Symbolbild. Flickr / HBarrison CC BY-SA 2.0

Bislang verdiente die Ukraine mit dem Erdgastransport von Russland in die EU gutes Geld. Mit der Etablierung von "Turkish Stream" soll der Weg über die Ukraine ab 2019 obsolet werden. Profiteure dieser Neuorientierung sind vor allem die Türkei und die südosteuropäischen Länder.

Von Marco Maier

Mit der aggressiven antirussischen Politik schießt sich die Ukraine finanziell selbst ins Knie. Das osteuropäische Land ist trotz der derzeit äußerst angespannten Beziehungen wirtschaftlich und finanziell immer noch sehr von Russland abhängig. Mit der mittelfristigen Aufgabe der Gaspipelines durch die Ukraine fällt Kiew jedoch eine wichtige Einnahmequelle weg, die das Land auch nach 2019 noch dringend bräuchte.

Russlands Energieminister Alexander Nowak teilte in einer Konferenz in Berlin nämlich mit, dass die Pipeline "Turkish Stream" in den nächsten vier Jahren vorangetrieben werden soll. Sobald das Projekt fertiggestellt wurde, wird Europa über die Südflanke beliefert, wodurch der Transit durch die Ukraine obsolet wird.

Profitieren werden davon schlussendlich die Türkei, Griechenland und die Balkanstaaten, welche dann als Transitländer neben preislichen Vergünstigungen für die Konsumenten auch zusätzliche Einnahmen in die Staatskassen erwarten dürfen.

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2 KOMMENTARE

  1. Die Ukraine ist das nächste Griechenland (mit Faktor 100), das deutsche Bürger aus "Solidaritäts"-Gründen (Stationierung von Atomwaffen vor Russlands Haustür) zu schultern haben.

    Rechnet man noch die "Investitionen" der Mord-Attacke (Kosten des "Regime-Change" lt. Nuland: 5 Mrd) sowie die Profite der US-Oligarchen und des heimischen Otterngezüchts hinzu, so dürfte das neueste Nato-Spielzeug mindesten zwischen 10 und 50 Billionen Euro kosten (je nach Zeitraum-Betrachtung).

    Selbstverständlich wird uns eine berüchtigte TransatlantikerIn von der Alternativlosigkeit dieser deutschen "Investitionen" überzeugen.

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