Schwache Weltwirtschaft: Chinas Exporte fallen um 14,6 Prozent

China ist die Exportnation Nummer 1 der Welt. Der massive Exportrückgang im März ist vor allem auf die Euroschwäche und eine schleppende Weltkonjunktur zurückzuführen. Der massive Rückgang im März ist kein gutes Zeichen für die chinesische Wirtschaft. Allerdings ist es eine Chance für die EU.

Von Marco Maier

Noch im Februar zum chinesischen Neujahrsfest waren die Ökonomen davon ausgegangen, dass die Exporte im März um gut 10 Prozent steigen werden. Nun kam die Ernüchterung: Gegenüber dem Vormonat sank der Wert der Ausfuhren um 14,6 Prozent. Im Vergleich zum Februar 2014 entspricht dies einem Minus von 12,3 Prozent.

Damit zeichnet sich wohl ein Umschwung ab, der unter anderem auch auf die momentane Euro-Schwäche zurückzuführen ist. Waren "Made in China" werden zumindest im wirtschaftlich ohnehin schon angeschlagenen Europa immer weniger nachgefragt. Europa ist allerdings der wichtigste Handelspartner der Volksrepublik.

Insgesamt ging der Warenaustausch mit der EU um 2,1 Prozent zurück während jener mit den USA sogar um 3,2 Prozent stieg. Mit Japan gab es ein Minus von 11 Prozent. Der Rest des Minus summierte sich aus den übrigen Weltregionen zusammen.

Bleibt der Euro weiterhin so schwach, könnte der Handel zwischen China und der EU im Laufe des Jahres noch weiter in den Keller sacken. Allerdings bedeutet dies auch eine mögliche positive Entwicklung für Europa, da sich die Produktion diverser Güter auf dem "alten Kontinent" dadurch wieder lohnen könnte. Insofern könnte dies für die angeschlagenen EU-Staaten durchaus eine wirtschaftliche Chance sein.

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2 Kommentare

  1. Es ist eher die Nachfrage weger der zunehmenden Verarmung weltweit, als das Europa jetzt in die chinesische Hochtechnologie einen Fuß rein bekommt. Wenn weltweit weniger gekauft wird, heißt das ja nicht automatisch Europa könnte mehr verkaufen.

    Der Zug ist schon lange abgefahren. Technologie und Fachkräfte sind bestens in China, in Europa, na ja (eventuell Reimport aus China als Programmierer -haha).

  2. Es ist noch nicht lange her, da wurde China medial verrissen, weil es einen angeblich unkontrollierten Exportüberschuss vorwies. China erklärte sich bereit, diesen Exportüberschuss zu drosseln und in seinen Binnenmarkt verstärkt zu investieren. Jetzt, wo China genau das Versprochene einhält und auch in den eurasischen Markt investiert, um seine grossen Projekte wie "Seidenstrasse", Ausbau der Verkehrsnetze, Förderung der Energiepolitik mit Russland und Iran usw. usw. voranzutreiben, jetzt wird auf China medial mit dem Begriff "schwache Wirtschaft" negativ herumgedroschen. Wie billig!

    China macht vor allem eines richtig: Es versucht über Infrastrukturprojekte seine enormen Dollarreseven los zu werden und seine Interessen mit denen anderer Nachbarländer in vertraglichen Einklang zu bringen. Denn es weiss, ein Finanzzusammenbruch des Westens mit der aufgeblasenen und manipulierten Dollar-Leitwährung kann jederzeit hereinbrechen. Also nichts wie weg mit diesen Dollars, noch bevor diese sich im Sturzflug entwerten. "Der Gigant aus dem Reich der Mitte bietet nicht nur kostengünstige Technik, sondern liefert mit Hilfe des Staates auch die nötigen Finanzierungspakete dazu.*

    China ist zusammen mit Russland, Iran, Indien und den südamerikanischen Staaten daran, den Aufbau einer neuen Finanz- und Weltordnung zu erstellen, und dies mit erstaunlichem Tempo. Gleichzeitig schafft China im eigenen Land Ordnung, indem es seine Korruption energisch bekämpft.

    Die Zeiten ändern sich. Diesem Wandel kann auch die USrael-Oberclique nichts entgegensetzen. Macht- und Grössenwahn haben dieser Ober-Gang eine unüberbietbare Selbstüberschätzung angedeihen lassen, die ihr offensichtlich den Verstand verblendet hat. Sie kann um sich herumschlagen wie sie will, das Macht-Game mit der eurasisch aufstrebenden Wirtschaftsgruppe verliert sie. Das einzig Traurige dabei ist, dass unzählige unschuldige Menschen bei deren brutalen Vernichtungsfeldzügen ihr Leben lassen oder als geschundene Krüppel sich weiter durch ihr Leben schleppen müssen.

    – Helga Zepp-LaRouche in China: Die Neue Seidenstraße ist die Friedensordnung für das 21. Jahrhundert https://www.bueso.de/node/7681

    – China will globalen Bahnmarkt aufrollen http://www.nzz.ch/wirtschaft/newsticker/china-will-globalen-bahnmarkt-aufrollen-1.18453300

    – Pekings globale Träume  http://www.dw.de/pekings-globale-tr%C3%A4ume/a-18343576

     

     

     

     

     

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