst viele von sich selbst vom Leben in den Tod zu befördern. Vollkommen freiwillig. Und die arme Troika konnte nur noch zustimmen.

      Erinnert mich an die Argumentation in Deutschland, dass die Shareholder-Value Opfer selbst an ihrer Arbeitslosigkeit schuld sein sollen.

      Respekt!

  2. Schönes neues Europa? Nein, ein Europa der Finanzoligarchen, der Konzerne und der ungehemmten Unmenschlichkeit
    Man kann gar nicht soviel fr……, wie man ko…. möchte. Und die Pappnasengilde in Brüssel und anderswo sieht nur Zahlen, Zahlen und nochmal Zahlen.
    Ich hoffe und wünsche, dass ich aus biologischen Gründen bald abtreten kann, es ist nicht mehr auszuhalten.

  3. Und für dieses Europa sollen wir uns begeistern?
    Das Europa der US-Finanzkonzerne, Goldmann Sucks und seinen Agenten in der EZB, den draghischen Mario?
    Das Europa, das die Gewinne der Spekulanten über die Leben unzähliger Menschen stellt?
    Das Europa, das die ohnehin schon arg gebeutelten MENSCHEN in Griechenland mit der Austeritätspeitsche schlägt, obwohl schon längst erwiesen ist, dass dieses Rezept nicht funktioniert?
    Dieses Europa sollen wir gut finden?
    –ICH SCHEISSE AUF DIESES EUROPA! Ja, richtig, ich SCHEISSE darauf!!!

    Draghi, Merkel, Schäuble und die ganze Bande begehen VERBRECHEN GEGEN DIE MENSCHLICHKEIT!

  4. Das ist erst der Anfang, wird bei uns auch noch alles kommen. Nur der Stärkere überlebt und ist dann für die NWO brauchbar ( war bei den Sklaven damals auch so )

  5. Das geht der Troika am Allerwertesten vorbei. Sie würden diese Information garn nicht wahrnehmen, selbst wenn es als einzige Information auf ihrem Schreibtisch liegt. Sie kennen keine Empathie, kein Mitleid, nur Machtvergrößerung. das sind Kollateralschäden im Kampf um die NWO. Ein paar Esser weniger. Wenn es alte Menschen sind, um so lieber, dann sparen sie sich die Pensionen. Und es sind auch jene Menschen dann weg, die der Jugend noch erzählen könnten, wie es früher war. Nämlich besser.

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