Eine Abschaffung des Bargelds kommt für drei Viertel der Deutschen nicht in Frage. Diverse Ökonomen sprachen sich für die Abschaffung aus und plädierten für eine bargeldlose Wirtschaft.

Von Marco Maier

Das Bargeld zählt auch in der Bundesrepublik (noch) zu den "heiligen Kühen", die nicht angetastet werden dürfen. Während in Skandinavien Banknoten und Münzen immer mehr aus dem Alltag verschwinden, gehören diese in Deutschland nach wie vor dazu. Eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov zeigt deutlich auf, wie sehr die Deutschen noch am Bargeld festhalten: Ganze 74 Prozent lehnen es ab, den gesetzlichen Annahmezwang von Bargeld abzuschaffen; lediglich 21 Prozent würden ein solches Gesetz – wie es in Dänemark geplant ist – befürworten.

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Bargeld gilt nach wie vor als "geprägte Freiheit", zumal man damit nicht so schnell künstlichen Beschränkungen unterliegt. Bei elektronischen Transaktionen kann man per Knopfdruck einen Riegel vorschieben und Kartenterminals können schon mal den Geist aufgeben. Doch wer Bargeld vorrätig hat, braucht sich auch bei Bankenpleiten und Restriktionen wie vor kurzem in Zypern weniger Sorgen zu machen.

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Ausgelöst wurde die Debatte vor allem durch entsprechende Forderungen, die von namhaften Ökonomen wie Peter Bofinger oder Kenneth Rogoff erhoben wurden. Diese sehen das Ganze vor allem aus der volkswirtschaftlichen Perspektive, um mittels einer Durchsetzung von Negativzinsen die Wirtschaft anzukurbeln, bzw. um die Schwarzmärkte auszutrocknen und so das Steueraufkommen zu maximieren. Ignoriert wird hierbei der Umstand, dass man mit der Abschaffung von Bargeld einen weiteren Schritt zur totalen Überwachung macht. Nicht zu vergessen, dass der Mensch kreativ ist und zur Not eben auf alternative Währungen zurückgreift, wie dies schon während der Zeiten von Hyperinflation und Kriegswirtschaft geschah.

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3 KOMMENTARE

  1. All das, was akademisch klingt, ist schon von vornherein suspekt. Eine bessere Welt haben die Akademiker bisher noch nicht schaffen können. Die haben sich nur einen Namen durch Dummschwätzerei gemacht.  Man betrachte sich nur mal den G7 Gipfel- der kostet den Steuerzahler einen Haufen Geld- und heraus kommt so viel als gar nichts. Da drückt ein Dummschwätzer dem anderen Dummschwätzer die Hand -dann folgen Argumente und Gegenargumente – Ergebnis = Null. Der Steuerzahler hätte bedeutend mehr davon, wenn diese Schall und Rauch Namen, zu Hause blieben und in ihre eigenen Sessel furzen würden.

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