Saudi Arabiens Soldaten. Bild: Flickr / Al Jazeera English / Omar Chatriwala CC-BY-SA 2.0

Der Regionalmachts-Konflikt zwischen dem Iran und Saudi Arabien könnte bald schon in eine neue Phase treten. Riad könnte sich dem Vernehmen nach bald schon mit pakistanischen Atomwaffen eindecken.

Von Marco Maier

Während der Iran vom Westen sanktioniert wird, weil Teheran unter anderem ein ziviles Atomprogramm laufen hat, wird man im Fall des Falles bei den Saudis wohl kaum zu solchen Maßnahmen greifen. Auch wenn Riad im Unterschied zum schiitischen Rivalen kein Problem mit Atomwaffen hat. Die Kriege in Syrien und im Jemen, wo beide Länder ihre Finger im Spiel haben, führen zu einer zunehmend gefährlichen Situation.

Immerhin gilt Saudi Arabien als einer der weltweit größten Waffenimporteure. Allein im vergangenen Jahr sind die Importe von Waffen und sonstigem Kriegsgerät um ganze 54 Prozent angestiegen. Auch in diesem Jahr darf mit einem weiteren Wachstum gerechnet werden. Dass es bei konventionellen Waffen bleibt, scheint angesichts der aktuellen Entwicklungen eher ungewiss.

Denn die bisherigen Fortschritte bei den Atomgesprächen des Westens mit dem Erzrivalen Iran sorgen in Riad für Unruhe. Wie auch die Israelis befürchten die Saudis, der Iran würde damit – trotz einer Ächtung durch schiitische Religionsführer – dann auch Atomwaffen bauen. Deshalb ist es immer wahrscheinlicher, dass die Saudis die verbündeten Pakistanis um Hilfe bitten werden, welche diese dann aufgrund der langjährigen Unterstützung durch Riad gewiss nicht verweigern.

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Laut US-Medienberichten soll die CIA schon versuchen in Erfahrung zu bringen, ob Pakistan den Saudis schon Nukleartechnologie übergeben hat. Sollte dies der Fall sein, könnte es in der Region zu einem nuklearen Wettrüsten kommen, dem sich auch der Iran schlussendlich nicht entziehen kann.

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