Die heutige Einigung des Irans mit den Verhandlungspartnern stößt in Israel auf heftige Kritik. Hauptbefürchtung ist der Bau von Atomwaffen durch die islamische Republik – Kriegsgerät, welches Israel schon längst entgegen des Atomwaffensperrvertrags besitzt.

Von Marco Maier

Gerade die illegale Atommacht Israel echauffiert sich darüber, dass die fünf UN-Vetomächte und Deutschland sich mit dem Iran im Atomstreit einigen konnten. Nun ist es klar, dass das islamische Land die umstrittene Technologie für zivile Zwecke nutzen darf. Alleine schon das Verbot selbst war irrsinnig, zumal die Argumentation vor allem sicherheitspolitisch und nicht umweltpolitisch geführt wurde.

Hauptgegner der iranischen Pläne, Atomkraftwerke bauen zu dürfen, ist seit je her Israel. "Dem Iran wird damit ein sicherer Weg eröffnet, Atomwaffen zu erlangen", sagte Netanjahu. "Der Iran gewinnt den Jackpot, Hunderte Milliarden Dollar, mit denen das Land weiter Aggression und Terror in der Region und der Welt vorantreiben kann."

Kulturministerin Miri Regev, die in der Vergangenheit wegen rassistischer Äußerungen in der Kritik stand und in einem TV-Interview sagte, sie sei "glücklich Faschistin zu sein", sprach gar davon, dass der Iran nun eine "Lizenz zum Töten" habe.

Doch einen Trumph haben die Israelis noch im Ärmel: den US-Kongress mit seiner republikanischen Mehrheit. Denn die Republikaner gelten als äußerst Israel-affin und luden den israelischen Premierminister erst im März ein, eine provozierende Rede vor dem Kongress zu halten, worüber Barack Obama nicht erfreut war. Im Falle einer Ablehnung des Wiener Abkommens durch den republikanisch dominierten Kongress kann der US-Präsident jedoch ein Veto einlegen, welches dann von den Abgeordneten und Senatoren lediglich durch eine Zweidrittel-Mehrheit aufgehoben werden könnte. Doch das ist eher unwahrscheinlich.

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One thought on “Israel: Einigung beim Atomabkommen ist „Lizenz zum Töten“”

  1. Wichtig ist, das Israel nicht ident mit seiner Führung gesehen wird, auch wenn sie diese Leute gewählt haben. Sie werden genauso belogen wie wir in der EU. Die Bedrohung der Israelis wird enorm übertrieben, eine friedliche Politik mit seinen Nachbarn wäre die effektivere und billigere Verteidigungsstrategie. Israel, respektive ihre Führung, will sich das überlegene Angriffspotenzial erhalten, daß mit der eben angesprochenen Bedrohung weniger zu tun hat, als mit der aktiven Erfüllung einer religösen Prophezeihung. Ihre Agenda arbeitet global und übertrifft bei weitem die normalen realen Verteidigungsbedürfnisse. Sie arbeiten hinter den Kulissen sehr gut mit dem Islam zusammen, denn darum geht es gar nicht.

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