Drohnenkrieg: US-Drohne tötete zwei westliche Geiseln der al-Quaida

Dass der Drohnenkrieg der USA auf fremdem Staatsgebiet immer wieder unschuldige Opfer fordert, ist inzwischen Allgemeinwissen. Nun traf es auch zwei westliche Geiseln, die bei einem solchen Drohnenangriff in Pakistan getötet wurden. Deutsche Technik und die deutsche Politik tragen eine erhebliche Mitschuld.

Von Marco Maier

Wie die US-Regierung eingestanden hat, wurden bei einem Drohnenangriff im pakistanisch-afghanischen Grenzgebiet "versehentlich" zwei westliche Geiseln getötet. US-Präsident Obama übernahm – selbstverständlich nur politisch – die "volle Verantwortung" für die Operation. Eine Mordanklage hat er jedoch nicht zu befürchten.

Wie Obama zugab, wurden bei diesem Angriff Fehler gemacht. Die ohnehin ständig nur unzureichende Aufklärung habe keine Erkenntnisse darüber gebracht, dass die beiden Geiseln – ein Amerikaner und ein Italiener – sich in dem bombardierten Gebäude befanden. "Ich bereue zutiefst, was passiert ist", sagte Obama. Solche Worte können die von den Drohnen ermordeten Zivilisten im Nahen und Mittleren Osten nicht erwarten, da sie für die Amerikaner ohnehin nur Menschen Zweiter Klasse sind.

Indessen arbeitet Deutschland weiter eng mit den USA zusammen. Einerseits durch die weitere Gewährung des Aufenthalts von US-Militär auf deutschem Boden, so dass vom US-Luftwaffenstützpunkt bei Ramstein weiter völkerrechtswidrige Drohnenangriffe gestartet werden können, andererseits auch mit Hilfe deutscher Konzerne, wie dem Elektronikkonzern Rohde & Schwarz, der nach Berichten von RT Deutsch den US-amerikanischen Drohnenproduzenten General Atomics mit speziellen Funkgeräten für die tödlichen unbemannten Fluggeräte ausstatten will.

Damit wird immer deutlicher, wie tief Deutschland in die völkerrechtswidrigen US-Aktivitäten verstrickt ist. Dies geht so weit, dass Linkspartei-Fraktionschef Gregor Gysi den Generalbundesanwalt dazu aufforderte, ein Strafverfahren in Form eines Ermittlungsverfahrens gegen die Beteiligten an den Drohnenmorden einzuleiten.

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2 Kommentare

  1. Einer, der wenigen Fällen, die bekannt geworden sind – aus was für Gründen auch immer. Ich wünschte Putin würde endlich seine Drohung wahr machen und die Dokumente zu 9/11veröffemntlichen inklusive deren die aufzeigen, wie die Völker von den MSM manipuliert worden sind. Was seit da abläuft ist brandgefährlich! Ohne Beweise jemanden öffentlich beschuldigen und dies mittels Presse im Halbstundentakt ist zum einen Unrecht zum anderen kann es jeden treffen. Die Tötungen mittels Drohnen finden zur Zeit in Jemen, Afghanistan, Pakistan usw. statt. Wie lange geht es, bis die auch in Europa statt finden. Wenn man USA-kritisch ist, sich nicht gross in den sozialen Medien aufhält, erfüllt man schon einmal 2 Kriterien, welche einen als mutmasslichen Terroristen auflisten könnte. Der Satz von Bush und Obama: "Who is not with us, is against us", sagt eigentlich schon alles und die USA müssen sich nicht wundern wenn man sie mit dem H-Regime vergleicht.

     

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