Links oder rechts: Wo steht das Contra Magazin politisch?

Wir wollen endlich die Spekulationen über unser Online-Magazin beenden – oder auch neue Fragen aufwerfen. Fragen aufwerfen und eine Antwort darauf finden, das ist genau unsere Arbeit. Zwanghaft versuchen einige Leser uns einzuordnen, doch ist eine politische Kategorie auf alle Medien anwendbar? Wir gehören in keine Kategorie. Wir sind da wo wir gebraucht werden!

Von Andre Eric Keller und Marco Maier

Aufgrund immer wieder auftretenden Diskussionen über unsere Arbeit, möchten wir uns zu unserer "politischen Gesinnung" äußern. Unser Magazin ist zweifelsohne politisch. Die Artikel unseres Magazins werden nicht nur von einer Person geschrieben, folgedessen sind es verschiedene Menschen mit verschiedenen Ansichten, jeder ist anders sozialisiert. Es bestehen Altersunterschiede und auch Bildungsunterschiede. Worauf wir von Anfang an großen Wert legen ist: wir wollen unseren Autoren möglichst viel Freiraum lassen. Alles im Rahmen der Gesetze Mögliche, darf bei uns geschrieben werden – nur so ist eine wirklich kritische Auseinandersetzung mit den Themen möglich. Das heißt auch, dass man die Dinge eben von unterschiedlichen (politischen) Positionen betrachten sollte. Eine "alleinige, allumfassende Wahrheit" gibt es nämlich nicht.

Einige Leser hätten uns gerne am liebsten fix positioniert. Ich möchte nachstehend ein paar Fragen stellen, welche unsere Leser dann für sich selbst beantworten können. 

  1. Setzen wir uns für die Freiheit des Einzelnen, der Völker, gegen Unrecht, gegen Armut, gegen diese 1 Prozent, die die 99 Prozent unterdrücken ein?
  2. Setzen wir unsere Schreibkraft gegen die Banken, gegen dieses Zineszinsystem, gegen das Fiat Money, sowie allgemein gegen unser krankes System ein?
  3. Wollen wir einen System-Change, oder stehen wir für Weiterwursteln bis in alle Ewigkeit?
  4. Treten wir gegen die Mainstreammedien auf, welche die Wahrheit verzerren? Lassen wir uns belügen, betrügen, für dumm verkaufen?
  5. Kämpfen wir gegen mediale Kriegstreiber an, die mit Hundertschaften von Journalisten und mit unendlich viel Geld und deshalb auch Macht, die Politik der "westlichen Wertegemeinschaft" unterstützen?  
  6. Wer unsere Ukraineberichterstattung regelmäßig liest stellt fest, dass wir diese faschistische Junta in Kiew stark kritisieren. Prangern wir nicht auch die westlichen Unterstützer an, allen voran die deutsche Bundesregierung und die Europäische Union, die mit unseren Steuergeldern die marode und korrupte Jazenjuk-Poroschenko-Junta unterstützen?
  7. Wollen wir einen Krieg mit Russland, oder setzen wir uns für eine gute eurasische Zusammenarbeit ein?
  8. Treten wir für ein friedliches Miteinander auf der ganzen Welt und der Versöhnung verschiedener Ethnien ein?
  9. Treten wir gegen extremistische Weltanschauungen oder politisch missbrauchte Religionen auf?
  10. Treten wir mit aller Kraft gegen die US-Hegemonie auf, gegen eine Amerikanisierung unserer Gesellschaft, gegen eine Ausspähung durch Nachrichtendienste, welche unsere Grundfreiheiten gefährden? 
  11. Beschreiben wir Flüchtlingskatastrophen, die durch amerikanische Kriege, Invasionen und Okkupationen ausgelöst wurden und wir als Europäer die Suppe auslöffeln dürfen?
  12. Zeigen wir die Missstände im Asylsystem auf, welche anscheinend System haben, aber nicht zugunsten der autochthonen Bevölkerung und ebenfalls nicht zugunsten der Flüchtenden selbst? 
  13. Kritisieren wir nicht auch u.a die fehlende Familienpolitik, das Gendermainstreaming, die Frühsexualiserung der Kinder und die Bildungspolitik in deutschen Landen?

Natürlich haben wir auch nicht für alles Lösungen. Wir sind aber in erster Linie dazu da, Fragen zu stellen. Fragen, welche meist unangenehm und unbequem sind, welche verpönt sind, welche polarisieren. Wir sind kein Verlautbarungsmedium irgendeiner politischen Partei oder Regierung. Auch besteht keine Abhängigkeit zur Wirtschaft, welche direkt oder indirekt Einfluss auf unsere Tätigkeit nehmen könnte. Weiters besteht kein Naheverhältnis zu Denkfabriken (Think Tanks). Das ist doch das, was alternative Medien von den "Qualitätsmedien" unterscheidet.

