Flüchtlingswelle: Niemand will die Ursachen bekämpfen

Millionen von Menschen aus Vorderasien und Afrika drängen nach Europa. Nicht selten versuchen sie den gefährlichen Seeweg zu nehmen, was dann in Katastrophen wie jenen der letzten Tage und Wochen endet. Doch weder eine "Festung Europa" noch die generelle Aufnahme aller Flüchtenden ist auf Dauer eine Lösung. Das Übel muss an der Wurzel gepackt werden. Aber daran hat die Politik kein Interesse.

Von Marco Maier

Angesichts der jüngsten Flüchtlingswellen und den tragischen Unglücken auf dem Mittelmeer, denen schon tausende Menschen zum Opfer fielen, spielt man auf der politischen Ebene lieber mit den Emotionen, anstatt sich um die Ursachen für diese großen Migrationsströme zu kümmern. Vor allem die westlichen Industriestaaten haben hier eine besondere Verantwortung, zumal die Konzerne der Real- und Finanzindustrie aus diesen Ländern eine erhebliche Mitschuld daran tragen.

Während nämlich die politische Rechte nach der "Festung Europa" ruft und die "Überflutung Europas" mit Afrikanern und Vorderasiaten propagiert, möchte die politische Linke die Grenzen gleich ganz öffnen und gar sichere Fährverbindungen einrichten. Beide Lösungen haben trotz ihrer Unterschiedlichkeit eines gemein: sie schaffen die ursächlichen Probleme nicht ab. Zudem sorgen beide Lösungen dafür, dass es die "einfachen Leute" (sowohl in Europa als auch die Flüchtlinge selbst) schlussendlich die Rechnung für die unsägliche Geo- und Wirtschaftspolitik präsentiert bekommen.

Auch wenn diverse Kernaussagen beider Seiten ohne die populistischen Übertreibungen durchaus der Wahrheit entsprechen, so betreiben diese nur Symptompolitik. Denn wenn wir (als "Westen" insgesamt, nicht die einzelnen Menschen) so weitermachen wie bisher, werden weiterhin Millionen von Menschen den wilden Versprechungen der Schlepper glauben und sich auf nach Europa machen. Dass unser Kontinent selbst von Massenarbeitslosigkeit geprägt ist und selbst die demographischen Veränderungen der letzten Jahrzehnte (Stichwort: Überalterung und Kindermangel) dies nicht verhindern können, wird von der Linken ignoriert. Gleichfalls ist es nicht so, dass es sich – wie die Rechte das gerne darstellt – bei den Flüchtlingen fast ausschließlich nur um "kriminelle Kulturbereicherer" handelt.

Lesen Sie auch:  Die "regelbasierte Ordnung" ist ein Deckmantel für destruktives Streben nach Hegemonie

Fakt ist aber, dass die Aufnahme derartig großer Menschenmassen aus unterschiedlichen Völkern und Kulturen erhebliche Probleme mit sich bringt. Viele Auseinandersetzungen in den Flüchtlingsunterkünften resultieren aus Differenzen, die die Menschen schon aus ihrer Heimat mitbringen. Wer zum Beispiel Südsudanesen mit Arabern zusammenpfercht, muss auch mit tätlichen Auseinandersetzungen zwischen beiden Gruppen rechnen. Doch für eine breitere Streuung fehlen sowohl Geld als auch passende Unterkünfte. Wer hier den Vergleich zu 1945 und den deutschen Flüchtlingen aus den annektierten Ostgebieten anbringen möchte: Auch diese Menschen wurden – obwohl sie sogar ebenfalls Deutsche waren – sehr oft massivst angefeindet. Den "Wirtschaftsflüchtlingen" aus Kärnten und der Steiermark ging es in den westlichen Bundesländern Österreichs oftmals ähnlich.

Loading...

