Die derzeitige Aufregung über Hackerangriffe auf westliche Computersysteme ist eine Scharade, die ihresgleichen sucht. Gerade jene, die fast die ganze Welt ausspionieren, machen ein Theater daraus – und basteln schon an Kriegsszenarien. Diese Doppelmoral ist zum Kotzen.

Von Marco Maier

Der Deutsche Bundestag, ein französischer TV-Sender und nun auch noch sämtliche Sozialversicherungsdaten der US-Bundesangestellten wurden Opfer von Hackerangriffen. Auf NATO-Ebene bastelt man schon an Bündnisfall-Szenarien. Denn der vorgegebene Feind sitzt in Moskau und Peking.

Aus Russland und China sollen sie kommen, die Hacker, die es momentan auf die Computersysteme in Europa und den USA abgesehen haben. Doch während es Washington für legitim hält, quasi die halbe Welt auszuspionieren und "Hintertürchen" für die NSA in die Betriebssysteme einbauen zu lassen, gelten die Eindringlinge in die westliche Cyberarchitektur als feindlich und bösartig.

Momentan zeigt sich wieder einmal die westliche Doppelmoral von ihrer "besten Seite". Wenn man selbst dafür sorgt, dass die eigenen Geheimdienste problemlos an wichtige Informationen aus fremden Netzwerken gelangen können, sollen die Ausspionierten die Füße ruhig halten. Doch wenn dann die Gegenseite dann (sofern es stimmen sollte, dass Hacker aus Russland und China hinter all den Cyberattacken stehen) versucht, an die entsprechenden Datensätze zu gelangen, zieht man unverhohlen schon die "Bündnisfall-Karte".

Auch wenn es angesichts der durchaus respektablen militärischen Stärke Chinas und Russlands kaum wahrscheinlich ist, dass die US-geführte NATO samt Vasallenstaaten einen Krieg vom Zaun brechen werden, so zeigt sich in den geäußerten Phrasen ein gefährliches Denkmuster. Es ist eine politische Arroganz, die den Weltherrschaftsanspruch stellt und damit auch sämtliche Angriffe auf freie Staaten legitimiert. Unter dem "we're the good boys" Deckmantel schafft die Finanzoligarchie mit Hilfe von Politik und Medien ein hegemoniales System, in dem alle Länder und Regierungen die sich nicht unterjochen lassen wollen als Böse hingestellt und bekämpft werden.

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Doch die meisten Menschen in den westlichen Ländern haben sich schon so sehr von der Propaganda einlullen lassen, dass sie die Zusammenhänge gar nicht erkennen (wollen). Es ist doch viel einfacher (und angenehmer), wenn man klar vorgegebene Feindbilder bekommt. Dass jene, die diese Feindbilder liefern gleichzeitig auch die eigenen Daten überwachen, scheint irrelevant zu sein. Denn man hat ja "nichts zu verbergen", oder?

Auf jeden Fall ist es bezeichnend, dass die Super-Strategen im Pentagon und der Brüsseler NATO-Zentrale schon wieder an Kriegsszenarien arbeiten und aus den Cyberangriffen einen NATO-Bündnisfall konstruieren wollen. Dass sämtliche anderen Länder dieser Welt eigentlich den fünf anglophonen Ländern – USA, Großbritannien, Irland, Neuseeland und Australien – die bei der globalen Spionage gemeinsame Sache machen angesichts dieser Logik schon längst hätten die Krieg erklären müssen, ist offenbar irrelevant. Denn die sind ja "die Guten", die sich das erlauben dürfen.

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20 thoughts on “Hacker-Angriffe: Doppelmoral als Grund für Kriegsszenarien”

  1. …“rules are (only) for the weaks“
    Das sagen gerne die, die bei Veränderungen ihre Macht verlieren würden.
    Auch in Firmen findet man diese Doppelmoral.

    guter Artikel!

  2. Nur mal eine Frage an die Welt:

    Kann es sein, dass wir im Internet ein Theaterstück sehen, egal auf welche Seite man geht?

    Ich mein, das kann doch alles gar nicht wahr sein. Man braucht eigentlich gar kein Internet mehr, falls es doch wahr ist. Man kann sich nur noch ein Loch graben … und irgendwo vor lauter Scham vor uns selbst tief unter der Erde verschwinden 🙁

  3. Wir müssen etwas tun gegen die Menschen. Am besten gegen die friedlichen; denn man weiß ja: Stille Wasser sind tief. Kontrollen von Sprengstoffspionen müssen intensiviert werden. Das belegt die Gefahr durch Grundrechtsterroristen in jedem Fall, denn die Gefahr ist abstrakt erhöht.

