Online-Spiele: Kostenfalle „free-to-play“

Seit einigen Jahren ist es schon mittlerweile üblich, mündigen und unmündigen Verbrauchern das Geld aus der Tasche zu ziehen – mit den sogenannten Free-to-play-Spielen. Ein einfaches Spiel, das nebenbei schnell für Entspannung sorgen und etwas Spielspaß bringen soll, natürlich kostenlos als Download für Smartphone, Tablet und PC. Doch Vorsicht ist hier geboten. Denn was umsonst ist, ist nicht immer kostenlos.

Von Marcel Grasnick

Die Verlockung ist groß. Kostenlose Spiele, auch für die kleinen Nutzer von Mobilgeräten. Doch die Sache hat einen Haken, wie immer. Es geht nicht ohne Haken. Denn versteckt im Spiel, das anfangs so interessant und vielseitig scheint, gibt es meist die Möglichkeit, sich Spielwährung zu kaufen, um schneller und besser ausgestattet leveln zu können.

Ein Aufstieg in die Gefilde der Highscore-Listen geht nicht ohne Spielwährung, die zwar für kleine Beträge gekauft werden kann, ganz bequem sogar über die Telefonrechnung. Dafür läppert es sich meist zusammen. Denn ohne den Kauf der Spielwährung kommt man nicht von der Stelle. Ganz deutlich ist dies bei Strategiespielen, die man online gegen andere Spieler spielt. Gegen die geballte Macht der Spielwährung-Nutzer hat man ohne diese kaum eine Chance.

Böse Zungen munkeln sogar, dass die Softwarehersteller dieser Spiele sich eigens dafür ein paar Spieler halten, die voll ausgestattet andere Mitspieler durch den massiven Einsatz von Spielwährung dazu animieren, diese käuflich zu erwerben. So dass man ohne die Spielwährung gar keine Chance hat. Meist sind Funktionen eingebaut, die versteckte Kosten beinhalten. Aber auch wenn die Kostenfalle offensichtlich ist, tappt der süchtige Spieler nur zu gern hinein.

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Dabei ist das Internet voller Warnungen vor diesen Kostenfallen, die immer mit dem Stichwort gratis oder kostenlos locken. Selbst größere Portale, die übrigens solche Spiele selbst gern bewerben, warnen davor. Auch hier ist die Scheinheiligkeit groß. Doch was will man erwarten, wenn satte Gewinne in Aussicht stehen. Denn die Prognosen der Statistiker sehen da noch Potential. Auch wenn man sein sicher hart verdientes Geld sinnvoller zum Fenster raus werfen kann. Allein im Jahr 2010 wurde mit Abonnements und Premium-Accounts ein Umsatz von 194 Millionen Euro gemacht.

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Was bleibt, ist die stets immer wiederkehrende und doch so gern ignorierte Warnung vor solchen Spielen.

Quelle: Statista

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