Sie ist stigmatisiert, pervertiert, omnipräsent und als einzelner Begriff dennoch völlig ausreichend um in Deutschland politisch fundamentalen Fragen keinerlei Raum zu lassen: Die politische Rechte. Plakativ im Volksmund und der politischen Klasse als „Rechts“ bezeichnet ist der Begriff heutzutage nicht zuletzt ein gern genutztes Werkzeug, um sämtliche Meinungen und Positionen in der Gesellschaft die sich nicht in den etablierten Parteien Deutschlands wiederfinden keinen Raum zu lassen. Natürlich immer mit Verweis auf die NS-Zeit. Eine bis heute erfolgreiche Strategie, doch was bedeutet die politische Rechte eigentlich wirklich?

Von Julian-Chris Vögele

Es hat sich zu einem Kampfbegriff entwickelt: „Rechts“, das ist da wo das Böse ist. „Nazis und Rassisten raus!“ so schreit es landauf und landab. Das können wir in Deutschland nicht gebrauchen. Können wir auch nicht. Soweit also D´accord ! Deshalb sei es gut und richtig wenn man Rechts pauschal mit Nazismus gleichsetzt, schließlich hat uns und dem Rest Europas das „Rechte“ laut mehrheitlichem Tenor Unheil und Schande gebracht. Doch das ist so nicht richtig, war der Unheilsbringer doch der Nationalsozialismus der etwas anderes ist als die klassisch politisch rechten Positionen.

Die politische Rechte ist aus ganz spezifischen Gründen sehr wohl im politischen Diskurs benötigt und berechtigt und zwar unabhängig von der eigenen politischen Ausrichtung.  Nun ist der Kampf gegen Rechts in Deutschland längst nicht mehr nur ein Kampf gegen den Rechtsradikalismus und Neonazismus. Es ist ein Kampf gegen Positionen, die von praktisch keiner ernstzunehmenden Partei in Deutschland mehr repräsentiert werden und die letztlich in mehreren doch verhältnismäßig wichtigen Themen gipfeln wie zum Beispiel die Tatsache, dass Deutschland dabei ist in der Europäischen Union aufzugehen oder bereits aufgegangen ist, sowie die völlig falsche Asyl- und Migrationspolitik die seit Jahren betrieben wird, jedoch nicht nur auf Inkompetenz beruhend sondern von den meisten politischen Vertretern Deutschlands mehr oder weniger genau so gewollt. Es liegt mir fern, dass diese Zeilen als apologetische Schrift zur Verharmlosung von irgendwelchem extremistischen Gedankengut in welcher Art auch immer gewertet werden. Jedoch ist eine nüchterne Bestandsaufnahme, was es mit der politischen Rechten denn nun auf sich hat legitim und notwendig.

Praktisch jeder politische Akteur Deutschlands bedient sich dem Schlagwort Rechts um zu diskreditieren wann immer dies notwendig erscheint und dies selbst im augenscheinlich eigenem Lager. Auch bei der sich in der Auflösung befindlichen „Alternative für Deutschland“ bedient sich der nach eigener Aussage liberale Flügel neuerdings unter Federführung von Bernd Lucke dem Kampfbegriff „Rechts“ um diejenigen loszuwerden, die die Probleme des Landes an der Wurzel statt am oberen Strauch packen wollen. Dies ist umso erstaunlicher wenn man bedenkt, dass Bernd Lucke und die gesamte AfD in denen letzten zwei Jahren selbst Opfer des pauschalen Begriffs der politischen Rechten wurden und sich mit allen Kräften gegen diese Art der Diffamierung gewehrt haben. Dabei ist es bei weitem nicht so einfach wie uns das alltäglich versucht wird zu vermitteln. Seit der deutschen Wiedervereinigung hat es der politische Diskurs des Mainstreams in Deutschland höchst erfolgreich geschafft politisch „rechte“ und selbst einige eigentlich liberale Positionen in eine 1-zu-1-Analogie zum Nationalsozialismus zu rücken. Dies geschah mit unbewusster aber gütiger Mithilfe vom Otto Normalverbraucher, für den Politik im persönlichen Ranking der Interessen schon immer eine untergeordnete Rolle gespielt hat. Und wer kann es ihm verdenken ? Es ist insbesondere in Fragen der Außen- und Geopolitik sowie der Europäischen Union ein extrem komplexes Themenfeld und genau diese simple Tatsache ist die große Trumpfkarte der etablierten Medien und Parteien in Deutschland um wirklich jede Verankerung von Themen, die der politischen Marschrichtung widersprechen zu Verhindern. Tagtäglich findet eine völlig absurde Gleichsetzung mit dem Begriff des Nationalsozialisten mit Personen statt, die sich für nationale Interessen einsetzen. Resultierend entweder aus Kalkül oder aus kompletter Unwissenheit.