    Bürgerinnen und Bürger: Vieles ist noch zu tun. Da ist für mich z.B. das Thema videoüberwachung an öffentlichen Plätzen ein ganz besonderes Beispiel. Videoüberwachung allein reicht aber nicht, um die Gefährdung zu beheben. Wir müssen die Daten von der LKW-Maut nutzen. Denn wenn man weiß, was sie vorhaben, kann man’s verhindern. Aber da müssen die Internetexperten befragt werden. Unsere laienhafte Vorstellung, dass das Internet so etwas ist wie eine moderne Telefonanlage, stimmt eben nicht mehr und deswegen …………………………#

    ach hörts euch doch selbst an. Und JA, ES IST WAHR Wir werden von Idioten regiert, die uns für Idioten halten 🙁
    https://www.youtube.com/watch?v=Jz4I0vHBg_A

  4. Dem Grunde nach ist es für uns längst zu spät, etwas gegen uns zu unternehmen. In Deutschland gibt es über 82 Millionen verdeckter Terroristen, und auch ich bin einer davon. Deswegen werden alle meine Aktivitäten überwacht, z.B. wen ich anrufe und wann; wann ich mein Handy benutze und wo….DOCH, glaubt mir, es stimmt
    https://www.youtube.com/watch?v=SGD2q2vewzQ

  5. Es ist natürlich so, dass man tatsächlich einiges schon vorher (vor dem großen Krieg) hätte kommen können sehen.

    Lange vorher sogar schon.

    Denn wenn Psychopathen an der Macht sind – und sei es nur als Regieseur bei Hollywood – dann ist die Lage schon bedrohlich; denn wo Geld ist, ist Macht – und wo Macht ist, wird sie ausgespielt.

    Nehmen wir z.B. Warner Bros (Super Mario Bros)
    https://www.youtube.com/watch?v=V2DHR2uDJqA

    PS: Das „I’m God“ stammt nicht aus Super Mario Bros, sondern wurde aus der Esoterikszene der US-Elite in den Clip übernommen, um aus der hässlichen Fratze der einstürzenden Twin Towers den verantwortlichen Mund sprechen zu lassen.

  6. Um nochmal zu meiner Anmerkung oben zu kommen, dass man nichts mehr glauben kann:

    Welcher normal denkende Mensch soll das denn glauben können ?

    https://www.youtube.com/watch?v=beZVKUN6S88

    Und dennoch ist es wahr.

    Und weil es wahr ist, ist es auch korrekt, von Psychopathen zu reden (nicht nur für Jazenjuk, sondern auch auf die Moderatorin der Tagesthemen trifft das zu)

  7. Es war einmal ein Frau Merkel, wird man später vielleicht schreiben.

    Diese Frau Merkel hatte untertan eine CDU.

    Diese CDU hatte eine Stiftung.

    Die Stiftung hieß Konrad Adenauer Stiftung.

    Diese Stiftung erhielt Geld der CDU.

    Für dieses Geld wurde ein Boxer zum Politiker umgeschult.

    Die Umschulung fand in den Räumen der Stiftung statt.

    Der Boxer hieß Klitschko.

    Klitschko wurde mit deutschem Steuergeld zum Führer der Maidan-Demonstranten ausgebildet.

    Später fand man heraus, dass die Scharfschützen, durch die über 100 Menschen umkamen, zu beiden Reihen der Demonstranten gehört haben.

    Durch die Maidan-Demonstration entstand ein Scharmützel.

    Aus dem Scharmützel entstand ein Bürgerkrieg.

    Aus dem Bürgerkrieg entstand ein Stellvertreterkrieg zwischen Kiew und Moskau.

    Aus dem Stellvertreterkrieg entstand ein Krieg der Grossmächte.

    Aus dem Krieg der Grossmächte wurde der dritte Weltkrieg.

    STOP

    Obwohl im Drehbuch noch zwei Szenen zu drehen sind, haben wir -moralisch- den Krieg schon hinter uns. Denn er findet in unseren Köpfen statt.

    Wir gewöhnen uns daran.

    Das hier ist unser Werk
    https://www.youtube.com/watch?v=BiZ6FGT2uX8

    (von hinten nach vorne)
    Krieg<=Maidan<=Klitschko<=Stiftung<=CDU<=Merkel

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