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Offizielles Logo des Eurovision Song Contest 2015 / Pressefoto ORF
Offizielles Logo des Eurovision Song Contest 2015 / Pressefoto ORF

„Building Bridges“: Brücken bauen und Mauern errichten

Das diesjährige Motto des Eurovision Song Contests lautet "Building Bridges" - Brücken bauen. Der 60. Song Contest findet heuer vom 19. bis 23.5. in Wien statt. Wien war zwar immer schon eine Brücke zwischen West und Ost, diese Brücke ist aber längst - wenn nicht eingestürzt - zumindest einsturzgefährdet. Als Mitglied der Europäischen Union muss Österreich die harte Linie der EU-Sanktionspolitik gegenüber Russland beinhart vertreten und mittragen. Brücken werden in Österreich nur mehr für die Umsetzung von Minderheitenprogrammen geschlagen.

Von Andre Eric Keller

Dieses musikalische Großereignis ist eine der größten Veranstaltungen der Welt und ist daher hervorragend dazu geeignet, alle möglichen und unmöglichen Botschaften in die Welt hinauszutragen. Österreich und der Veranstaltungsort Wien wollen sich als besonders weltoffen und tolerant zeigen. Die Toleranz aber, nimmt nicht nur die Politik zu Russland aus, sondern auch abweichende Meinungen. Wer sich nicht für die Auswüchse und Fantasien unserer manchmal auch pervertierten Wohlstandsgesellschaft begeistern kann, gilt gemeinhin als rückständig oder ewiggestrig.

Auf der obersten Agenda der Europäischen Union steht das "Gender Mainstreaming", die Gleichstellung der Geschlechter, für viele gilt dies auch als Gleichmachung der Geschlechter. Die Frühsexualisierung unserer Kinder, Homoehe mit angegeliederten Adoptionsrecht sollen in unseren Alltag einziehen. Neue Geschlechter werden künstlich konstruiert, uns wird suggeriert dass wir - unabhängig von unserem Geschlecht - sein können was wir möchten. Österreich und Wien will Vorreiter auf diesem Gebiet sein. Der neueste Streich der rotgrünen Wiener Stadtregierung, rechtzeitig zum Lifeball und ESC, lässt so manchen Bürger nach der Sinnhaftigkeit fragen. Einige Wiener Ampeln wurden für 65.000 Euro homosexuellengerecht umgestaltet. Dieses Projekt wird auch wissenschaftlich begleitet, denn angeblich sollen die Fußgänger dadurch zu mehr Aufmerksamkeit im Straßenverkehr angeregt werden. 

Spätestens seit dem Sieg von Conchita Wurst beim Song Contest 2014 vergeht kein Tag, an dem wir nicht mit neuen sexuellen Alternativen bombadiert werden. Während die Politik kaum noch über die klassische Familie nachdenkt und diese auch nicht mehr hinreichend fördern möchte - sie erinnern sich noch, eine Familie bestand aus Mann, Frau und Kindern - werden uns alternative Formen des Zusammenlebens förmlich aufs Auge gedrückt. Die Familie wie sie seit jeher den Kern unserer Gesellschaft bildet, soll ausgedient haben. Die neue Familie besteht aus gleichgeschlechtlichen Paaren, mit Recht auf Adoption und künstlicher Befruchtung. 

Die Zeiten ändern sich. Gestern glaubten wir noch an die Unantastbarkeit der Familie, an die Ehe von Mann und Frau. Was kommt dann morgen?  Es ist nicht die Angst vor Neuem, es ist die Angst vor dem Verlust des Beständigen, vor dem Bewährten. Haben wir nicht auch das Recht dazu, gegen die Veränderungen in der Gesellschaft einzutreten, welche wir nicht für richtig halten? 

Georg Nagel, Autor und politischer Aktivist, ruft deswegen am 23.5. um 20 uhr zu einer Demonstration "Gegen Dekadenz und Werteverfall" auf. Als Redenerin tritt u.a die freiheitliche Nationalratsabgeordnete Susanne Winter auf. Nagels vier Punkte umfassende Forderung finden sie (hier).

One comment

  1. Diejenigen, denen etwas an konstruktivem und positivem Umgang mit unserem großen Nachbarn im Osten liegt, haben beim diesjährigen ESC eine großartige Möglichkeit, Einfluss auf das weitere Geschehen zu nehmen. Außerdem ist die russische Sängerin gut und der Song annehmbar, so dass man nicht einmal seinen Qualitätsanspruch verbiegen muss.

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