Mittel- und langfristig ist es auf jeden Fall für alle Seiten besser, wenn man sich mit den Problemen in den Hauptherkunftsländern beschäftigt. So muss beispielsweise im Syrien-Konflikt unbedingt eine Lösung gefunden werden, die dem vom Krieg zerstörten Land eine dauerhafte Perspektive bietet. Hier muss der Westen über den geopolitischen Schatten springen. Weiters braucht es massivere Beschränkungen für den Verkauf von Rüstungsgütern, sowie eine (z.B. von den Vereinten Nationen) ausgearbeitete Waffensteuer, wo beispielsweise 5 Prozent der Verkaufserlöse in den Aufbau von durch Kriege und Konflikte zerstörten Ländern investiert werden.

Über kurz oder lang muss jedoch eine neue Wirtschaftspolitik umgesetzt werden, in der die derzeit gängige Praxis der Gewinnabschöpfung durch die westlichen Großkonzerne ein Ende findet. Derzeit ist es nämlich so, dass in faktisch allen Ländern dieser Welt die breite Masse die Gewinne für die kleine Oberschicht erwirtschaftet, während die armen Länder dazu noch einen gewichtigen Teil an die Konzernkassen der westlichen Unternehmen abtreten müssen. Angesichts dieses Umstands braucht man sich über "Wirtschaftsflüchtlinge" wohl nicht zu wundern. Auch hier könnten sämtliche global tätigen Unternehmen dazu verpflichtet werden, einen Obolus an Fonds zu entrichten, der die Abhängigkeit der armen Länder von den Industriestaaten vermindert.

Lesen Sie auch:  Diplomatische Spannungen zwischen Russland und dem Westen verschärfen sich weiter

Eines dürfen wir nämlich nicht vergessen: Es sind vor allem "die Großen", die diese Umstände verursachen, während "die Kleinen" schlussendlich dafür "bezahlen". Ob nun wie die Flüchtlinge mit dem Verlust ihrer Heimat und gar immer wieder ihrem Leben, oder die Menschen in Europa in Form von höheren Steuern und Abgaben, sowie partiell auch einer höheren Kriminalität, da die Flüchtlinge zum herumsitzen verdonnert werden. Auch hier ist wieder das Spiel "die Kleinen gegen die Kleinen" im Gange, welches (vielleicht sogar vorsätzlich?) noch von den linken und rechten Parteien moderiert wird, während die "Großen", also jene die sich daran dumm und dämlich verdienen, genüsslich dabei zusehen.

Schlussendlich ist es so, dass wir einfach eine neue Politik brauchen, die sich mit den Ursachen befasst und nicht nur die Symptome für eigene Interessen ausnutzt. Denn im Endeffekt handelt es sich bei den Flüchtlingen genauso um "kleine Leute" wie bei jenen, die sich hierzulande einer "Überfremdung" gegenüber sehen. Wir Menschen hier in Europa, aber auch in den USA, mögen zwar nicht direkt für die Flüchtlingswellen verwantwortlich sein, dennoch tragen wir mit der Wahl von Politikern und Parteien die diese Politik unterstützen (oder zumindest nicht wirklich etwas daran ändern wollen) und dem Einkauf bei den entsprechend tätigen Unternehmen dazu bei, dass es so ist wie es ist. Sich aber vor den Karren der rechten und linken Populisten spannen zu lassen, wird an der aktuellen Situation nichts ändern. Dessen müssen wir uns bewusst werden.

Teilen Sie diesen Artikel:

Wir brauchen ihre Unterstützung!

Liebe Leser, wenn Sie keine Premiumartikel lesen möchten, aber uns dennoch unterstützen wollen, dann können sie das auch mit einer Spende auf unser Bankkonto tun. Fragen Sie per eMail: redaktion@contra-magazin.com nach den Bankdaten oder übersenden Sie einen Unterstützungsbeitrag einfach per Paypal. Danke für Ihre Hilfe!

Loading...

19 Kommentare

  1. Ganz einfach auf en Punkt gebracht:                                                                                                                   Die Verursachung der Probleme bingt Geld in die Kassen,  die Lösung kostet (de facto nicht vorhandenes Geld) und  obendrein noch Wählerstimmen (entweder der Linken od. d. Rechten). Also mauschelt man so weiter, so lange es geht. So lange bis es kracht, was dann kommt? Ich hoffe es nicht mehr erleben zu müssen.                               Zwei Bücher über den möglichen Ausgang.   "Die sanften Ungeheuer" v. Ira Levin (perfekte NWO)  oder von  Horst-Eberhard Richter "Und alle reden vom Frieden" (der alternativlose WU im allseitigen Übereinkommen).               Ehrlich gesagt, sagen mir beide nicht zu. Hat irgend jemand ein dritte Lösung /Idee?

