Französische Parlamentsdelegation schockierte mit Krim-Besuch den Westen

Drei Tage lang begab sich eine französische Delegation unter der Führung von Thierry Mariani, mit neun anderen Parlamentskollegen auf die Krim um Solidarität mit den Krim-Bewohnern zu bezeugen, für die Anerkennung der Krim zur Russischen Föderation zu werben und die Sanktionen gegen Russland infrage zu stellen. Das kommt im Westen natürlich nicht gut an.

Von Andre Eric Keller

Thierry Mariani ist Mitglied der Republikaner (Les Républicains/LR) – der ehemaligen UMP des vorherigen Präsidenten Nicolas Sarkozy – und ist in der französischen Nationalversammlung im Ausschuss für auswärtige Angelegenheiten tätig. Weiters ist Mariani Sonderbeauftragter der OSZE für Zentralasien und Mitglied des Europäischen Rates. Nebenbei ist der konservative Politiker Co-Vorsitzender des Forums Französisch-Russischer Dialog. Man kann also mit Fug und Recht behaupten, dass Mariani nicht irgendwer ist, sondern vielmehr ist er ein Europäer mit Verantwortung, ein Mann für den Frieden, für einen Dialog und für die Zusammenarbeit mit Russland.

Dass Thierry Mariani und die anderen neun Abgeordneten, den französischen Außenminister Laurent Fabius damit schockieren, liegt in der Natur der Sache. Die offizielle Linie Frankreichs, – mit wenigen Ausnahmen – des übrigen Europas und der USA ist hinlänglich bekannt. Russland habe völkerrechtswidrig die Krim annektiert, das wird mit Sanktionen bestraft. Punkt. Wie lange die Sanktionen anhalten sollen und vor allem wie sinnvoll sie sind, steht auf einen anderen Blatt. 

Mariani ist der Meinung, das Russland das Richtige zur richtigen Zeit getan hatte. Bevor die Situation aus dem Ufer lief und die ukrainischen Maidanhorden des Rechten Sektors über die Krim herfallen würden, konnte die russische Armee das Regionalparlament und strategisch wichtige Orte ohne Abgabe eines Schusses besetzen und das Referendum vorbereiten. Den Rückhalt durch die mehrheitlich russische Bevölkerung gab es. Fakt ist, dass die Krim schon jahrhundertelang russisch war. Abgesehen von Nikita Chruschtschows Geschenk, wo er die Krim 1954 anlässlich des 300-jährigen Jubiläums der russisch-ukrainischen Einheit der Ukraine zukommen ließ, war selbst nach der Auflösung der Sowjetunion ein Abkommen über russische Truppenstationierung auf der Krim und im größten Schwarzmeerhafen in Sewastopol, geschlossen worden. 

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Für die französche Delegation war es im Allgmeinen wichtig, nicht nur mit Funktionären sondern auch mit der Bevölkerung Kontakt aufzunehmen. Beim Besuch von Jalta und Sewastopol konnte sich Mariani vergewissern, dass die Menschen auf der Krim nicht nur glücklich und zufrieden sind, sondern sich bewusst für Russland entschieden haben. "Daraus kann man Russland keinen Vorwurf machen", so der Delegationsleiter. Des weiteren erläutert er, dass die Sanktionen gegen Russland "dumm seien und von Amerika provoziert wurden". Er hofft auch darauf, das andere westliche Delegationen nachfolgen würden, um so der Welt ein breites Bild vermitteln zu können.

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Unterdessen fühlt sich das Regime in Kiew auf den Schlips getreten. Der Besuch der französischen Delegierten sei nicht mit der Ukraine abgesprochen und gar völkerrechtswidrig. Zudem verortet man einen Mangel an Respekt bezüglich der Souveränität und der territorialen Integrität der Ukraine. Nun, war der Putsch gegen einen vom Volk gewählten Präsidenten Janukowitsch nicht (auch) völkerrechtswidrig? Liebe Leser, beantworten sie sich diese Frage selbst.

