Deutschland: Bald Überwachungstools bei WLAN-Hotspots Pflicht

Der Überwachungsstaat Deutschland hat eine neue Lücke gefunden, die – wohl auf Wunsch der Geheimdienste – nach Willen der Bundesnetzagentur dringend geschlossen werden muss: WLAN-Hotspots von großen Betreibern.

Von Marco Maier

Wie die WirtschaftsWoche mitteilt, geht der staatliche Überwachungswahnsinn immer weiter. Nachdem die Staatsschnüffler ohnehin schon einen großen Teil der Telekommunikation überwachen, sollen nun auch die letzten Lücken im immer dichter werdenden Überwachungsnetz geschlossen werden.

So müssen bis zum 31. März 2016 alle öffentlichen WLAN-Hotspots mit mehr als 10.000 Nutzern sämtliche erforderlichen Techniken zur Überwachung des Telefon- und Datenverkehrs einbauen. Das habe der Präsident der Bundesnetzagentur, Jochen Homann, angeordnet. „Aufgrund der stetig zunehmenden Marktanteile ist es notwendig geworden, auch diese Angebote in die Überwachung einzubeziehen“, heißt es in einem Schreiben der Bundesnetzagentur, auf das sich die WirtschaftsWoche bezieht.

Es geht hierbei vor allem darum, dass Ermittlungsbehörden bei der „Verfolgung von Straftätern“ (wie es so schön heißt) auch via WLAN geführte Telefonate abhören und E-Mails mitlesen können sollen. Zumindest so lange, wie diese nicht verschlüsselt sind. Denn bislang haben die Schnüffeldienste noch keinen direkten Zugriff auf die Hotspot-Daten.

Damit zeigt sich immer deutlicher, wie sehr der Geheimdienstapparat die gesamte Kommunikation der Menschen überwachen will. Wissen ist Macht – und die menschliche Gier nach Macht ist schier unendlich. Umso wichtiger ist es, diesem Treiben Grenzen zu setzen 

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Ein Kommentar

  1. Wenn ich anonym telefonieren will, dann melde ich das Handy anonym an. Überwacht werden nur Taugenichtse und Blablabla-Tanten. Und die fallen in Depression, wenn sie überraschend feststellen, sie werden gemobbt oder erpresst mit unappetitlichen Fotos (Kinder und Jugendliche seien hier ausgenommen). Dann suchen sie Mitleid im Netz für ihre Rührgeschichte und haben einfach nichts verstanden.

    Das Internet hat das größte Kriminalitätsfeld aller Zeiten geschaffen. Und da Erziehung heute sowieso ein Fremdwort ist, ist es ganz leicht, die Grenze zum Kriminellen zu übertreten. So ein erhebendes Gefühl, persönliche Daten zur Verfügung zu haben, oder nach dem Personalausweis zu fragen; was früher nur der Polizeit gestatte war, dürfen heute Hans und Franz. Ich selber halte das Internet als solches für ein Verbrechen. Allerdings auch für das letzte große Verbrechen, welches schlußendlich den Exitus der Menschheit eingeleitet hat.

    Smartphones sind vor allem Sponage- und Mobbing-Briketts für den Straßengangster. Mit dem Fotogerät wird mal eben das Bürgerrecht aufs eigene Bild ausgehebelt. Gesprächsmitschnitte können festgehalten werden und das Gegenüber gemobbt oder erpreßt. Davon hat James Bond nur geträumt.

    Und dabei steht außer Frage, daß auch die Innenministerien auf der kriminellen Seite zu finden sind. Volkswirtschaftlich dürfte der Schaden des Netzes größer sein als sein Nutzen. Es ist klebrig wie das Spinnennetz. Und weil man drinnen festgklebt und dran wackelt, merkt das die fette Spinne; sie kommt angekrochen, spinnt einen ein und saugt einen aus.

     

     

     

     

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