Jazenjuk und Biden. Bild: kmu.gov.ua

Weil der ukrainische Staat finanziell kollabiert, sollen hunderte ukrainische Staatsbetriebe verkauft werden. Kiew braucht das Geld vor allem für die Fortführung des Kriegs gegen die Rebellen im Donbass um somit auch diesen Teil des Landes an die internationale Finanzoligarchie verscherbeln zu können.

Von Marco Maier

Am 12. Mai 2015 beschlossen die politisch Verantwortlichen in Kiew den Verkauf von über 300 Staatsunternehmen. Insgesamt sollen jedoch bis zu 1.200 Betriebe verscherbelt werden, damit das Regime weiterregieren und den Krieg fortführen kann. Der angestrebte Endsieg wird damit sehr teuer erkauft.

Premierminister Arsenij Jazenjuk intensiviert derzeit seine Lobbyarbeit in den USA. Die "amerikanischen Freunde" sollen auch weiterhin ordentlich Dollars locker machen, um so der Oligarchenriege in Kiew finanziell den Rücken zu stärken. Immerhin kann man ja nicht zuerst einen Regime-Change anleiern und dann die Füße hochlegen. Dass dabei das Motto "Wer zahlt, schafft an" gilt, ist den Politmarionetten in Kiew ohnehin egal. Hauptsache sie können sich weiter auf Kosten der Ukrainer bereichern.

Den derzeitigen Informationen zufolge schätzt der Staatsfonds, der die Mehrheitsbeteiligungen und die staatlichen Unternehmen verwaltet, den Aktienwert auf etwa 135 Millionen Euro. Das US-Wirtschaftsmagazin Forbes hingegen geht von einem Gesamtwert in Höhe von rund 680 Millionen Euro aus – knapp dem Fünffachen. Damit wird klar, was das installierte Marionettenregime will: Die Ukraine völlig unter Wert an die US-dominierte internationale Finanzoligarchie verscherbeln.

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Schon jetzt läuft der Ausverkauf von Agrarland an Monsanto & Co auf Hochtouren. Nun folgen Bergbaukonzerne, Energieversorger und sogar Häfen. Quasi der vorgezogene Sommerschlussverkauf eines ganzen Landes – nimm 5, zahl 1 oder so… Und das Ganze nur, um noch ein paar Jährchen ordentlich abzukassieren, sodass man sich danach einen gemütlichen Ruhestand in Übersee leisten kann. Was mit den Menschen passiert, ist denen völlig egal.

Angesichts dessen, dass viele der zum Verkauf vorgesehenen Betriebe im umkämpften Ostteil des Landes liegen, wird der Ruf zum "totalen Krieg" und dem Pathos vom Endsieg gegen die Rebellen verständlich. Das Geld wird für die Kriegsmaschinerie gebraucht, um damit auch noch die letzten Reste des Landes verscherbeln zu können. Somit wird auch klar, weshalb die Westpolitiker einen derart harten Kurs gegenüber Russland fahren. Auch dort soll ein Regime-Change durchgeführt und das komplette Land ausverkauft werden.

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2 KOMMENTARE

  1. Wenn ich den Jazenjuk schon sehe… so eine Type, wie sie in der Schule einen auf Klassensprecher macht… der Wahnsinn ist ja, dass solche Leute dann später tatsächlich über das Schicksal von Millionen entscheiden können… Artikel ist mal verlinkt 🙂

  2. Diese Vereinnahmung eines Landes via Kredite für Schuldentilgung war schon am Vorabend des 2. Weltkriegs seitens der Amerikaner gegenüber Deutschland geläufig. Und auch dazumal war Hitler wie jetzt Jazenjuk williger Handlanger der amerikanischen Interessen.

    „Gemäß dem Dawes-Plan entstand 1930 die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIS) damit Deutschland den Siegern die Reparationen zahlt. In Wirklichkeit gingen die Geldströme in eine andere Richtung – aus den USA und Großbritannien nach Deutschland. Die Mehrheit der strategisch wichtigen deutschen Unternehmen gehörte dem Amerikanischen Kapital oder war zum Teil unter seiner Kontrolle. Einige von ihnen gehörten britischen Investoren. Die deutschen Öl-Raffinerie und Kohle-Verflüssigung-Sektoren der Wirtschaft gehörten Standard Oil (den Rockefellers). Die große chemische IG-Farben Industrie kam unter die Kontrolle der Morgan-Gruppe. 40 % des Telefonnetzes und 30 % der Aktien von Focke Wulf gehörten der amerikanischen ITT. Radio und AEG, Siemens, Osram, die Elektroindustrie Groß Konzerne kamen unter die Kontrolle der amerikanischen General Electric. ITT und General Electric waren Teil des Reiches der Morgan. Mindestens 100 % der Volkswagen-Aktien gehörten der Amerikanischen Ford. Als Hitler an die Macht kam steuerte das US-Finanzkapital praktisch alle strategisch wichtige Sektoren der deutschen Industrie: Ölraffinerien, synthetische Kraftstofferzeugung, Chemie, Automobilbau, Luftfahrt, Elektrotechnik, Radio-Industrie und einen großen Teil des Maschinenbaus (im ganzen 278 Unternehmen). Die führenden deutschen Banken – Deutsche Bank, Dresdner Bank, Donat Bank und einige andere – waren unter US-Kontrolle.“

    Wird Zeit, dass alle Europäer diese Machenschaften, die schon über ein Jahrhundert laufen, wahrnehmen und ihre wahre Geschichte entdecken.

    Internationale Finanzmafia organisierte den zweiten Weltkrieg
    http://www.politaia.org/wirtschaft/banken/internationale-finanzmafia-organisierte-den-zweiten-weltkrieg/

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