Ob es nun die eher klassisch linke Position der Ablehnung der NATO ist, oder eine eher klassische rechte Position, die die Stärkung des Nationalstaates vorsieht spielt hierbei keine Rolle mehr. Vielmehr dient der Begriff rechts auch unter anderem dazu, zu verhindern Fragen zu stellen wie die, ob der Staat in dem laut repräsentativer Demokratie in der Theorie links und rechts demokratisch repräsentiert werden können überhaupt noch Bestand hat. Auch bekannt als „Fragen des Systems“. Plädiert man für den Weiterbestand des Staates ist man rechts oder gar schon, mag es auch noch so absurd sein, ein Nazi. Es braucht schon einen Blick über den Tellerrand hinaus um die Dimensionen zu verstehen in denen der Begriff gebracht worden ist. Freilich ist in Deutschland nicht jeder bereit dazu, teils auch um unangenehmen Fragen aus dem Weg zu gehen.

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Die politische Rechte als politische Notwendigkeit?

Ob man es mag oder nicht, unabhängig von der eigenen politischen Orientierung gehört die politische Rechte selbstverständlich zum politischen Spektrum und stellt in den demokratischen Verfassungsstaaten im Idealfall das benötigte Gegengewicht zur politischen Linken her. Gibt es kein Korrektiv mehr, gibt es keine abweichende Meinung mehr, was eine Diktatur bedeuten würde. Wenn die politische Rechte das demokratische Spektrum verlässt und ins Radikale wechselt ist sie ebenso wenig tolerierbar, wie die radikale Linke. Diese beiden radikalen Ausprägungen des Spektrums liegen übrigens näher beieinander als die klassische Rechte und Linke auf beiden Seiten der Mitte. Im Extremen sind sich beide politischen Pole in vielen Punkten auffallend ähnlich und gleichsam zu verurteilen.

Politischer Extremismus ist und sollte also von allen politischen Akteuren auf beiden Seiten abzulehnen sein.  Die politische Rechte um die es hier geht handelt von derjenigen, die sich im demokratischen Spektrum bewegt. Dieses Spektrum allerdings hat einen nicht unerheblichen Radius. Wenn allerdings die Balance zwischen dem linken und rechten demokratischen Spektrum nicht hält oder sich verschiebt, lässt sich das beobachten was wir insbesondere in den letzten 20 Jahren seit der deutschen Wiedervereinigung in Deutschland sehen: Eine massive Verschiebung der politischen Achse nach links als Folge eines unfassbaren Duckmäusertums der Politik. Insbesondere aber nicht nur in der Außenpolitik ist der Internationalismus das inoffizielle Leitmotto geworden, offiziell betitelt unter „europäische Integration“.

Was bedeutet nun also die politische Rechte?

Definiert wird sie im klassischen Sinne über die Tatsache, dass davon ausgegangen wird, dass Unterschiede und Ungleichheiten grundsätzlich akzeptiert werden und genereller Kollektivismus in der Wirtschaft und Gesellschaft abgelehnt wird. Und vor allen Dingen beinhaltet sie – man mag es kaum glauben – auch die Freiheit und betont die Selbstverantwortung des Einzelnen. Sie lehnt den staatlichen Zentralismus ab und befürwortet ein schlankes Korsett des Staates im Inneren.

Natürlich betont die politische Rechte durchaus in außenpolitischen Fragen eine verhältnismäßig starke Stellung des Staates. Dies wird gerne mit dem Attribut Nationalismus umschrieben. Aber was ist denn wieder die genaue Definition des Nationalismus? Politik zu betreiben, die sich im Inneren wie im Äußeren an den ureigenen Interessen des Staates und seiner Bevölkerung orientiert? „National“ zu denken, wenn man politische Entscheidungen trifft? Dies sollte eigentlich ein Selbstverständnis und das Credo eines gewählten Volksvertreters sein.