Kurzbericht über den Krim-Besuch der fanzösischen Delegation auf Euronews

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8 Kommentare

  1. Es wäre schön, wenn die russisch feindliche westliche Front endlich aufbrechen würde. Alles, was den USA schadet, nützt Europa und der ganzen Welt! Ein Land, daß von einer politichen Macht mit einer so krimminellen Energie regiert wird, kann man nur den schnellsten Untergang wünschen. Man hat sie viel zu lange agieren lassen. Die Geschichte wird verheerend über sie richten.

  2. Guten Tag, was für eine wunderbare Nachricht ! ! ! ich bin so froh solche Artikel auch zu finden neben all dem destruktiven das von der US-Administration und ihren Hintermännern ausgeht. Ich kann diesem ehrenhaften Franzosen nur dazu gratulieren was er macht und hoffe dass EU-&-Co inkl. Merkel endlich endlich aus ihrer imperialistischen Hypnose aufwachen. Danke für den Mut dieses Mannes ; ) ) ) Mögen diese psychopathischen Strömungen im Sand versiegen, welche den Westen allesamt eingesogen haben. MfG

  3. 10 Menschen in dieser Wüste aus hunderte Millionen verblödeter Europäer.

    Warum sind nur 10 Menschen so klug, und der dicke Rest mit dem Klammerbeutel gepudert?

  4. Auf der Krim gab es vor dem (Wieder)Anschluss an Russland wenigstens eine Volksabstimmung. Ich kann mich nicht erinnern, dass es 1990 eine solche auch vor dem Anschluss der damaligen DDR an die damalige BRD gab …

  5. Ich zolle der französischen Delegation großen Respekt und Dank für den Mut sich dem Diktat aus den USA zu widersetzen. Diese Franzosen haben jedenfalls definitiv begriffen, dass die von den USA aufgezwungen Sanktionen gegen Russland, die EU-Zone von Russland gänzlich abspalten und die bisher guten Wirtschaftsbeziehungen dauerhaft zerstören sollten. Offensichtlich haben die Amis ihr Ziel, aufgrund ihrer vielen Vasallen in der EU, auch fast erreicht und zudem die Wirtschaft in der gesamten EU-Zone ganz massiv geschwächt. Tja, wer solche „Freunde“ hat braucht wirklich keine Feinde mehr…
    Hoffentlich bleiben die Franzosen kein Einzelfall und die Europäer beenden gemeinsam diesen völlig ungerechtfertigten Sanktionswahnsinn gegen Russland schnellstens, vielleicht lässt sich ja doch verlorenes Vertrauen bei den Russen zurückgewinnen und die Wirtschaftsbeziehungen wieder aufnehmen.
    Eines sollte uns Europäern bewusst sein, die Zukunft Europas liegt in der vertrauensvollen, fairen Zusammenarbeit mit dem BRICS-Staatenverbund und dessem gigantischem Wirtschaftsraum; das ist eindeutig der Markt der Zukunft!
    Die Freihandelsabkommen CETA, TTIP, TISA mit den USA und Kanada dagegen, sind mit absoluter Sicherheit und in vielerlei Hinsicht des Normalbürgers Untergang!

  6. Es ist interessant, zu sehen, wie verbissen der Krimbesuch dieser Delegation von unseren Medien ferngehalten wird. Wie lange lässt sich so etwas durchhalten? Diese selektive Berichterstattung ist unjournalistisch und schadet den Medien allgemein.

  7. Interessant ist für mich, dass niemand danach fragt, ob die Krimbewohner mit dem Anschluss an die Ukraine durch ein Dekret von Chrustschow 1954 einverstanden waren. Das war aber mit Südtirol nach 1918 und Österreich 1938 ähnlich. Die „Wiedervereinigung“ der DDR mit der BRD war aber eine Erfolgsgeschichte, oder nicht? Die Perspektive bestimmt die Wahrnehmung.

  8. Es wäre ein Anfang würden die Franzosen mehr mit Russland fraternisieren. Es würden sicherlich andere Europäer folgen. Vielleicht würde sich dann auch Merkel, etwas, aus den Gedärmen der Yankees zurückziehen. Diese dumme, schwache und lächerliche Lachnummer.

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