Österreich: Wachstum nur durch Bevölkerungszuwachs

Die Wirtschaft Österreichs wächst zwar noch schwach, doch unter Berücksichtigung des Bevölkerungswachstums bleibt unterm Strich kaum mehr etwas übrig. Keine gute Basis für die Zukunft. Doch wirkliche Reformen will niemand angehen.

Von Marco Maier

Auch wenn es die Regierungsparteien nicht wahrhaben wollen: Österreich ist auf dem besten Weg, jenem Griechenlands zu folgen. Strukturprobleme en masse, eine fehlende Bereitschaft für wirklich nachhaltige Reformen und Parteienklüngel haben dazu geführt. Bemerkbar macht sich dies derzeit vor allem beim Pensionssystem, wo der Staat Milliarden an Steuergeldern hineinpulvern muss, sowie auf dem Arbeitsmarkt, wo die Arbeitslosenzahlen geradezu explodieren.

Über kurz oder lang wird dieses "durchwursteln" und die stete Verschiebung von wirklichen Reformen auf den Sankt-Nimmerleins-Tag noch in einer ökonomischen und finanziellen Katastrophe enden. Denn aktuell wächst Österreichs Wirtschaft quasi nur noch infolge der Zuwanderung. Ansonsten herrscht faktisch nur noch Stillstand. Ganze 0,8 Prozent soll das Wirtschaftswachstum in diesem Jahr betragen – bei einem Bevölkerungszuwachs von 0,6 Prozent (durch Zuwanderung) kommt dies angesichts der statistischen Beschönigungen einem Stillstand gleich.

Fakt ist jedenfalls, dass sich ohne eine grundlegende und umfassende Totalreform des Wirtschafts- und Finanzsystems nichts ändern wird. Wir werden – auch als Weltwirtschaft allgemein – immer weiter in eine explosive Lage gedrängt, die dann global zu Konflikten und gar Kriegen führen wird. Schon jetzt machen sich die "Verteilungskämpfe" überall immer stärker bemerkbar. Vor allem jedoch wird die noch vorhandene (und von den Eliten immer weiter ausgedünnte) Mittelschicht gegen die Unterschicht aufgehetzt. Selbst in noch "reichen" Staaten wie Österreich oder Deutschland.

Der Satz, "Etwas ist faul im Staate Österreich", bewahrheitet sich durch die ökonomischen Realitäten immer mehr. Doch weder Regierung noch Opposition sind willens bzw. in der Lage, dies entsprechend anzuerkennen und eine reale Exit-Strategie zu entwerfen.

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Ein Kommentar

  1. Die Autorität des Geldes hat längst die Vernunft besiegt. Und daran krepiert unser genzes neoliberales Scheißdreck-System, was eigentlich nur den "Weltzerstörern" nutzt.

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