Exemplarisch für den grotesken Umgang bezüglich nationaler Politik in Deutschland ist die Aussage von Hubertus Heil (SPD) der Frank Schäffler (FDP) 2012 im Plenum des Bundestages bei der Aussprache zum europäischen Stabilitätsmechanismus vorwarf „Nationalismus“ zu vertreten. Sollte ein deutscher Bundestagsabgeordneter etwa nicht die Interessen seines Landes über andere Stellen? Erst Recht wenn man bedenkt, dass es damals um die Finanzhoheit Deutschlands ging. Offensichtlich sieht das nicht nur die SPD nicht so, denn in dieser Debatte gab es damals einen wahren Wettstreit unter den Parteien darüber wer denn nun der „größere Europäer“ sei.

Das Gegenteil des Nationalismus ist der Multikulturalismus hinter dem sich nichts anderes als der Internationalismus verbirgt, welchen wiederum zum Beispiel die Europäische Union in ihrer heutigen Form darstellt. In Ihr wird die Freiheit der einzelnen Staaten zerdrückt, und ihre Eigenverantwortlichkeit sowie Selbstentfaltung Stück für Stück in absolut allen Bereichen ausgehebelt. Nicht nur TTIP lässt an dieser Stelle grüßen. Selbstverständlich geschieht das mit eifriger Unterstützung von ungefähr 95 Prozent aller deutschen Politiker, die wahrscheinlich aufgrund jahrelanger Gehirnwäsche mittlerweile selber daran glauben, dass die EU eine Art Halbgott in Form eines Staatenbundes oder mittlerweile de facto Bundesstaat darstellt. Auf dem Weg zum europäischen Zentralstaat ist eine Politik die sich an den Interessen des eigenen Staates orientiert natürlich höchst hinderlich, würde sie doch zu den von den Eurokraten so verhassten Unterschieden unter den Mitgliedsstaaten führen und eine Selbstentfaltung möglich machen.

Die Gefährlichkeit der Pauschalisierung

Zwei Gründe sind entscheidend für den Ruf der politischen Rechten in Deutschland und das Zusammenspiel dieser beiden hat den heutigen Ruf des Attributs erst möglich gemacht. Auf der einen Seite die wie Anfangs schon erwähnte sofortige Assoziation mit dem Nationalsozialismus und dem Dritten Reich und daraus folgernd die Tatsache, dass kein deutscher Politiker der die Karriereleiter emporklettern möchte, es sich leisten kann etwas zu vertreten, was man als „Rechts“ bezeichnen könnte. Dies ist mit ein Grund für den gesellschaftspolitischen Linksschwung der CDU und FDP, welche sich übrigens beide als „bürgerlich“ bezeichnen um nicht in einen (völlig unbegründeten) Verdacht der Rechtslastigkeit zu geraten, was natürlich kompletter Unsinn ist da ja alle Parteien für die Bürger da sind. Nun ja, zumindest da sein sollten.

Doch gerade die Gleichsetzung mit dem Nationalsozialismus hinkt an einigen Stellen gewaltig. Denn im Nationalsozialismus steckte der Sozialismus nicht nur im Namen. Hitler selbst mag ein größenwahnsinniger, und abgesehen von seinem Sozialdarwinismus ideologieloser Diktator gewesen sein, seine Anhänger und die Mehrheit der NSDAP-Parteifunktionäre aber mitnichten dem Sozialismus abgeneigt. Im Gegenteil, Goebbels sympathisierte mit dem klassischen Sozialismus wie ihn die SPD in der Weimarer Republik vertrat ebenso wie viele andere hochrangige Partei und Kreisfunktionäre bis hin zum einfachen Durchschnittsmitglied. Zusätzlich verachteten Hitler und die erste Garde der Führung um ihn das liberale (rechte) Bürgertum.

Dazu kommt, dass die Definition des Nationalsozialismus selbst äußerst schwammig ist. Das Privateigentum mag, wenn auch von einigen nur zähneknirschend, gewahrt worden sein. Die persönliche und freie Entfaltung jedoch war unter einem derart totalitären System zum Scheitern verurteilt. Das Kollektiv war nicht wie im klassischen Sozialismus bzw. Kommunismus die staatlich gelenkte Arbeiterklasse, die den Vorherrschaftsanspruch an sich riss, sondern das gesamte deutsche Volk, welches als eine gleichförmige Masse ohne individualistische Einzelausprägungen fungierte.

