Bild: WikiLeaks
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Auf den Servern von WikiLeaks sind fast 60.000 offizielle Dokumente aus Saudi-Arabien gelandet. Die Diktatur „feierte“ am Montag noch die 100. Enthauptung – in diesem Jahr! Die Dokumente sind zumeist in arabischer Sprache. Laut WikiLeaks sollen zahlreiche Journalisten und Redaktionen vom Regime mittels Geld zum Schweigen gebracht worden sein.

Von Christian Saarländer

 

 

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Das Contra-Magazin berichtete diesen Februar über die US-Dokumente im Hinblick auf den Tod des Königs Abdullah. Die aktuellen Publikationen von WikiLeaks sind Originaldokumente aus dem Wüstenstaat, die man wohl unter „streng geheim“ rubrizieren kann. Sie liefern weitere Beweisanbote und Fakten, die die weltweite Kritik an der Diktatur untermauern.

 

 


Wie man erkennen kann, handelt es sich hierbei wie bei den „Syria-Files“ um Dokumente, die in arabischer Sprache gehalten sind. So kann man davon ausgehen, dass die Dokumente zunächst von WikiLeaks-Mitarbeitern gesichtet wurden. Aber bei über einer halben Million Seiten an Textmaterial wird es sich um ein Mammutprojekt gehandelt haben.

Herausgearbeitet wurde die Tatsache, dass der Wüstenstaat es auf die Medien abgesehen hat – und zwar weltweit. Insoweit verwundert es nun nicht, dass unter anderem die westlichen Medien gerne mal ein Auge zudrücken, wenn es um Menschenrechtsverletzungen in Saudi-Arabien geht, während man im Hinblick auf Russland rabulistisch jede Kleinigkeit zur öffentlichen Anklage voranschreitet. Dieses Jahr geriet Saudi-Arabien vor allem wegen des Krieges im Jemen in die Schlagzeilen.

Im Folgenden soll allerdings lediglich ein Überblick auf das gegeben werden, um was es sich hierbei handelt. Selbstverständlich sind die zahlreichen Menschenrechtsverletzungen, die täglich im Wüstenstaat stattfinden, nicht zum ersten Mal Thema in verschiedenen Medien gewesen.

Der Wüstenstaat soll mehrfach verschiedene Medien am Leben gehalten haben, wenn sie keine oder kaum noch kritische Berichte über die Diktatur mehr veröffentlichten. Geld regiert nun einmal die Welt und führt dazu, dass hierdurch viele Missstände in Diktaturen nicht mehr aufgeklärt werden, und wenn dann nur für eine verhältnismäßig überschaubare Summe.

Weitere Informationen im Hinblick auf die Veröffentlichung kann man auf WikiLeaks abrufen. Ein besonderer Dank gilt hier vor allem dem Team um WikiLeaks, welches gewiss bis kurz vor der Veröffentlichung hart gearbeitet hat. Wohl aber auch den Menschen, die diese Dokumente an WikiLeaks weitergeben haben.

 

 

Der investigative Journalist Julian Assange, der immer noch in der ecuadorianischen Botschaft festsitzt, sieht in der Veröffentlichung, die unter anderem auf den 100 Jahrestag der Reichsgründung fällt, eine Chance darin, dass der saudische Staat zusammenfällt, der „eine Bedrohung für sich selbst und seine Nachbarn ist“ und diesen zu stürzen. Ob das tatsächlich gelingt, ist allerdings nicht garantiert vorhersehbar. Man sollte auch schauen, wie die Leitmedien mit diesen Publikationen umgehen.

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2 KOMMENTARE

  1. Die Selbe Vorgehensweise ist auch bei Deutschen Qualitätsmedien der Fall..

    Hier bringen BND Mitarbeiter die fertigen Textbausteine in die Redaktionen der FAZ usw.

    Alles im Bestseller von Dr. Udo Ulfkotte Gekaufte Journalisten nachzulesen …

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