     

              

     

                                                                                                                                                                                                                                                                                                               

    1. Judentum, Christentum, Islam, Sie können die Bücher lesen, sich Predigten anhören, und sind nachher so schlau als als wie zuvor. Buddhismus, Hinduismus, Naturreligionen, da sind die Eingeweihten, die Ihnen den Weg zeigen.

      Oder laden Sie sich die Arte Dokumentation "Die Pyramiden, reduziert auf ihre Fakten" herunter. Sie werden zwar verwirrt zurückbleiben, denn Hochkulturen, die monumentale Felsblöcke schneiden und aufeinanderschichten so präzise, als seien sie von Maschinen geschnitten und mit Maschinen angehoben, die noch nicht erfunden worden sind – die Pyramiden machen gar keinen Sinn? Und trotzdem sind sie da.

      Wenn der Sinn herrscht auf Erden,
      so tut man die Rennpferde ab zum Dungführen.
      Wenn der Sinn abhanden ist auf Erden,
      so werden Kriegsrosse
      gezüchtet auf dem Anger.
      Es gibt keine größere Sünde als viele Wünsche.
      Es gibt kein größeres Übel als kein Genüge kennen.
      Es gibt keinen größeren
      Fehler als haben wollen.
      Darum:
      Das Genügen der Genügsamkeit
      ist dauerndes Genügen.

      Laotze

      In Laos regierte ein König. Das Volk kannte nicht mal seinen Namen und trotzdem kam alles in Ordnung.

        1. Dann erzeugen Sie doch welchen? Sie werden reich und berühmt werden.

          Wo ist überhaupt der Rest der Pyramiden-Kultur? Und wieso haben die Pyramiden im inneren kein Licht?

           

           

           

           

  2. der beschriebene "fonds" würde die abhängigkeit nur zementieren, ebenso wie die entwicklungshilfe. wir können gegen deren probleme nichts machen, solange sich die bevölkerung dort alle 20 jahre verdoppelt. je mehr hilfe (nahrung, medizin) wir schicken, umso schneller das bevölkerungswachstum. die wahrheit ist, wir hätten niemals versuchen sollen zu helfen sondern einfach nur geschäfte machen und unsere warenmärkte öffnen sollen. abschotten wäre momentan die beste lösung, dann hätten WIR wenigstens diese probleme nicht.

    1. Es geht hierbei nicht um Abhängigkeit, sondern um einen Ausgleich. Ohne Strukturhilfe wird es nämlich schwierig. Ziel sollte es sein, die Länder so weit zu unterstützen, dass sie ihre eigene Wirtschaft auf die Beine stellen können, anstatt wie bisher stets nur die Gewinne abzuschöpfen und nach Europa und in die USA umzuleiten.

      1. alles was nicht auf dem markt verdient wird fällt unter die kategorie "almosen". die konzerne zahlen meistens mehr als den durchschnittslohn, es sind die lokalen eliten, die die länder ausbeuten. die subventionen, die unseren unternnehmen hier gezahlt werden, sorgen auch für die zerstörung von deren lokaler produktion, aber der konsequente weg das zu beheben wäre richtige marktwirtschaft hier einzuführen und die subventionen ersatzlos zu streichen. damit umgeht man die korruption bei der sonst notwendigen umverteilung. zur not kann man auch, bis die industrieländer zu dieser einsicht kommnen, in afrika für subventionierte importe zölle einführen.

  3. Die gestrige Diskussion auf WDR gegen 21:00 Uhr und die spätere "hart aber fair" – Veranstaltung waren wieder bezeichnend. Sie stand scheinbar unter dem Motto "alle Jahre wieder". Es ändert sich danach nichts. Es wird weiter geklaut wie gehabt und der Polizei werden weiter die Hände gebunden, weil sie nicht darf, denn diese Kriminalität ist gewollt.  Herr Bülles hat schon Recht, wenn er schreibt, "Verbrecherland Deutschland".