Der Nationalsozialismus war die nationale Form des Sozialismus. Der Sozialismus kollektiviert theoretisch grenzenlos und nicht anders war es im nationalsozialistischen Deutschland, nur das die deutsche Nation in diesem Fall das sozialistische Kollektiv war, welches sich über andere Länder in einer Straff geführten Hierarchie ausbreitete, so geschehen in der Ausdehnung des deutschen Reiches bis 1941. Der Nationalsozialismus war die nationale Variante des Internationalismus. Und eben der damalige Aspekt des Nationalen wird heute exzessiv in Deutschland als nationalistisch und Rechts bezeichnet, obwohl es sich nicht um das Gleiche handelt. Nationalismus hat von sich aus noch nie als Bedrohung fungiert, wenn er sich ausschließlich auf die Grenzen des eigenen Staates konzentriert. Bei Hitlers Eroberungswahn handelte es sich hingegen um unverhohlenen Imperialismus. Auch die nationalsozialistischen Pläne für ein Nachkriegseuropa waren alles andere als nationalistisch im klassischen Sinne.

Ein Zitat Goebbels: „Mit dem Kleinstaatengerümpel in Europa aufräumen…“ zeigt welchen Stellenwert die einzelnen Staaten Europas bei den Nationalsozialisten hatten. Ein Schelm, wer Parallelen zum Ausdehnungsdrang der Europäischen Union sieht. Es war im Prinzip, wenn nicht gänzlich eine Eingliederung in das deutsche Reich vorgesehen war, klar das alle Gebiete Europas unter deutsche Verwaltung gestellt werden sollten.

Es herrschte nur eine andere Art des Sozialismus unter dem Etikett des Nationalen und selbst die Verstaatlichung des Privateigentum war bis zuletzt in der Politik des Dritten Reichs nicht vom Tisch, sondern wurde mehrmals von Hitler erwogen, wann immer es ihm opportun erschien. Abzustreiten, dass es gewisse Parallelen zum Nationalsozialismus gibt ist eine Lebenslüge aller sozialistischen Parteien.

Wo Sozialismus drauf steht, kann keine Freiheit drin sein. Die beiden Attribute Freiheit und Sozialismus schließen sich nun mal aus, schließlich gibt es nichts ungerechteres als alle gleich und vermeintlich gerecht zu behandeln. Die Geschichte hat uns dies mehr als einmal gelehrt und bei der Menschheit steht nicht zuletzt durch die außer Kontrolle geratene Europäische Union zu befürchten, dass die Geschichte es uns auch noch weitere Male lehren wird.

Wer für den Nationalstaat als Grundgerüst, für die Freiheit, für Individualismus, ja auch für Unterschiede plädiert, braucht sich seiner Position nicht zu schämen, sondern sollte sie konstruktiv vertreten. Die Argumente sind, richtig eingesetzt, auf seiner Seite.

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10 thoughts on “Das böse R-Wort – Die Verzerrung der politischen Realität”

  1. Nationalsozialismus an sich hat auch noch nichts mit Totalitarismus zu tun. Eine Diktatur ist eben eine Diktatur, egal ob sie monarchistisch, kapitalistisch, sozialistisch, kommunistisch, imperialistisch, schattenstaatlich, also für die Mehrheit unsichtbar, oder sonst was ist. Die "Nazis" als Projektionsfläche für alles negative war lediglich die perfekte Ablenkung damit niemand bemerkt, wer gleich danach eine neue Diktatur in Deutschland wie aufgebaut hat:

    https://www.youtube.com/watch?v=tfXLOtlYC7E

    Das ist wie ständig den Bauern von der Gefährlichkeit des Wolfes für ihre Schafe zu erzählen damit sie die Gefahren nicht erkennen die vom Großgrundbesitzer und seinen Soldaten ausgehen, die angeblich nur die Wölfe fernhalten sollen.  

