Präsident Maduro. Bild: Gobierno Venezuela

Eine halbe Milliarde Dollar, so groß ist die erste Tranche jener Kreditlinie, die der Iran Venezuela zur Abwendung eines Staatsbankrotts zur Verfügung stellt. Auch wirtschaftliche Abkommen wurden geschlossen.

Von Marco Maier

Venezuela steht kurz vor einem Staatsbankrott. Der Ölpreisverfall, die staatliche Misswirtschaft, oppositionelle Sabotageakte und die ständig wiederkehrende Lahmlegung des öffentlichen Lebens durch Proteste und Demonstrationen setzen dem südamerikanischen Land heftig zu. Daraus entstand eine veritable Wirtschaftskrise, welche die finanziellen Möglichkeiten der sozialistischen Regierung massiv einschränkt.

Angesichts der misslichen finanziellen Lage des Staates, dessen Devisenreserven nicht mehr ausreichen um dringend benötigte Waren des täglichen Bedarfs zu importieren, greift nun der Iran dem südamerikanischen Staat unter die Arme. Die finanzielle Vereinbarung wurde anlässlich des Besuch einer iranischen Delegation unter Leitung des Ministers für Industrie, Bergbau und Handel, Mohammad Reza Nematzadeh, in Caracas unterzeichnet.

Neben der Kreditlinie schlossen Venezuela und der Iran auch wirtschaftliche Abkommen im medizinischen und technologischen Bereich. Beide Länder gelten als politische Gegner des US-dominierten Hegemonialsystems, so dass die Unterstützung Venezuelas durch den Iran vor allem geopolitische Motive aufweist. Allerdings ist dies auch ein Zeichen dafür, dass unterschiedliche Staatsphilosophien nicht unbedingt zu politischen Differenzen führen müssen.

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