Was wir für unser wirtschaftliches Überleben und zum Entgelt für die schreiberische Leistung unserer Autoren tun – und das kann jeder, der einen Blick auf unseren Internetauftritt macht – sehen: Wir stellen unsere Seite für Onlinewerbung zu Verfügung und bieten die Möglichkeit an, uns mit kleinen Spenden zu unterstützen. Über kurz oder lang soll auch ein ePaper (und wenn möglich auch ein Printmagazin) erscheinen, um so auch völlig sicherstellen zu können, dass unsere wirtschaftliche Abhängigkeit nur von unseren Leserinnen und Lesern abhängt. Sie sind es nämlich, für die wir schreiben – nicht für Konzerne, die im Gegenzug für Geld gerne kritische Berichte unterbinden möchten.

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Als Fazit bleibt die Feststellung, dass wir grundsätzlich weder links noch rechts sind, jedoch einer großen Bandbreite an politischen Anschauungen Platz bieten. Egal ob Sozialist oder Libertärer, ob Konservativer, Liberaler oder Progressiver – Meinungsvielfalt und Meinungsfreiheit darf und muss sogar sein. Vor allem deshalb, weil die meisten deutschsprachigen Medien ihren Journalisten ein gewisses "Meinungskorsett" vorgeben. Und das soll bei uns absolut nicht der Fall sein. Immerhin haben wir (Andre und Marco) bei diversen Themen selbst auch unterschiedliche Ansichten, die wir aber schon unter uns selbst gegenseitig respektieren – auch wenn es ab und an Diskussionen gibt. Aber das ist auch richtig so.

Wir hoffen, mit diesem Artikel etwas Klarheit geschaffen zu haben, nachdem man unser Contra Magazin immer wieder in diverse Ecken zu stellen und zu diffamieren versucht.

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20 Kommentare

  1. eine selbsteinschätzung von euch selber wäre auch zu subjektiv, ich erkenne sowohl linke als auch konservative Elemente, der begriff rechts, wäre zu relativ, weil man diesen oftmals falsch interpretiert, aber auch liberale element, im prinzip von jedem etwas. 
    nur wäre es auch alls medie mehr als schwer, zu 100% die meinung und einstellung der konsumenten niederzuschreiben, oftmals spreizt sich vieles. 
    ich persönlich bin bei vielen punkten mit euch einer meinung, aber auch in einigen punkten nicht. 
    hauptsache ihr macht eure eigene medienpolitik, unabhängig vom mainstream und politischer korrektheit. 

    1. Dieses ganze Rechts/Links gequatsche ist doch nur Mittel zur Diskreditierung und Ausgrenzung Andersdenkender. Die Mitte gibt es schon lange nicht mehr und wenn man die deutsche Politik sieht, denn geht es kaum Linker. Zumindest nach aussen, hinter den Kulissen ist es eher Imperialismus und autokratisch.

  2. Ein längst überfälliges Statement wie ich finde. Ich selbst als Blogger habe dieses Statement gleich zu beginn meiner "Karriere" dargestellt und falls irgendjemand mit einer diesbezüglichen Frage aufwartet, kann ich immer wieder auf diesen ersten meiner Beiträge verweisen, 

    Ganz wichtig ist der Hinweis auf die vielen möglichen Facetten der Meinung der Autoren. Danke dafür – auch von mir als gelegentlicher Autor.

  3. Dieses Stellungnahme zu diesem Thema gefällt und akzeptiere ich, selbst wenn ich mit dem Magazin nicht immer einer Meinung bin.

     

    1. Nun, wir haben am 07.05. die Marke von 2.000 Artikeln geknackt. Dass da auch mal welche dabei sind, die nicht gefallen, lässt sich kaum vermeiden. Allen kann man es ohnehin nie Recht machen. 🙂 Aber wir haben auch einige unterschiedliche Autoren, die selbstverständlich zu diversen Themen auch unterschiedliche Ansichten haben und mit in die Artikel einbringen.

      1. Unterschiedliche Autoren? Mag sein. Unterschiedliche Ansichten? Wohl kaum! Geblinkt wird immer rechts und das Ergebnis is deutschnationales, antisemitisches und fremdenfeindliches Verschwörungsgewäsch!

        Mehr nicht.

  4. Ihr braucht weder statements ,noch Rechtfertigungen,Selbsterklärungen und sonstwas.Und nicht einmal  Euch zu Reaktionen von irgendwelchen Kategorie -Klugscheißer hinzugeben.Macht Eure Sache einfach souverän weiter.Ihr seid gut.(in der letzte Zeit immer besser.)

  5. Zuerst einmal Danke, daß es Euch gibt. Rechts oder linke, was für ein Quatsch. Das ist was für Politiker, Medien und Schafe. 1. Wichtig ist die Wahrhaftigkeit, daß man zustimmen kann. 2. das Hinterfragen nach Ursachen für aufgezeigte Wirkungen. 3. ergebt sich daraus eine Idee zur Verbesserung von Wirkungen, wenn es die Ursachen möglich erscheinen lassen. 4. Wenn nicht, müssen Ursachen bekämpft und geändert werden und 5. die Frage, wie lange lassen uns die Ursachen noch Zeit bis zur Katastrophe bzw. unseren Untergang? Der letzte ursachenbekämpfende Politiker, John F. Kennedy, hatte 1963 nicht mehr viel Zeit, als er die FED entmachtet hatte.

