Das NATO-Hauptquartier in Brüssel. Bild: Flickr / Bundeswehr CC BY-ND 2.0

Massive Cyberangriffe könnten für die NATO als Grund für einen Bündnisfall dienen. Ursache der Debatten darüber und dieser Feststellung des Generalsekretärs des transatlantischen Militärbündnisses ist die aktuelle Hackerattacke auf die Bundestags-IT. Und wer soll Schuld daran sein? Die Russen natürlich.

Von Marco Maier

"Ein Cyberangriff in einer bestimmten Größenordnung ist gleichzusetzen mit einem bewaffneten Angriff", sagte der stellvertretende NATO-Generalsekretär Jamie Shea auf der Sicherheitskonferenz des Hasso-Plattner-Instituts in Potsdam. "Der NATO-Verteidigungsmechanismus Artikel 5 gilt für einen Cyberangriff", so der Transatlantiker weiter. Dies war die Erklärung auf die Frage, ob denn ein digitaler Angriff mit einem konventionellen Angriff gleichzusetzen sei. Doch eine genaue Schwelle konnte er nicht nennen, ab wann dies gegeben sei.

Grund für diese Überlegungen sind die schweren Hackerangriffe auf die IT des Bundestags. Medienangaben zufolge sind die Trojaner weiterhin aktiv. Inzwischen wird auch schon von einem "Totalschaden" gesprochen, da unter Umständen sowohl Hard- als auch Software ausgetauscht werden müssten. Doch dies würde Monate dauern und Kosten in mehrstelliger Millionenhöhe verursachen.

Wer die Urheber dieser Cyberattacke sind, weiß man bislang noch nicht. Allerdings werden medial schon Vermutungen angestellt, dass es sich um Hacker des russischen Auslandsgeheimdienstes SWR handeln würde. Für die Scharfmacher der transatlantischen Fraktion ist dies natürlich ein gefundenes Fressen, zumal sie so einen Kriegsgrund gegen Russland inszenieren könnten. Vor allem jedoch kann man so unter Umständen die wenig kriegsfreudigen Deutschen auf einen Feldzug trimmen.

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8 KOMMENTARE

  1. Es kann doch nicht der Mossad, auch wenn es zu recht wäre, beschuldigt werden.

    Dieser Vorgang wird systemgemäß umgemünzt und den Russen in die Schuhe geschoben,
    auch wenn die eine „andere Schuhgröße“ haben. Unserem Pack ist keine Schandtat zu schade.

  2. Es mag vielleicht etwas sarkastisch klingen, aber ich hoffe, dass es russische Hacker waren; denn sie haben damit echte Friedensarbeit geleistet. Ja! Denn in der Zeit des IT-Ausfalls konnte der US-deutsche Bundestag keine Sanktionen gegen Russland vorbereiten. Die US-deutsche Regierung kann den G-7-Kriegs-Gipfel nicht auswerten, und weitere Kriegsvorbereitungen gegen Russland sind erst mal ins Stocken geraten. Ein Schaden für die deutsche Bevölkerung ist nicht eingetreten, weil sich das deutsche Parlament sowieso nicht mit den Sorgen des deutschen Volkes beschäftigt. Leider muss Washington jetzt erst einmal warten, bevor die US-hörigen Politikdarsteller ihre transatlantisch verordneten Aufgaben abmelden können.

  3. so-ist-es.

    Du hast voll ins Schwarze getroffen.Dem deutschen Michel so eine billige Poente vormachen reicht.
    Der ist so blöd und glaubt es.
    Das die Presse ,Funk und Fernsehen das gerücht uber die russen streuen ist eindeutig gesteuert.
    Ich höre jeden Früh von Bayern 1 folgenden Satz.Meinungen und kommentare sind nicht von bayern 1 sondern die der Kommentatoren.Lachhaft.

  4. Und wenn der Angriff aus den Vereinigten Staaten kam??? Dann greifen wir einfach die USA an … und die helfen uns noch dabei.
    Toller Gedanke

  5. Das ist eindeutig KEIN Nato-Bündnisfall (siehe Wortlaut des Art. 5 Nato-Vertrages: „Die Parteien vereinbaren, daß ein bewaffneter Angriff gegen eine oder mehrere von ihnen in Europa oder Nordamerika als ein Angriff gegen sie alle angesehen werden wird;..“), sondern schlicht eine riesige Blamage für das BSI ! Der Bundestag ist NICHT das Landesgebiet und ein bewaffneter Angriff einer Armee gibt es auch NICHT !
    Sollte das ernsthaft als Nato-Bündnisfall betrachtet werden, dann sollten wir als deutsche Bevölkerung fordern, das alle Mitarbeiter der NSA und der hier agierenden 207 unterstützenden US-Unternehmen sofort wegen illegaler Spionage verhaftet und eingesperrt werden, da diese Spionage dann ein Nato-Bündnisfall in Bezug auf 80 Mio. Deutsche wäre !
    Vielleicht ist es ja auch ein Trojaner der NSA, denn das wäre wohl nahe liegend.

  6. Ich gehe mal von folgendem aus: wenn es US-amerikanische oder US-Amerikahorige Leute waren, dann wird nichts passieren und wir werden niemals erfahren, was in den gestohlenen Dokumenten steht.
    Waren es aber russische oder russlandfreundliche Hacker, dann werden wir bald wissen, was die BRD-Politkaste wieder ausheckt.
    Immerhin hat Cyber-Berkut nun ja auch die gehackten Dokumente ueber die Verwicklung des Milliadaers Soros zum Maidan sowie in Bezug auf die Einsetzung bestimmter Politiker offengelegt.

  7. möglich wäre es, Obama hatte ja angekündigt das die USA Cyberattacken als Angriff auf die USA sehen, was sicher auch auf die Verbündeten zutreffen könnte. Ich vermute jedoch einen anderen Grund, denn der Widerstand für einen Krieg gegen Russland ist zu groß auf Grund der Informationen über das Internet ( Freie Medien ) und diese sollen beseitigt werden um die Bevölkerung wirksamer manipulieren und gegen Russland aufhetzen zu können. Zahlreiche Blogger wurden bereits mit Strafgelder zur Aufgabe gezwungen und auch auf Youtube und Facebook sowie Twitter wird durch Zensur die kritische Masse Mundtot gemacht. Jetzt geht es meiner Meinung darum ein „eigenes“ Internet zu installieren damit Informationen aus anderen Ländern geblockt werden können.

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