Minsk II ist Geschichte: Erneutes Aufflammen des Krieges in der Ukraine

Alle Beteiligten sahen bis vor einigen Tagen im Vertrag von Minsk die Lösung. Es waren sich auch alle darüber einig, dass es nur eine friedliche Lösung geben kann. Eine friedliche Lösung kann daher nicht mit Waffengewalt erzwungen werden. Das dürfte man aber in Kiew nicht so verstehen, denn ein Sprecher der ukrainischen Regierung gibt offen zu, dass schwere Waffen an die Front in den Osten der Ukraine gebracht wurden. 

Von Andre Eric Keller 

Langsam sollte auch der letzte "Friedensromantiker" verstehen, dass mit dieser ukrainischen Regierung kein Frieden zu machen sei. So wie Poroschenko und auch Jazenjuk immer wieder aggressiv hinter vorgehaltener Hand ankündigten, geht es hier um die Rückeroberung der selbsternannten Volksrepubliken Donezk und Lugansk. Es wird – wenn nicht mittels Friedensmissionen, wie z.B. durch UNO-Soldaten eingegriffen wird – bis zum letzten Mann gekämpft. Das Töten findet ansonsten erst dann ein Ende, wenn die terrotoriale Integrität wieder hergestellt wurde, oder kein Soldat mehr am Leben ist. Inzwischen öffnet sich auch Kiew für diesen Gedanken.

So richtig will man das im Westen, welcher mit Pseudo-Friedensnobelpreisträger nur so gespickt ist, offensichtlich nicht verstehen. In den transatlantisch orientierten Medien macht man wieder einmal die Seperatisten für das Aufflammen des Krieges verantwortlich, das soll auch die OSZE bestätigen. Beweise sind wie immer nicht vorhanden. Es ist auch völlig belanglos, dass im nachstehenden Euro-News Video ein Sprecher bestätigt, dass schwere Waffen an die Front gebracht wurden und das trotz Minsk II-Abkommen, welches das Einsetzen schwerer Waffen untersagen soll. Wir reden hier nicht von der Verteidigung der Ukraine, sondern von einem Agriff auf die Gebiete der Volksrepubliken, wo nicht nur Soldaten sondern auch Zivilisten getötet werden. 

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In deutschsprachigen Medien ist davon zu lesen, dass Poroschenko vor einer Ausweitung der Kämpfe in der Ostukraine warnt. "Die Gefahr das russische Terrorgruppen wieder groß angelegte Militäraktionen, sei riesengroß", so der ukrainische Präsident. Zum Glück hat aber die ukrainische Armee alles unter Kontrolle. Was das bedeutet, wissen wir. Blutvergießen ohne Ende, Leid und Hungersnot für die Zivilbevölkerung.

Wir glauben nicht mehr, dass dieser Krieg mit weiteren Verträgen zu stoppen ist. Auf Poroschenkos Lügen fallen die westlichen Verbündeten auch weiterhin hinein. Auf offensichtliche Lügen kommt es auch gar nicht mehr an, es geht eigentlich nur um die Interessen. Und die Interessen des Westens gehen mit denen Poroschenkos konform und das bedeutet totaler Krieg mit all seinen furchtbaren Begleiterscheinungen, Provokationen und Propaganda. 

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Natürlich liegt die Schuld bei den Rebellen…

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