Die Volksrepublik China produziert im vergangenen Jahr mehr als ein Drittel aller auf der Welt hergestellten Maschinen. Deutschland liegt nach den USA auf Rang 3. Damit ist das Reich der Mitte nach wie vor die "Werkbank der Welt".

Von Marco Maier

Auch wenn der deutsche Maschinenbau global gesehen durchaus eine wichtige Rolle spielt – mit China kann er sich in Sachen Umsatz längst nicht mehr messen. Von den nominal 2,33 Billionen Euro an globalem Umsatz (+5 Prozent) produzieren die Unternehmen in Deutschland gerade einmal 249 Millionen (+3 Prozent) und haben somit einen Anteil von knapp über 10 Prozent.

Spitzenreiter China hingegen produziert mit einem Umsatz von 826 Milliarden Euro (+ 8 Prozent) gar rund 35 Prozent aller Maschinen der Welt. Damit stellen die Chinesen sogar mehr Maschinen her als die USA (324 Milliarden Euro Umsatz), Deutschland und Japan zusammen. Dem Ruf als "Werkbank der Welt" wird die Volksrepublik damit wieder einmal gerecht.

Damit baute China seinen Weltmarktanteil trotz steigender Lohnkosten wieder deutlich aus, während Deutschland weiter Anteile verliert. Dennoch hatte Deutschland als einziges großes Herstellerland in Mitteleuropa ein nominelles Plus zu verzeichnen. Andere Länder wie Frankreich oder Italien sacken weiter ab.

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2 KOMMENTARE

  1. Das approbate Gegenmittel, um nicht weitere Marktanteile in diesem wichtigen Sektor zu verlieren, wird Lohnzurückhaltung bei unseren Ingenieuren und Facharbeitern sein, wie es der BDI niemals müde wird zu propagieren. Das System wird schon wirksame Mittel und Wege finden, den Unternehmen hochqualifizierte, hochmotivierte und vor allem billige Arbeitskräfte zuzuführen.

    • Mir fällt zu diesem Thema eigentlich die "Wirksamkeit" dieser Sanktionen der USAEU gegen Rußland ein. Der deutsche Maschinenbau, wahrlich in der Welt ein guter, darf wegen des Befehls eines einzelnen Herrn aus Übersee keine Maschinenbauerzeugnisse mehr nach Rußland liefern. Auf einem Drehautomaten zur Herstellung von Achsen für zivile LKW können ja auch welche für Militär-LKW hergestellt werden. Und wie ist das mit Zahnbürsten? Ich hatte immer eine ausgediente zum Flinte reinigen? Ich vermute mal, daß es den Chinesen nicht schwer fallen wird, die ausgefallenen Lieferungen aus Deutschland für die russischen Partner zu ersetzen. Und weiter? Der Markt ist für die deutschen Unternehmen gestorben. Da können die deutschen Unternehmer und Arbeiter nur noch Danke nach Berlin und Washinton sagen. Jetzt brauchen sie sich keinen Kopf mehr machen.

      Na ja, der BDI begreift doch sowieso nichts mehr. Dort wo nichts mehr produziert wird, weil nichts abgenommen, braucht auch der Lohn nicht sinken.

      Diese US – Sanktionen, von der EU mehr oder minder unter enormem Druck von den EU-Ländern mitgetragen, sind doch ganz bewußt zum Schaden der EU und natürlich auch Rußlands veranstaltet worden.

      Immer nach dem alten Spruch: Wenn sich zwei richtig weh tun, freut sich der Dritte. Und die Merkel begreift das nicht. Wenn doch, gehört sie vor Gericht.

       

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