Russland: Wirtschaftswachstum trotz Sanktionen

Das Ziel der Westmächte, Russland mit Hilfe von Sanktionen wirtschaftlich in die Knie zu zwingen, klappt nicht so recht. Anstatt einer Rezession gibt es nach wie vor ein schwaches Wachstum. Allerdings hängt die weitere Entwicklung der russischen Wirtschaft vom zukünftigen Ölpreis ab.

Von Marco Maier

Wie die Daten des russischen Statistikamtes für 2014 belegen, konnte Russland trotz der vom Westen verhängten Sanktionen im Gesamtjahr ein Wachstum von 0,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr verzeichnen. Selbst in den beiden letzten Quartalen, als die Sanktionen deutlich spürbar wurden, gab es noch ein Plus von 0,9 (Q3) bzw. 0,4 (Q4) Prozent.

Durch die gegenseitige Sanktionsspirale, die derzeit von einigen europäischen Ländern kritisch hinterfragt wird, sind die Russen inzwischen darauf angewiesen, vermehrt heimische Produkte zu kaufen. Damit sorgt der Binnenkonsum der Russen selbst für eine Stütze der russischen Wirtschaft, welche trotz der steigenden Inflation und dem Kurssturz des Rubels zu kämpfen hatte.

Ohne die gezielten Spekulationen gegen den Rubel und die damit gestiegene Inflationsrate, wäre das Wirtschaftswachstum sogar trotz des Ölpreisverfalls deutlich größer gewesen. Allerdings braucht das Land steigende Ölpreise, um im laufenden Jahr nicht doch in die Rezession abzurutschen. Der Erdölsektor ist nach wie vor ein wichtigter Bestandteil der russischen Wirtschaft und leidet sehr unter der Halbierung der Ölpreise während der letzten Monate.

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Ein Kommentar

  1. Eine diversifizierung der russischen Wirtschaft schadet sicher nicht.

    Statt nur Öl, Gas und andere Bodenschätze sollte man in Russland

    auch über alternative Energien nachdenken.

    Rat wie die Russen am besten die Wirtschafliche Kurve kriegen

    können die sich im Iran holen. Denn merke, Sanktionen machen

    ein Land nicht schwächer sondern stärker. Nur die Deppen in

    Washington scheinen das nicht zu verstehen.

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