  6. Diese "Rechts" und "Links" Denkweise ist eine Ausgeburt erfolgreicher Gehirnwaesche und Manifestierung der "Teile und Herrsche" Strategie. Fuer was steht "Rechts"? National Sozialismus! Und "Links"? International Sozialismus! Also aus mir wird sicher kein Sozialist mehr werden, egal welcher Art. Bin Geschaeftsmann, der nicht in der Staatsdiener-oder Systemparasiten Fuetterungsbranche taetig ist und sicher nicht in einem Land arbeiten geht wo man mit 59 verschiedenen Steuern +GEZ Propaganda Gebuehr durchschnittlich 69%! seines Einkommens beim System abliefert, in dem schon ueber 50% der Bevoelkerung irgendwie aus der Staatskasse lebt. Da koennen sie mir noch so viel von "Links" und "Rechts" erzaehlen!

      1. Bin schon lange , also vor 11 Jahren mit der Familie ausgewandert als unser Sohn 1 Jahr alt war.Erst zwei Jahre Thailand, dann fuenf Jahre Oesterreich, nun sind wir seit Jahren wieder in SO-Asien, wo ich selbststaendig in der Tourismusbranche arbeite.Bis Oktober ist  erst mal Urlaub angesagt. Steuern sind hier kein Thema, ungefaehr 10% vom Einkommen.

        Sich von hier aus anzuschauen was in Europa so los ist gleicht einer nicht endenden Fahrt mit der Geisterbahn, zum Glueck nur auf dem Bildschirm.:(

        1. China und Indonesien interessiert mich. China

          wegen der guten Infrastruktur und Indonesien

          weil es billig ist. Deine Meinung dazu?

  7. Politisch rechts steht das Kapitalismus, links der Antikapitalismus und das seit Karl Marx Kritik "Das Kapital". Haben wir ein Gesellschaftssystem, das auf dem Antikapitalismus beruht? Dann gäbe es keine Privatwirtschaft und wir würden in Kolchosen arbeiten.

    Die Wahrheit hat Kinder, die sie nach einiger Zeit verleugnet: sie heißen Wahrheiten. Marie von Ebner-Eschenbach

     

     

  8. Links oder Rechts ? Immer noch in den alten Denkmustern verankert ? Ich bin weder noch, nur jemand ,der aus der Matrix erwacht ist….

  9. Wir können Sie nicht dazu zwingen, die Wahrheit zu sagen.

    Aber wir können Sie zwingen, immer unverschämter zu lügen.

    Ulrike Meinhof

    In dem Sinn erachte ich die Veröffentlichungen vom Contra Magazin als Hilfe für die Allgemeinheit.

  10. Die Wahrheit ist nie einfach. Und das verstehen von sichtweisen anderer

    als ihre Wahrheit noch weniger. Weil da kommt dann der ideologisch einbetonierte

    Geist zum vorschein, den die manipulierte Gesellschaft als normal empfindet.

    Also, Ihr regt euch nicht auf wenn man euch als links oder rechts bezeichnet? 😉

     

    Ihr seid eine meiner Anlaufstellen um neues zu erfahren – den mainstream

    lese ich schon lange nicht mehr. Nur die Beiträge sollten etwas länger sein.

  11. Habe Ihr Magazin erst kürzlich entdeckt. Was ich aber in der Kürze feststellen konnte,ist, dass Sie Leserkommentare veröffentlichen, wozu die sogenannten etablierten Zeitungen zu feige sind. Auch ich habe von den Mainstream-Zeitungen die Nase voll. Überwiegend sind das alle "Regierungs- pro USA und hauptsächlich Merkelblätter". Mohn, Bertelsmann und Spiegel lassen grüßen. Wer Angst vor Tacheles hat, sollte nicht Journalist werden bei Zeitungen, die vorschreiben was, der Journalist zu sagen hat. Der Journalist bekommt sein Gehalt  wegen des Interesses an der Zeitung, darf er aber nur das schreiben, was der Redaktion genehm ist, dann sollte er besser Brötchen verkaufen.

    Weiter so !
     

  12. Wenn man ein mündiger Bürger ist, dann ist man nicht links oder rechts, dann ist man immer gerade aus.

    Wer links oder rechts ist, der dreht sich immer nur im Kreis und kommt nicht vorran er ist gefangen im Kreise seinesgleichen, also aller Gleichdrehender.

    Nur wer gradeaus ist sieht dei Welt und kann Eindrücke sammeln, die frei sind von Beeinflussung.

    Und selbst wenn Eure Einstellung wie die eines Flusses verläuft, der sich mal mit Links herum, dann mit rechts herum langsam zum großen Meer vortastet, dann werdet ihr am Ende feststellen, daß geradeaus immer schneller gewesen wäre.

    Also laßt Euch nicht nach Divide et impera also teile udn Herrsche von anderen abgrenzen. Nur das Ganze kommt gemeinsam und schnell zum Ziel.

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