    Wenn jetzt daher nur noch wenige Menschen (mittels NSA und auch andere Geheimdienste) schon fast die ganze Welt überwachen, abhören und mittels ihrem Einfluss auf die Medien und die Nachrichtenagenturen dann lenken und beeinflussen ist das genauso eine Diktatur, auch wenn das manche immer noch für eine Demokratie oder gelenkte Demokratie halten:

    https://www.youtube.com/watch?v=n2kNLiPQFHE

    Was aber wenn selbst Che Guevara im Grunde ein Nationalsozialist war, denn auch er spricht ja von "patria o muerte". La patria, die Heimal, das Vaterland, in englisch motherland:

    https://www.youtube.com/watch?v=y1gX5NzBeIQ

    Vergesst daher "links" und "rechts", Nation oder eben was, mit diesem Denken will man nur euren Geist spalten. Es gibt Menschen und Kulturen, Ethnien, die sich manche ähnlicher und manche auch weniger ähnlich sind. Auch die Religionen zähle ich ünrigens zu der Kultur und auch diese Unterscheiden sich. Man kann sicherlich auch noch zwischen arm und reich, sehr arm und sehr reich unterscheiden und in unterschiedlich gebildet, oder zwischen Mann und Frau, aber "links und rechts" ist eine reine Konstruktion der Leute, die euch politisch gegeneinander aufhetzen, in zwei Lager spalten, Einigkeit um jeden Preis verhindern wollen.

    http://www.schattenintegration.de

    Frohe Bewusst- und Selbstwerdung.

     

     

  2. Der Nationalstaat ist weder rechts noch links. Der Nationalstaat ist neutral. Der Kapitalismus steht rechts, der Antikapitalismus links. Die CDU galt bis zum Mauerfall als Rechtspartei. Da saßen die ganzen Altnazis drinnen und sie galt als besonders Kapitalismusgläubig. Sie sitzt aus genau diesem Grund im rechten Flügel des Parlaments. Das Grundgesetz vertritt linke Positionen und rechte; die rechten Positionen werden beschränkt mit Artikel 15: Enteignung zum Allgemeinwohl. Im Gundgesetz sind alle die Argumente niedergeschrieben, welche zur Machtübernahme der Politik durch Kartellstrukturen (IG Farben) verhindern sollten.    

    Rassismus ist Rassismus. Und über Faschismus (Rechtsradikalismus) darf man nur sprechen, wenn man über den Kapitalismus spricht. Das wissen alle Presseleute, sonst hätten sie den Völkermord in Ruanda als Faschismus bezeichnet. Das taten sie aber nicht.

    Der Nationalsozialismus war ein verklärter Faschismus. Richtiger wäre vom Nationalfaschismus zu sprechen. Die Frage ist beantwortet worden. Im Wortsinn war die DDR ein real existierender Nationalsozialismus.  Und nicht umsonst galt die Mauer als Antifaschistischer Schutzwall. Die Systeme waren in Konkurrenz und inkompatibel. Hier lief alles dem Entpunkt vollkommener Privatisierung zu (Oligarchie, darüber liest man ganz unverholen auch in der Mainstream-Presse), da alles verstaatlicht und auf dem Weg in die kommunistische Diktatur.

    Bürgerrechte sind nicht rechts und nicht links. Und das Grundgesetz ist fein austariert zwischen Sozialismus (Wälder, Seen, einige Staatsmonopole wie Post und Versorger, denn der Staat braucht Macht, um Kartellstrukturen zerschlagen zu können) und soziale Marktwirtschaft (Artikel 20) mit Privateigentum.

    Das kann in Geschichtsbüchern und im Internet nachlesen.

    Lucke hatte schon seine Gründe, die Neurechten aus der Partei zu drängen. Mit denen ist kein Staat zu machen.

     

     

    1. Mit Nationalsozialisten ist sehr wohl ein Staat zu machen. Ein erschreckend erfolgreicher sogar, wenn alle plötzlich am gleichen Strang in die gleiche Richtung ziehen. Sie kennen wohl Ihre eigene Geschichte nicht. Das Problem bei Einigkeit der Mehrheit (negativ Gleichschaltung) ist lediglich dann der richtige Umgang mit der opositionellen Minderheit, der damals radikal und aus humanistischer Sicht untragbar war.

      Doch wozu Liberalismus führt sieht man ja in den VSA. Der Egosimus bringt eben nicht nur das Beste im Menschen hervor, zum Wohl der Allgemeinheit. Ohne bestimmte finanzielle Tricks und militärische Intervention wären die VSA auch schon längst zusammengebrochen.