    In unserem Fall kommt die Polizei nicht mehr, wenn wir sie rufen, und die StA bearbeitet unsere Anzeigen nicht, bzw. findet, es läge kein Betrug vor, wenn man Gelder von uns einklagen will, für die keine Gegenleistung erbracht werden kann.

    Wir werden seit Jahren durch einen Kriminellen terrorisiert und man kann sich des Eindrucks nicht erwehren, die Justiz unterstützt ihn nach Kräften. Wenn man Beschwerden wegen Falschangaben mit 1500 Euro Strafgeld belegt, hat das mit fairen Verfahren nichts zu tun. Wenn Erpressung, Betrug und Morddrohung offenbar als rechtsstaatliche Mittel gelten, kann das mit Menschenrechten nicht erklärt werden.

    Wer einem gestern etwas leid tun konnte, war Fritz Pleitgen. Er mußte sich einfach zu viel politisch Unkorrektes anhören. Gehört er auch zur Teppichkehrerfraktion? Auf keinen Fall Probleme benennen, alles schön verkleistern, dabei sind die Ziele dieser Leute offensichtlich.

    Der "Deutsche" der früher geklaut hat, dabei nicht bestraft worden ist und dann doch nicht mehr seiner "Arbeit" nachgeht, gehört auch zu so einer Veranstaltung. Das soll offenbar dem ahnungslosen Fernsehgucker suggerieren, es bessert sich …  dabei sind das nur Veranstaltungen zur Verblödung. Wichtig ist nur, daß er seine Schlagkraft trainiert und dann wegen Tugce trauert …  Wann trauern die Verantwortlichen endlich einmal um die vielen Gemesserten und Totgetretenen ohne den entscheidenden Hintergrund? Was für Vorbilder präsentiert man uns. Nu fehlt nur noch der Vergleich mit Kamel und Nadelöhr. Auf das Kamel sind wir ja inzwischen schon gekommen (der Vergleich mit dem unreinen Hund verbietet sich ja aus PC inzwischen.

    Bei uns wird mit Wissen von Polizei und Justiz erpreßt, eingebrochen, verleumdet, genötigt und mit Mord bedroht. Manche dürfen das offenbar … wegen dem Hintergrund.

  4. Die Ursache der Flüchtlingsströme ist klar zu definieren, zerstörte Infrastruktur, zerstörte Fabriken, zerstörte Häuser, zerstörte Existenzen.

    Wäre nur zu klären wer der Verursacherer ist, und ja es sind die USA, England und Frankreich, auch Polen und einige andere Staaten die dafür die Verantwortung tragen.

    Wie kann das Problem gelöst werden: ganz einfach, die Verursacher stellen sich Ihrer Verantwortung und bauen die Länder die sie zerstört haben wieder auf (je nach Ihnen Zerstörungsanteilen), statt immer nur zu lamentieren.

    Ein G7 Gipfel wäre da genau richtig.

  5. Das st alles soweit völlig Richtig! Aber wie will man die Situation in Ländern wie Simbabwe ändern?
    Dieses Land war einst die Kornkammer Afrikas. Ein reiches Land. Dann ist der Präsident auf die Idee gekommen die weißen Farmer zu enteignen und aus dem Land zu vertreiben. Dann hat man deren Farmland, was deren familien über Generationen bewirtschafteten, an Schwarze verteilt. Und zwar in kleinen Parzelle, die nicht wirtshaftlich zu bewirtschften waren. bei der Landzuteilung ging es nicht um Fähigkeiten, und Kenntnisse in der Landirtscaft sondern um Partei- und Stammes zugehörigkeit. Heute ist diese ehemalige Kornkammer auf Lebesmittelhile der UN angewiesen. Und das ist nur ein Beispel für die Selbst veruachten Pobleme Afikas.

