Aufstand in Libyen. Bild: Flickr / BRQ Network CC-BY 2.0

Das seit dem Sturz Gaddafis zerfallende Libyen kommt nicht zur Ruhe. Nun will die Arabische Liga eine gemeinsame Eingreiftruppe aufstellen, die dem Vernehmen nach von Frankreich und Italien unterstützt werden soll.

Von Marco Maier

Unter ägyptischer Führung und mit "Hintergrundunterstützung" aus Frankreich und Italien will die Arabische Liga das seit dem Sturz des früheren Staatsoberhaupts Muammar al-Gaddafi durch Machtkämpfe rivalisierender Gruppen zerbröselnde Land unter Kontrolle bringen. Dies berichtet die US-amerikanische "Defense News".

In einigen Tagen wollen demnach ranghohe Militärs aus Ägypten, Jordanien, Saudi-Arabien, den Vereinigten Arabischen Emiraten, Kuwait, dem Sudan und aus Libyen selbt in Kairo ein Treffen abhalten, um die weitere Vorgehensweise abzustimmen.

Abdullah al-Thinni, der neue Ministerpräsident der in Tobruk amtierenden libyschen Regierung, forderte die Arabische Liga dazu auf, nach dem Vorbild im Jemen auch militärisch in Libyen einzugreifen. Damit will er seiner Regierung die Macht im Land sichern – und natürlich auch den den Zugriff auf die Ölreserven.

Dass die neuen Machthaber dabei die Strategie Gaddafis forführen, welcher die Einnahmen aus dem Ölgeschäft vor allem der Bevölkerung zukommen ließ, darf man jedoch nicht erwarten. Vielmehr dürfte die Zukunft Libyens dann eher jener der Golfstaaten entsprechen, wo sich eine kleine Kaste an Scheichs maßlos bereichert, während der Großteil der Bevölkerung so gut wie gar nicht vom Ölreichtum profitiert.

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3 KOMMENTARE

  1. Geheimer Militär-Plan der EU: In Libyen geht es um Öl, nicht um Flüchtlinge

    Deutsche Wirtschafts Nachrichten  |  Veröffentlicht: 15.05.15 10:46 Uhr  |  

    Ein Geheimpapier der EU fördert zu Tage: Der geplante Einsatz der Nato gegen Libyen trägt deutlich die Züge einer Invasion. Die EU nimmt außerdem in Kauf, dass Zivilisten bei dem Einsatz getötet werden können. Unter der Führung der US-Regierung wird der Krieg zum Instrument der Politik in Europa. Bei dem Einsatz geht es um die Kontrolle über die Öl-Förderung in Nordafrika.

    Ein EU-Geheimpapier legt eher den Verdacht nahe, als sollte hier unter dem Vorwand der Flüchtlings-Abwehr ein geopolitisches Ziel verfolgt werden. Die USA und die EU scheinen zu versuchen, ohne großen öffentlichen Widerstand zum Player in Libyen zu werden, um die Öl-Förderung in dem von Stammeskämpfen völlig zerrütteten unter ihre Kontrolle zu bekommen.

  2. In einem Land, in dem die Zeitungen fast jeden kritischen Kommentar bezüglich USA gelöscht oder nicht veröffentlicht wird, deren über 40 Kriege (alleine nach 1945) den von ihnen verursachten über 45 Millionen Toten…deren von Soros finanzierten Angriff auf die Ukraine…

    deren ins gesamt verbrecherischen Weltmachtstreben und zuletzt auch noch die Erpressung Deutschlands, das immer noch nicht souverän ist und dessen Kanzlerin eine Marionette der USA ist und die Aggressions- und Lügenpolitik der USA (NATO) mitmacht…..

    EIN SOLCHES LAND IST GARANTIERT KEINE DEMOKRATIE !!!!

    Trifft übrigens auch auf alle EU-Staaten u. sonstige Mitmacher zu !!

  3. SCHWEIZ

    MAGAZIN

    Washington zahlt 300 Milllionen für mehr tote Ostukrainer

    Der US-Senat hat weitere 300 Millionen Dollar an Militärhilfe für die Ukraine gebilligt, damit die NAZI-Banden ihr eigenes Volk besser töten können. Diese Ausgaben sind im Pentagon Budget für das Jahr 2016 aufgenommen worden.

    Der Gesamtbetrag des amerikanischen Verteidigungshaushalts für das nächste Jahr wird sich auf 612 Milliarden VS-Dollar belaufen. Ein Teil des Geldes wird als militärische Hilfe in die Ukraine gehen. Allerdings muss das Pentagon aufgrund der zusätzlichen Kosten, sein Personal um 30 Prozent über die nächsten vier Jahre reduzieren.

    Die Verteilung der Militärhilfe für die Ukraine nicht die einzige Mehraufwand im US-Militärbudget. Weitere 600 Millionen sollen an das Trainingsprogramm der syrischen "Opposition" gehen.

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