Atlantic Council: Neue “Beweise” für Putins Krieg in der Ukraine

Dieser Tage geben sich die US-amerikanischen Denkfabriken sprichwörtlich die Klinke in die Hand, wenn es darum geht, Russland die ständig unterstellten Aggressionen nachzuweisen. Mitarbeiter des Atlantic Council wollen nur mittels Bildern, Youtube-Videos und Google Earth beweisen, dass Russland aktiv im Krieg in der Ostukraine involviert ist. 

Von Andre Eric Keller

Ziel des Atlantic Councils ist die Förderung "konstruktiver US-Führerschaft" und des US-amerikanisches Engagements in internationalen Angelegenheiten auf Basis der zentralen Rolle der atlantischen Gemeinschaft bei der Bewältigung der internationalen Herausforderungen des 21. Jahrhunderts. Jetzt wissen wir welchen Herren gedient wird, wer aber sind die Autoren dieses Berichts? Der ehemalige US-Botschafter in der Ukraine, John Herbst und Elliot Higgins, der Gründer des Pseudo-Investigativprojekts "Bellingcat" (dessen angeblichen "Enthüllungen, z.B. in Sachen MH17 längst widerlegt wurden), um nur die zwei wichtigsten Autoren zu nennen. Unter den Direktoren findet man auch klingende Namen ehemaliger US-Regierungsmitglieder wie Henry Kissinger, Condolezza Rice oder Colin L. Powell.

Auszug aus dem Bericht:

Russland ist im Krieg mit der Ukraine. Russische Bürger und Soldaten kämpfen und sterben in einem Krieg, der von ihrer Regierung selbst geschaffen wurde. Russlands Präsident Wladimir Putin leugnet weiterhin die russische Beteiligung an den Kämpfen, aber die Beweise sind unbestritten und überwältigend. Open-Source-Informationen liefern unwiderlegbare Beweise für ein direktes, russisches Engagement in der Ukraine.

Die fünf wichtigsten Ergebnisse:

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  1. Satellitenbilder bestätigen die Bewegung der russischen Truppen und Lageraufbauten an der ukrainischen Grenze.
  2. Russische Trainingslager sind an der ukrainischen Grenze stationiert. Sie sind die Ausgangspunkte des russischen Kriegs in der Ukraine. Diese Lager sind der Sammelpunkt für militärische Ausrüstung aus Russland, die in die Ukraine transportiert wurden um rasch ins Arsenal der Separatisten zu gelangen, sowie für die aus ganz Russland mobilisierten Soldaten, die in der Ukraine aufkreuzen.
  3. Die Kommandeure befehlen den russischen Soldaten, die Erkennungsmerkmale von Militärfahrzeugen zu verbergen, Abzeichen auf den Uniformen zu entfernen und erst dann über die Grenze zu den separatistischen Kräfte im Osten der Ukraine zu gehen.
  4. Eine Vielzahl von in Russland hergestellten Waffen und Munition, die das ukrainische Militär nicht verwendet, hatten die Seperatisten in ihren Händen. Einschließlich der auf der Schulter abzufeurenden Boden-Luft-Raketen (MANPADS), verschiedene Arten von Raketenwerfern, Panzerabwehrlenkwaffen, Landminen und verschiedene Kleinwaffen.
  5. Während den Schlüsseloffensiven haben die russischen Streitkräfte in der Ukraine Deckung von russischem Territorium aus erhalten. Eine Kombination aus Satellitendaten, Krateranalysen und Open-Source-Materialien bestätigt, dass viele Angriffe von russischen Territorium ausgingen.

Auf den Google Earth-Satellitenfotos sind jede Menge Camps zu sehen. Sie sollen sich in unmittelbarer Nähe zur ukrainischen Grenze befinden. Außerdem sollen dort auch Abschussbasen vorhanden sein. In den sozialen Netzwerken wurde nach verwertbarem Material gesucht welches den Aufenthalt russischer Soldaten in der Ukraine beweisen soll. Auf den Profilseiten russischer Soldaten fanden sie angeblich belastbares Material, welches diese These unterstützt. 

Lesen Sie auch:  Wladimir Putin gärtnert im östlichen Mittelmeer

Moskau dementiert jedoch weiterhin den Einsatz von russischem Militär in der Ukraine.

Zum Originalbericht geht es (hier)

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6 Kommentare

  1. und gar täglich erfindet man neue Beweise, dass Putin in der Ukraine rumtrampelt? euere originalberichte könnt ihr euch unter die Vorhaut jubeln, weil sie sowiso keiner glaubt, gell?

