Kein RoundUp mehr. Bild: Flickr / Mike Mozart CC-BY 2.0

Unkrautvernichtungsmittel wie RoundUp die Glyphosat von Monsanto enthalten, dürfen ab Ende 2015 in den Niederlanden nicht mehr an Privatpersonen verkauft werden. Ein totales Verbot des Herbizids scheiterte jedoch am Parlament und den fehlenden Studien zur Gefährlichkeit.

Von Marco Maier

Rückstände von Glyphosat fanden sich bei Untersuchungen nicht nur im Grundwasser, in der Erde und in Lebensmitteln, sondern auch in Urinproben. Das von Monsanto produzierte Herbizid steht jedoch unter Verdacht, krebsfördernd zu sein. Dementsprechend fordern vor allem Umweltschützer und Gesundheitsorganisationen immer wieder vehement ein komplettes Verbot des Unkrautvernichtungsmittels.

Nachdem in der Schweiz erst kürzlich einige Handelsketten glyphosathaltige Herbizide aus dem Sortiment nahmen, und manche Länder (Sri Lanka, El Salvador, Honduras und die Bermudas erließen ein Totalverbot) folgen nun die Niederlande auf legislativer Basis. Allerdings nur halbherzig. So wird nun ab 2015 der Verkauf solcher Unkrautvernichtungsmittel an Privatpersonen verboten, während die niederländischen Agrarmultis weiterhin tonnenweise davon auf die Felder spritzen dürfen.

Hauptgrund für das doch eher lasche Vorgehen ist der Umstand, dass bisher keine umfangreichen Studien zur Gefährlichkeit des Mittels gestartet wurden, die dies belegen könnten. Derzeit gibt es lediglich Indizien, wie ein WHO-Bericht darlegt. Demnach gilt Glyphosat als "wahrscheinlich krebserregend". Angesichts der finanziellen Übermacht Monsantos und der engen Verbandelung des Konzerns mit der Finanzoligarchie, dürften wirklich unabhängige Untersuchungen relativ schwierig durchzuführen sein.

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Fälle wie dieser zeigen, dass auch im Bereich der Herbizide und Pestizide ein Procedere her muss, wonach die Hersteller sich zu verpflichten haben, ihre Produkte von unabhängigen Instituten auf Unschädlichkeit prüfen zu lassen.

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2 KOMMENTARE

  1. „Niederlande: Monsantos Glyphosat wird für Privatnutzung verboten“

    Sind denn nicht schon längst die Verbote von Schrebergärten im EU-Gepäck?
    Dadurch werden dann die bevölkerungsdezimierenden Maßnahmen durch Glyphosat plan- und auch statistisch nachvollziehbar. Also NUR Vorteile – cui bono?

  2. „Privatnutzung“ wird es nicht mehr lange geben. Da hat die EU doch schon vor zwei Jahren den Griff dran gemacht.

    Obst- und Gemüseanbau in Neuseeland wirklich genehmigungspflichtig? Wer und was steckt dahinter? (23.02.12)
    http://lebebewusster.blogspot.com/2012/02/obst-und-gemuseanbau-in-neuseeland.html

    EU-Saatgutverordnung: Samen- und Pflanzentausch demnächst strafbar? (24.04.13)
    http://www.das-wilde-gartenblog.de/2013/04/24/eu-saatgutverordnung-samen-und-pflanzentausch-demnachst-strafbar/

    Aufruhr im Gemüsegarten (25.04.13)
    http://www.stern.de/wirtschaft/news/eu-saatgutverordnung-aufruhr-im-gemuesegarten-2001975.html

    EU will Anbau von Obst und Gemüse in Gärten regulieren (23.04.13)

    Die Europäische Kommission will den Landwirten und Gärtnern in Zukunft die Verwendung von Einheits-Saatgut vorschreiben. Alte und seltene Sorten haben kaum Chancen auf eine Zulassung.

    http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2013/04/23/eu-will-anbau-von-obst-und-gemuese-in-gaerten-verbieten/

    Und hier – ich verlinke nur ungern in die Höhle des Löwen, der Grund steht ganz unten

    Monsanto im Blutrausch?

    Oder kehrt das Mittelalter zurück?

    Oder ist alles nur erfunden, damit wir keine Langeweile haben?

    Es läuft -mal wieder- die Sau durchs Dorf, daß eigener Gemüse- oder Obstanbau demnächst
    unter Strafe steht, sofern man sich dem „Genehmigungsverfahren“ nicht beugt.

    EU-Kommission will privates Saatgut unter Strafe stellen

    Ein Auszug aus dem Text:
    „Monsanto, Syngenta, BASF, DuPont und andere Saatgutkonzerne haben zugegeben, dass sie die völlige Dominanz über das gesamte Saatgut und alle Feldfrüchte anstreben, die auf der Erde angebaut werden. Dadurch, dass sie den privaten Gemüseanbau kriminalisieren – und dabei Gärtner zu Verbrechern machen –, können EU-Bürokraten endlich mächtigen Konzernen wie Monsanto die Kontrolle über die Nahrungsmittelversorgung übertragen.“

    weiterlesen ….. http://www.allmystery.de/themen/pr101370
    und wie gesagt: VORSICHT BEI DIESEM FORUM !!! Bei Allmy gibts mehr Blockwarte als Leser (die gesamte Administration ist unterwandert, z.B. Jofe und Commonsense)

    Diese Diskussion wurde von Commonsense [Anm: 20 Minuten nach Eröffnung] geschlossen.
    Begründung: Bitte hier weitermachen: Diskussion: Agribusiness – Saatgut-Dikatur

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