Europäische Zentralbank (EZB) - Bild: Flickr / MPD01605 CC-BY-SA 2.0

Insiderhandel ist nicht umsonst verboten. Doch die EZB-Führungsriege interessiert das nicht. Ganz im Gegenteil: Hedgefonds-Manager und Banker wurden vorab über Pläne informiert, damit sie sich auf Kosten Anderer bereichern konnten.

Von Marco Maier

Wenn die EZB auf den Finanzmärkten Milliardensummen bewegt, wirkt sich das entsprechend aus. Wenn dann die EU-Zentralbanker dann auch noch gezielt Hedgefonds-Manager und Banker – also Vertreter der Finanzoligarchie – über ihre Absichten und Pläne informieren, dann ist das ein Insiderhandel par excellence. Immerhin konnten sich so einige Vertreter der heftig kritisierten Branche ordentliche Summen ergaunern.

Wie nämlich bekannt wurde, traf sich EZB-Direktoriumsmitglied Benoît Coeuré am Montagabend um 19:30 Uhr mitteleuropäischer Zeit im luxuriösen Londoner "Berkeley Hotel" mit Vertretern der Finanzoligarchie. Darunter auch der bekannte Spekulant George Soros. Dort erklärte er ihnen, dass die EZB das Ankaufprogramm für Staatsanleihen noch vor dem Hochsommer intensivieren werde. Genauer gesagt: Im Mai und Juni wolle die EZB mehr Papiere kaufen, im Juli und August dann weniger, weil in dieser Zeit das Handelsvolumen solcher Papiere erfahrungsgemäß niedriger sei. Doch erst am Dienstagmorgen um 9:00 Uhr wurde die breite Öffentlichkeit darüber informiert.

Diese wenigen Stunden Differenz sorgten dafür, dass die anwesenden Banker und Hedgefonds-Manager sich schon deutlich früher entsprechend am Markt positionieren konnten, wodurch sie massive finanzielle Vorteile erzielen konnten. Angesichts der üblichen "Hebel" und dem Wissen um die zu erwartenden Marktreaktionen konnten die frühzeitig informierten Finanzoligarchen ihre Einsätze vervielfachen. Experten bezifferten die "Wettgewinne" mit bis zu 2.000 Prozent. Das heißt: aus nur Hundert Millionen Euro Einsatz könnten so um die 2 Milliarden gemacht werden.

Loading...

Liebe Leser, wenn sie kein Abo abschließen möchten, können sie uns auch mit einer Spende auf folgendes Empfängerkonto: Andreas Keltscha, IBAN: DE96100110012620778424, BIC: NTSBDEB1XXX oder per Paypal und Kreditkarte, unterstützen. Danke für ihre Hilfe!

Loading...

5 KOMMENTARE

  1. Insiderhandel ist nicht "umsonst" verboten!

    Nee, kostet! Aber wenn keiner dafür bezahlt, bezahlen alle zum Schluss !

    Ich denke es müssen erstmal ein paar Köpfe rollen !

    Baut doch symbolisch auf euren Marktplätzen, die Geo-tinen wieder auf !

    Und köpft die Strohpuppen mit Namensgebung !

    Ist so eine Art schwarze Magie!

    Zumindest wissen sie, das sie erkannt wurden !

    Und wer weis schon ob irgendsoein Harz4 Empfänger, der des Lebens überdrüssig wurde, sich nicht dann doch dafür entscheidet, noch jemand ins Paradis mitzunehmen!

    Milchmädchenrechnung= 5000 lebensmüde Harzer und wir sich die Probleme los !

    • Wir werden das jüdische Mahn-"Schandmal" in Berlin platt walzen, euch ein Mausoleum errichten! Und eines jeden Story in Stein meißeln, warum er zum Heldentum gezwungen wurde !

      ehrlich !

      Also vergesst nicht eure Story vorher zu hinterlegen !

      • Und tut mir einen Gefallen, legt nicht euren Fallmanager um (dafür haben wir die Cleaner- Ching-yoh-ho)!

        Offenbart euch in den Foren-Schnauze voll und so, wir sind überall!

        Wir sagen Dir dann wer in Deiner Gegend überflüssig wurde!

        Öffnen Dir den Weg und geben Dir die Werkzeuge !

        Der Rest bist Du ! Es gibt keinen Zwang !

  2. "Experten bezifferten die "Wettgewinne" mit bis zu 2.000 Prozent. Das heißt: aus einer Million Euro Einsatz könnten so um die 2 Milliarden gemacht werden."

    muss glaube ich 20 Mio. heißen, oder?

    • Jep. War ein Vertipper meinerseits. Ich hatte ursprünglich mit 100 Millionen gerechnet, da dies eher den Größenordungen entspricht, mit denen dort „gearbeitet“ wird. Danke für den Hinweis!

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here