    1. Ja Willy, 1% kann man unfähigen Politikern in den Ursprungsländern unterstellen…, aber wie du weißt, sind sich alle Politiker sehr ähnlich, ach wieviele Simbabjahner kommen den nach Europa.

  6. Eine Nation die ihre Heimat zu bewahren unfähig ist,und dies an fremden Völker überläßt,wird mit der Zeit  verschwinden,und von den Ankömmlingen assimiliert.By,by Deutschland.

  7. Das Problem, dass man keine verschiedenen Kulturen in einem Asylantenheim zusammenpferchen kann, gibt es doch schon unter Deutschen. Durch die Hartz IV Reform müssen studierte Menschen mit Alkoholikern, geistig Behinderten und Analphabeten in Unterkünften zusammenleben, die übrigens den Notunterkünften der Asylanten gleichen. Das ist Kommunismus, dass alle Menschen gleich sind. Toll, nicht wahr? Das führt natürlich zum Niedergang der Intellektuellen. Es war immer die Masse, die so die Klasse besiegte.

  8. Danke für den Artikel, der auf Wesentliches hinweist und an die Verantwortlichkeiten der westlichen Politiker sowie auch der westlichen Bevölkerungen appeliert. Wir hängen alle mit drin, wenn wir die Rüstungsindustrie und die Militär- und Terrorunterstützung ohne irgendeinen Mucks mitfördern. Teile der arabischen und afrikanischen Staaten werden mit den westlichen Waffen bewusst platt gemacht, deren Kulturen völlig zerstört und den dortigen Menschen jegliche Lebensgrundlage entzogen.

    Es geht hier vor allem auch um den Kampf um Rohstoffe und Einflusssphären in den arabischen Regionen und in Afrika.

    "Die herrschenden Eliten betrachten die mehr als tausend Flüchtlinge, die innerhalb einer Woche ertrunken sind, als Chance. Sie schlachten den Massenmord im Mittelmeer – für den sie selbst verantwortlich sind – kaltblütig für ihre geostrategischen und wirtschaftlichen Interessen aus."

    Kriegspläne gegen Flüchtlinge: Der neue „Wettlauf um Afrika“
    http://www.pravda-tv.com/2015/04/kriegsplaene-gegen-fluechtlinge-der-neue-wettlauf-um-afrika/

     

    1. Danke für den absolut treffenden Kommentar. Auch den angeführten link kann ich sehr empfehlen.                     Leider verliert sich unsere, ach so zivilisierte und "humane" europäische Multikulti-Mischmasch Bevölkerung in allen möglich Nebensächlichkeiten und hat die rote Linie des abstrusen Weltgeschehens völlig aus den Augen verloren. Ein netter Nebeneffekt, denn ein in sich völlig uneiniges und zerstrittenes Volk kann den pervers agierenden Herrschenden in keiner Weise mehr gefährlich werden. Man sollte es bloß nicht mehr "Demokratie" nennen.     

    2. Europa ist schon mit Maastricht außer Kontrolle geraten. Wir erleben wohl eher das Wettrennen um die letzte Rendite.

      Die Welt wird regiert von einer Aktionärshegemonie und den Stellenwert erkennt man daran, daß heute keine Presseseite ohne Börsenkurse auskommt. Der neue Hegemon hat kein Gesicht mehr.

      Am Ende der Tagesschau wird Werbung betrieben, Bayer 3 Punkte rauf, Volkswagen 2 Punkte runter und dann wird die Smartwatch angepriesen.

      Unser Leben ist verknüpft mit dem Auf und Ab des DAX. Und der fordert Zuwanderung. Gottes Tempel ist der Supermarkt.

       

       

      Die Prioritäten sind mit Maastricht verschoben worden, nicht die Bürgerrechte stehen im Focus, sondern das Wachstum. Bevölkerungswachstum ist ein Chartereignis. Mehr nicht.

       

       

       

       

       

       

       

       

       

  9. Niemand will die Ursachen bekämpfen?

    Wer legt sich schon mit den obersten Deutern westlicher "Werte" an?

    Das sind absolute Killer, die kennen keinerlei Skrupel und gehen über Millionen von Leichen im "Kampf für Frieden und Freiheit".