      Alle Systeme haben daher anscheinend jeweils ihre spezifischen Schwächen, dass gilt aber leider eben auch für den Kommunismus/Sozialismus. Nur zum Thema Rassismus, da möchte ich Ihnen noch etwas mit auf den Weg geben, weil auch das weitaus weniger klar ist wie es auf den ersten Blick scheint:

      https://www.youtube.com/watch?v=6JU7YOzTv8M

       

  3. Ich fürchte, die Sache ist viel einfacher:
    Die Linken SPD und Grünen haben "rechts" ganz einfach als Kampfbegriff aufgebaut und die CDU /CSU war so dämlich in die Falle zu laufen, weil sie ja "in der Mitte" sein wollte. Damit einher ging ihre Versozialdemokratisierung. Natürlich ist die demokratische Rechte genau so legitim, wie die demokratische Linke. Das Ganze ist aber schlicht egal, weil wir keine Demokratie haben, sondern eine Lobby-Herrschaft im demokratischen Gewand, in der schon lange nicht mehr auffällt, dass eine "Politische Klasse"  mit Demokratie völlig unvereinbar ist. Beispiel AfD: Geht Lucke und der Rest würde sagen: Ja wir sind die demokratische Rechte, ob es euch passt oder nicht, wäre das ein Anfang.  Das Ganze funktioniert doch nur, weil alle mitspielen.

  4. Sehr geehrter Herr Vögele! RESPEKT, RESPEKT UND NOCH EINMAL RESPEKT! Sie sprechen mir mit Ihrem Artikel, mit dem Sie es genau auf den Punkt gebracht haben, aus dem tiefsten Herzen! Jetzt weiß ich, dass ich nicht der Einzige Rufer in der Wüste bin! Und wenn Sie schon den Faschismus ansprechen, dann vergessen Sie bitte nicht den Namensgeber des Selbigen. Benito Mussolini! Der flog bei den Kommunisten hinaus und gründete die "Faschistische Partei"! Es ist auch kein Wunder, dass die Wiener Proleten 1938 alle für den Anschluss an Hitlerdeutschland stimmten, obwohl oder weil sie gar so glühende "Sozialisten" waren und ihr Oberbonze Renner ihnen empfahl (wortwörtlich)::" Genossinnen und Genossen! Stimmt für den Anschluss an Deutschland! Besser mit Hitler und den Nazis, als mit Schuschnigg und den Schwarzen (christlich-sozialen), denn es ist vollkommen egal ob national oder international – Hauptsache sozialistisch!" Und heute wählen die Proleten, die vorher glühende Rote waren, wieder die B….en (andere B-Farbe mit AU), mittlerweile, lt. Umfragen, die stimmenstärkste Partei in Österreich (26%)! Es hat sich nicht viel geändert unter der Sonne………

  5. Hitlers Eroberungswahn? Der muss aber erst sehr spät gekommen sein. Hat er deswegen vorher mühselig noch den Westwall bauen lassen, von den Kosten mal ganz abgesehen?

     

    Auf den Ostfeldzug war man wohl auch noch nicht richtig vorbereitet, die Planung von langer Hand im Vorfeld machen bestimmte Tatsachen zumindest fragwürdig:

     

    Der Forschungsstand bei Kriegsausbruch

     

    Fassen wir zusammen: Mit Kriegsausbruch wurde – und fühlte sich – die wissenschaftliche Elite der Tropenmedizin und der medizinischen Hygiene Deutschlands damit beauftragt, brauchbare Impfstoffe gegen das Fleckfieber zu entwickeln. Anlaß waren Befürchtungen, daß sich deutsche Soldaten und Besatzungspersonal im "Ostraum" mit dieser "gemeingefährli-chen" Krankheit anstecken könnten und daß durch die Umsied-lungspolitk das Fleckfieber in die Heimat verschleppt werden könnte; später sprach man von einem zu errichtenden "Seu-chenschutzwall".

     

     Quelle: Fleckfieberforschung im Deutschen Reich 1914 – 1945, S. 56, Doktorarbeit von Thomas Werther aus dem Jahr 2004, Philipps-Universität Marburg. http://archiv.ub.uni-marburg.de/diss/z2008/0157/pdf/dtw.pdf 

     

     

    Erst mit Kriegsausbruch?