  2. Seit wann sind Lügen Beweise. Wo sind die Bilder? Also, wenn ich so oft beim Lügen erwischt worden wäre, würd ichs aufgeben

  3. Angenommen, Russland beteiligt sich am Krieg. Ich denke, es ihr Recht, denn es geht um die Nationale Sicherheit. Ansonsten stehen in der Ost-Ukraine US Soldaten (NATO) mit Abschirmrakten etc. D.h. sie könnten viel leichter Interkont.Raketen abschießen usw. Genau dies weiß Moskau und will es unterbinden, damit sie im Notfall ihre Raketen gegen einen Angriff abfeuern können und Gefechtsfägig bleiben

    Warum unterstützt USA die Terroristen im nahen Osten? Auch Nationale Sicherheit? Wir sollen  es nur annehmen, das es so ist, damit die USA dann gegen alle Regel und Gesetzt  verstoßen kann und niemand hier sie in Frage stellen soll. USA ist mit seiner kurzsichtigem Politik für den Zustand im nahen Osten und die Terrororagnisation, welche sie aufgebaut haben, verantwortlich. Allein sie sollten für die Zigtausend Tote in Irak, Syrien, Libyen …. verantworlich gemacht werden. In meinen Augen können große Parallele zwischen dem Dritten Reich und die jetzige US Politik gemacht werden.

  4. Na Herr Keller, da ist aber leider kein guter Beitrag zustande gekommen.

    Dass die weltweite politische Behindertenwerkstatt – wozu oder gerade auch Atlantic Council gehört – mit Google Earth Bildern arbeitet, traue ich dem Idi-o-tentum ohne weiteres zu.

    Man muss diesen Unsinn aber nicht auch noch weiter verbreiten, schon gar nicht im guten Contra Magazin. Weiß denn heute nicht jedes Kind, dass die veröffentlichten Fotos in den sehr überwiegenden Fällen älter als 5 Jahre sind, viele sogar über 8 Jahre am Buckel haben? Ich bin erstaunt und eigentlich müsste man auch erwarten, dass niemals “frische” Luftaufnahmen öffentlich gestellt werden (Ausnahmen ausgenommen, z.B. damals Ruanda). Aktuelle Luftaufnahmen würden das Millitär aller Länder Amok laufen lassen, und die meisten Politiker auch.

    Nichts dagegen, dass bestimmte Narren – und zwar immer dieselben – Google Earth Fotos auswerten, aber wir anderen haben lange schon genug von dem Affentheater, mit dem Politik und die sogenannte “Elite” seit ca. zwei Jahren den Leuten auf den Geist gehen und dabei nicht müde werden.

    1. Wie Google seit Jahren versichert, sind die Bilddaten durchschnittlich zwischen einem und drei Jahre alt; es befinden sich nachweislich auch Daten darunter, die zehn Jahre und älter sind (so stammen manche hochauflösenden Daten der Schweiz von 1997 und die flächendeckenden Daten für Deutschland sind auf den 4. März 2000 datiert). So sind zum Beispiel die Aufnahmen einiger Regionen Europas trotz dichter Besiedlung unscharf oder veraltet, während beispielsweise vom dünnbesiedelten grönländischen Ort Nuuk überdurchschnittlich gute Bilder vorliegen.

      Seit Version 4.3 wird der Aufnahmezeitpunkt, wenn dieser bekannt ist, jahres-, monats- oder oft sogar tagesgenau an der unteren Fensterkante eingeblendet.

      Quell:
      http://de.wikipedia.org/wiki/Google_Earth#Bilddaten

      Google-Earth-Zeitstempel einblenden
      http://www.schieb.de/603278/google-earth-zeitstempel-einblenden

      Alter von Google Earth Luftaufnahmen
      http://forum.computerbild.de/programme/alter-google-earth-luftaufnahmen_13129.html

      https://www.google.de/search?hl=de&source=hp&q=alter+google+earth+bilder&btnG=Google-Suche&gbv=2

  5. vor allem sind die camps und Truppen in Russland selbst der Beweis für den Krieg in der Ukraine, gell?

    Wenn die USA ihre Truppen weltweit in fremden Ländern marodieren lässt, dient das dem Frieden.

    Wenn Russia seine Trppen im eigenen Land bewegt, ist das Krieg in fremden Ländern.

    Diese Tatsachen sind der BEWEIS für die verbrecherischen Verlogenheiten der USA, Deutschland, EU und Co.

    WIR MÜSSEN uns ENDLCH WEHREN. Widersatnd ist erlaubt – auf breiter Font.

     

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