  10. Stell Dir vor, die BRD entsorgt Gefängnisinsassen und Psychiatriepatienten in nordafrikanischen Länder und dann erhalten die keine Einreiseerlaubnis! Dann hätten wir ein echtes Problem – oder etwa doch nicht?

    Hans Kolpak
    Goldige Zeiten

  11. Hi

    Ich stamme aus einem Flüchtlingsland. Bin in Österreich zur Schule gegangen und aufgewachsen. Meine Eltern gebildet, wohlhabend, sind aus politischen und religiösen Gründen ausgewandert. Wir gehören zur arbeitenden Bevölkerung, sind Verbraucher zahlen unserer Steuern und sorgen damit auch für den Wohlstand dieses Landes . Ich arbeite z. B. im Gesundheitswesen.

    Wie hier schon erwähnt:
    Die Ursache der ansteigenden Flüchtlingsströme sind Armut und Krieg, im Ergebnis Hunger und Not, zerstörte Infrastruktur, zerstörte Fabriken, zerstörte Häuser, zerstörte Existenzen.

    dem möchte ich hinzuzufügen:
    Wir leben völlig sinn frei auf Kosten anderer, wir nutzen Ressourcen anderer, speziell armer Menschen in armen Ländern. Obwohl wir das eigentlich nicht nötig haben beuten wir aus. Die USA, aber auch EU Staaten verfolgen geopolitische Ziele. Wirtschaftlich und militärisch.

    Es ist kein Zufall:
    In 2/3 der Flüchtlingsländer wurde mit Militärgewalt eingegriffen. In allen Flüchtlingsländern wurde wirtschaftspolitisch eigegriffen. USA, Russland, Europa …sie greifen ein, je nach politischen Interessen. Das Geld für die Zerstörung (von Diktaturen war da), nicht für Wiederaufbau, nicht für die Stabilisierung und Durchsetzung von Demokratie.

    Wer ist Schuld?
    Wir alle sind mitschuldig. Das Kapital regiert die Welt. Wir wählen die Politiker. Wir kaufen die Waren von den ausbeutenden internationalen Konzernen. Deren Ziele werden verwirklicht, politisch, wirtschaftlich und militärisch. Wir mischen uns in die politischen Systeme anderer Länder ein und verursachen damit Destabilisierung. Wir mischen uns in die lokalen sozialen Systeme ein und sind damit Hauptverursacher von Armut und Bürgerkriegen.

    Jeder Flüchtling ist ein Einzelschicksal. Gestern behandelte ich einen Flüchtling, der die Möglichkeit hatte sich dem IS anzuschließen oder Europa zu erreichen. Millionen Menschen stehen vor einer ähnlichen Wahl.

    Was soll mit den Flüchtlingen passieren?
    Ich glaube, besser wir nehmen sie auf. Egal welche Stückzahl. Das ist noch immer besser als wir treiben sie z. B. in die Arme des IS.

    Die Meisten Flüchtlinge welche unter hohem Risiko des eigenen Lebens Europa erreichen sind jung und stark. Sie sind nicht hierher gekommen um auf Staatskosten zu leben. Sie haben Berufe, vom Ackerbau bis Arzt. Viele davon sind fähig ihre Quittiere selbst zu bauen, wenn man ihnen Wiesen, Holz, Nägel und Sägen gibt. Unter Anleitung noch besser.

    Finanzierung:
    Wir könnten den Flüchtlingen ab der Stunde Null rückzahlbaren Kredit geben. Es ist nur eine Organisationsfrage die Zeit zu überwinden, bis sich diese Menschen selbst ernähren, wie wir zu Verbrauchern und Steuerzahlern werden .

    Beispiel Österreich, Wien:
    Da hat niemand Angst vor Fremden. Jede zweite Wienerin beziehungsweise jeder zweite Wiener hat Migrationshintergrund, wurde also selbst im Ausland geboren oder hat mindestens einen im Ausland geborenen Elternteil. Die Leute haben sich integriert, wie ich und meine Eltern in die Gesellschaft eingebracht. Wien gehört zu den sichersten Städten der Erde.

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.