     

    Wie heisst es so schön: Das erste Opfer des Krieges ist die Wahrheit. Deutschland hat bis heute keinen Friedensvertrag, kann jederzeit auch ohne Mandat der VN wieder durch die Alliierten besetzt werden. Die Wahrheit, Herr Vögele, ist noch viel erschreckender als Sie es derzeit anscheinend schon wissen.

     

    Was ausserdem spricht gegen Nationalsozialismus, also einen Mittelweg zwischen entgrenztem Kapitalismus und weltweitem Kommunismus? Wenn Sie grösstmögliche Freiheit vor allem dadurch auch des Kapitals wünschen und unbegrenzte private Vermögens- und Eigentumsakkumulation, dann wären doch die VSA genau der richtige Ort für Sie. Ich möchte so etwas nicht, weder in der EU, noch in Deutschland. Beides entwickelt sich jedoch derzeit hier auf eine sehr seltsame Art und Weise. Für die sehr Wohlhabenden und bestimmte zumindest elitäre Kreise entsteht hier gerade eine EUSA, für den Rest eine EUSSR. Gewinne werden privatisiert, Verluste, auch zukünftige, der Allgemeinheit aufgebürdet. Am besten kann man nämlich auch grosse Beträge in dunkle Kanäle verschwinden lassen, wenn man mit möglichst noch grösseren Beträgen hantiert, arbeitet, jongliert, und das auf eine möglichst komplexe Weise, die keiner mehr zu durchschauen und überprüfen vermag. Organisiertes Verbrechen im Anzug und Hosenanzug oder Kostüm, nicht anderes ist daher die EU. Mit dem erwünschten Nebeneffekt, dass man dadurch auch Deutschland, hauptsächlich das deutsche Volk zum ununterbrochenen Aderlass zwingt und dadurch schwächt. Eine Art versteckter Friedensvertrag von Versailles also. Wie wäre es also mal ganz ohne Verbrecher, egal in welchem Gewand?

  6. Danke Hr.Vögele für den Artikel !

    Persönlich bekomme ich auch schon öfter die Krise, wie seit ca.20 Jahren die Begriffe mit festgelegter Deffinition richtiggehend "vergewaltigt" werden, nur um eine gegenteilige Meinung so schnell als möglich loszuwerden oder gar nicht zuzulassen. Es gibt da ja einige Beispiele, wo ich mittlerweile schon lachen muss, wie schnell du dann dein Gegenüber aus dem Konzept bringen kannst, wenn du eine Gegenfrage stelltst.

    1) Beispiel: "antisemitismus" ……………..wenn das einer loslässt, stell ich bereits immer die Gegenfrage, wen er denn meint !? Fast nie bekommst du eine Antwort, denn wer von den Typen die mit diesem Wort herum werfen, kennt schon die Geschichte der Söhne Noahs.

    2) Beispiel: "Nationalismus" bei dem Wort denken fast alle sofort an die Nazis……….sorry aber Nationalismus verstehe ich als Grundvorrausetzung für jeden Bürger einer souveränen Nation. Mir hat einmal einer gesagt er sei strickt gegen den Nationalismus, worauf ich ihm leider sagen mußte "er solle sofort seinen Pass und seine Staatsbürgerschaft zurück geben… ich glaube der denkt heute noch darüber nach, weshalb :-))

    3) Beispiel:….trau dich und sag einmal, einige der Gedanken von Marx sind ok……da mußt du heutzutage aufpassen, dass sie dich nicht gleich nach Russland deportieren. Macht sich heute ja keiner mehr die Mühe und liest sich einmal die Lehren des Karl Marx durch; würde er es tun, dann könnte er feststellen "wau, Marx hatte damals schon ein paar gute Ideen, die selbst heute noch Anwendung finden"  (es vergessen ja viele, das Marx nicht gleich "hardcore-Kommunismus" bedeutet, sondern zb. große Teile unserer Volkswirtschaftslehre von ihm beeinflusst sind)

    usw usw…..

    Persönlich habe ich seit Jahren einen großen Wunsch ans Christkind: " Alle an dem politischen Diskurs Beteiligten müssen zurück auf die Schulbank und nochmal die verschiedenen politischen, ökonomischen, sozialen Richtungen und deren Begriffe lernen. Vielleicht verstehen sie dann, dass sie derzeit in einem Zug sitzen der gerade mit 200 an die Wand knallt.

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