Staatsrundfunk: Warum nicht gleich ein Abomodell-Bezahl-TV?

Kritik an der GEZ in Deutschland und dem GIS in Österreich gibt es schon lange. Das teure Staatsfernsehen mit den unzähligen Sendern wird via Zwangsbeiträgen finanziert – auch wenn man sich deren Programm nicht ansieht. Besser wäre es, wenn man dies via Abos löst – wie bei Sky, Netflix & Co. Niemand soll dazu gezwungen werden, für Staatspropaganda bezahlen zu müssen.

Von Marco Maier

Es gibt kaum jemanden, der nicht die Gebühren für die ganzen öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten bezahlen muss. Besitzt man Radio- und TV-Geräte oder einen Internetzugang, "darf" man für den Staatsfunk bezahlen. Egal ob man das volle Programm nutzt, ab und an mal einzelne Sendungen ansieht, oder ohnehin nur durch private Sender zappt. Das sorgt natürlich für Verdruss, zumal die (seit dem 1. April) 17,50 Euro pro Monat sich aufs Jahr hinausgerechnet doch zusammenläppern.

Dabei gäbe es doch Alternativen: Zum Beispiel die Einführung von Abomodellen wie sie das private Zahlfernsehen schon lange anwendet. Ob man nun nur die Hauptprogramme (ARD & ZDF, bzw. ORF 1 & 2) oder auch die ganzen regionalen Sender und Nischensender sehen will, ist dann eine Sache die jeder Einwohner selbst entscheiden kann. Und wer keine Lust auf den Staatsfunk hat, nimmt eben kein Abo und somit keinen Zugang zum jeweiligen Programm.

Fakt ist, dass solche Zwangsverpflichtungen nicht nur anachronistisch sondern auch freiheitsberaubend sind. Im Prinzip ist das nichts weiter als eine Verpflichtung, für den gesamten medialen Propagandaapparat des Staates zu bezahlen. Angesichts der "RTLisierung" des öffentlich-rechtlichen Programms kann man ohnehin kaum mehr davon sprechen, dass der Staat mit dem eigenen Rundfunk eine "besondere Qualität" liefern würde. Von den Propaganda-Nachrichten ganz abgesehen.

Umso wichtiger ist es, diesem Unfug ein Ende zu bereiten. Wer sich unbedingt die "Tagesschau", "Heute" oder das "Quizduell" ansehen möchte, soll eben dafür bezahlen. Doch all jenen Menschen die Gebühren für diese Sendungen aufzuzwingen, die kein Interesse daran haben, ist einfach nicht in Ordnung. Vielleicht würde die Einführung eines freiwilligen Abomodells auch endlich dazu führen, dass das Qualitätsniveau steigt – um damit eine entsprechend hohe Zahl an Abos zu erhalten, damit sich dieser ganze aufgeblähte Apparat überhaupt noch lohnt.

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6 Kommentare

  1. …. leider im obigen Vortrag schon in Satz 1&2 Stuss: Den Staatslügenpopelscheisdreck muss/soll/will /nicht auch jener mitfinanzieren der keine Göbbelschnauze hat!

    Bitte um Richtigstellung.

  2. Ich würde Arte abonnieren und 3sat. Da ist natürlich auch nicht alles Gold, was glänzt, aber dann könnte man abschalten.

    Das Problem des Fernsehens ist die Sucht. Das ist auch lange bekannt. Die Medien verklären die Sucht als Zukunft und Internet der Dinge.  Genauso, wie das Einkaufsverhalten heute verklärt wird. Darüber haben die Medien früher selber aufgeklärt. Nun heißt die Kaufsucht: Shoppen. Kauf dich glücklich!

    Wer wüßte besser als der ÖRR, daß es technische Lösungen gibt, die nicht im Widerspruch stehen zum Grundgesetz? Das Gerichtswesen ist kollabiert. Und darauf setzt die ÖRR-Staatspropaganda. Auf Zermürbungstaktik und die Sucht. 

    Ich will keine Tipps geben, wie man den Zwangbeitrag umgeht, aber Möglichkeiten sind da. Renitents. Man muß genau abwägen, ob dem Staatsfunk ein Eklat abschreckend genug ist, einen links liegen zu lassen.

     

     

     

     

     

     

     

  3. Schöner Gedanke,
    leider aber führt das dazu,
    1. dass die Sendeanstalten dann ihr Programm verschlüsseln müssten damit keiner schwarz sieht, was weniger Reichweite für Propaganda berdeutet.
    2. wahrscheinlich die Einnahmen um mehr als die Hälfe einbrechen würden, weil eben nicht jeder bereit ist für diese Programm zu zahlen. Weniger Einnahmen = weniger Geld für Personal + Propaganda.
    mit dem etzigen Modell das auf Zwang und staatliche Strafe bei Zuwiederhandlung setzt lässt sich nun mal das meiste Geld beim Volk erpressen.
    Daran wird die Obrigkeit so schnell nichts ändern, es seie denn das Volk befreit sich selbst davon mit einer Revolution.

  4. Her ihr Newcons, ist gar kein schöner Gedanke. Ihr verdreht Ursache und Wirkung.

    Nur "weil einige geile Geldsäcke" unsere öffentlich rechtlichen Medien gesetzeswiedrieg für ihre ganz private Kriegshetze missbrauchen, wollt ihr uns alle dem grellbunten KonsumwerbeWuschiWaschiTV ausliefern? Italien läßt grüßen. Nein dass will ich nicht, nein, nein, nein!

    Besser den Rechtstaat retten und wiederherstellen. Das ist die Aufgabe der Zeit. Ich fordere mein Recht und meine Menschenrechte ein. 

    So wird ein Schuh draus.

    Über die Gebührenhöhe können wir dann gerne streiten 🙂

    1. Hallo CarstenB,

      da gebe ich Ihnen unwidersprochen Recht. Da bin ich auch für.

      Sie sagen ja indirekt, daß der Rechtsstaat ausgehebelt worden ist. Das sehe ich genauso. Wenn ich Ihnen einen Vorschlag machen darf? Kaufen Sie sich ein Strafgesetzbuch. Das ist in der Beck-Reihe erschienen. Im Strafgesetzbuch ist das Völkerstrafrecht abgedruckt. Ich denke, das käme für uns in Betracht. Denn das Völkerstrafrecht geht der Verfassung vor und ist Bestandteil des Bundesrechts -> Artikel 25 GG.

      Meine Idee ist, eine Bewegung zu gründen nach Vorbild der chinesischen Demokratie-Bewegung Falun Gong. Man könnte auch Mahatma Gandhi zum Vorbild nehmen. Oder beide. Das könnte eine große Sammlungsbewegung werden, wo alle, Jugendliche und Alte, mitmachen können. Und es wäre eine deutsche Bewegung. Mit Demos nämlich ist kaum noch etwas zu gewinnen, die werden unterwandert und in die Gewalt gedrängt, um sie nachher medial zu zu schlachten

      Die Christen könnten auch angesprochen werden. Der Widerstand wäre dann explizit friedlich, was unserer Politik aufstoßen sollte.Denn die ist nur auf Gewalt vorbereitet.

      Der Name sollte natürlich deutsch sein. Barmherzigkeitsbewegung für Demokratie und gegen antideutschen Rassismus. Oder so ähnlich.

      Denken Sie mal drüber nach.

       

       

       

  5. Das funktioniert nicht.

    Wären die Staats- und Dummfunker von freiwilligen Zahlungen durch zufriedene Kunden abhängig, so wären sie vermutlich noch nicht einmal in der Lage, ein Testbild ganztägig auszustrahlen.

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